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Branchentreff Sonderkulturen am 26. Februar

AGRAVIS aktuell digital 2101

Wellness für die Pflanze – das ist nur eines der vielen Themen, die Sonderkulturen-Anbauer und Anbieter am 26. Februar beim Branchentreff Sonderkulturen der AGRAVIS Raiffeisen AG diskutieren können. Per Live-Stream kommt die Branche in diesem Winter zusammen, um sich über die neue Produkte, Trends und Themen auszutauschen und weiter zu vernetzen.


Kurz und knapp

  • Branchentreff Sonderkulturen der AGRAVIS
  • Virtuelles Live-Event für Entscheider und Wissbegierige aus dem Bereich Sonderkulturen
  • Freitag, 26. Februar 2021, ab 10 Uhr, mit Vorträgen, Diskussionen und mehr
  • Interview mit dem AGRAVIS-Experten zum Thema Düngeverordnung

Der Branchentreff Sonderkulturen der AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung erlebt seine dritte Auflage nach 2019 und 2020 als virtuelles Format. Eine der größten Stärken ist die Interaktion. Aussteller und Besucher treffen sich virtuell, außerdem gibt es aus dem „Branchentreff“-Studio in zwei Themenblöcken zur Zukunft der Sonderkulturen (speziell Gemüse) und zu neuen Wegen in der Pflanzenernährung per Live-Stream Vorträge. Dabei können und sollen die Besucher mitdiskutieren oder abstimmen und haben die Möglichkeit, gleich Termine mit Anbietern oder Referenten zu vereinbaren.

Die Teilnahme am Branchentreff Sonderkulturen ist kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.branchentreff-sonderkulturen.de oder agrav.is/sonderkulturen.

Programm:

AGRAVIS aktuell digital 2101

1. Zukunft Sonderkulturen (Gemüsebau), 10 bis 12 Uhr

Wie werden sich die Sonderkulturen und hier speziell der Gemüsebau weiterentwickeln? Wie können Schäden vermieden werden? Welche Möglichkeiten bieten neue Ideen im Bereich Pflanzenschutz, Hygienemaßnahmen und Zusatzstoffe, die Einsatzhäufigkeit und die ausgebrachten Mittelmengen zu reduzieren und gezielter gegen auftretende Schaderreger vorzugehen?

Referenten: Christian Ufen, Vorsitzender Bundesfachgruppe Gemüsebau, Klaus Kühling, BASF, Martin Reimann, Alzchem, Christoph Lenter, Bayer Crop Science, Christian Eidam, Menno Chemie- Vertrieb GmbH.

2. Neue Wege in der Pflanzenernährung und Aktivierung der pflanzeneigenen Abwehrmechanismen, 14 bis 16 Uhr

Pflanzenernährung, Biostimulanzien und Wellness für die Pflanze schließen sich nicht aus. In diesem Block geht es darum zu zeigen, wie durch den gezielten Einsatz von Blattdüngern und Biostimulanzien der Pflanze angenehme Wachstumsbedingungen geschaffen werden, die zu gesünderen und vitaleren Beständen führen.

Referenten: Prof. Dr. Thomas Eichert, Fachhochschule Erfurt, Henning Jaworski, Lebosol, Dr. Henning Götzke, Orus Life, Steffen Boedecker, Sumi Agro, Manuela Kretzschmar-d’Heureuse, Intrachem Bio Deutschland.

Interview mit Frank Uwihs, Pflanzenbau-Vertriebsberatung der AGRAVIS zum Thema Düngeverordnung

Uwihs Frank Ansprechpartner 370x270

Wer ist von der neuen Regelung besonders betroffen?

Uwihs: Von der Neuregelung sind alle landwirtschaftlichen Betriebe betroffen, die Flächen in den roten Gebieten haben. Sie müssen den errechneten Gesamtstickstoffbedarf ihren Flächen in den roten Gebieten um 20 Prozent reduzieren, dürfen maximal 170 kg N/ha aus organischen und organisch-mineralischen Düngern ausbringen und eine Bodenanalyse vor der Düngung durchführen. Vor allem für Gemüseproduzenten mit mehreren Sätzen auf einer Fläche ist das Ganze etwas kompliziert, da sie vor jedem Satz zwingend eine Bodenanalyse durchführen müssen, um den Düngungsbedarf ihrer Kulturen zu planen.

Bedeutung der Düngeverordnung für Sonderkulturen

Seit dem 1. Januar 2021 gilt auch für die Gemüseanbauer: In sogenannten roten Gebieten darf nur noch 20 Prozent unter dem ermittelten Stickstoffbedarf gedüngt werden. Das sieht die neue Düngeverordnung vor. Was das für die Anbauer von Kartoffeln, Erdbeeren, Spargel, Kohl oder Salaten bedeutet, erläutert Sonderkulturen-Experte Frank Uwihs von der AGRAVIS Raiffeisen AG im Vorfeld des virtuellen Live-Formats „Branchentreff Sonderkulturen“ am 26. Februar 2021 (Informationen und Anmeldungen unter branchentreff-sonderkulturen.de).

Was bedeutet die Reduzierung des Stickstoffs für den Pflanzenbau?

Uwihs: Blattgemüse wie Eissalat (N-Bedarf 175 kg N/ha) und Kohl (N-Bedarf 300 kg N/ha) werden im vollen Wachstum geerntet und müssen bis zur Ernte ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Das bedeutet, sie müssen bis zur Ernte einen gewissen Stickstoffvorrat im Boden zur Verfügung haben, nach der Ernte muss dieser Vorrat dann durch die Nachkultur (satzweiser Anbau) oder durch eine Zwischenfrucht aufgefangen und für die nächste Kultur gespeichert werden. Die Reduktion der Stickstoffdüngung bedeutet für den Landwirt, dass die verbleibende auszubringende Düngermenge termingerecht, platziert und gegebenenfalls vor Auswaschung geschützt ausgebracht werden muss. Außerdem muss die Sortenwahl aber auch das Anbauverfahren (Pflanzabstand, Pflanzenzahl pro Hektar) an die neuen Bedingungen angepasst werden.

Wie können Gemüseanbauer diese Herausforderung meistern?

Uwihs: Der Gemüseanbauer muss sich noch intensiver als bisher mit der Kulturplanung (Vorkultur, Zwischenfrucht, Nachkultur) und der Stickstoffdynamik im Boden beschäftigen. Deswegen sind vermehrte Nmin-Untersuchungen notwendig, um den N-Vorrat und auch die N-Freisetzung aus organischer Substanz im Boden besser abschätzen zu können. Außerdem gewinnen durch die reduzierte N-Düngung andere Nährstoffe an Bedeutung, da es bei der Pflanze auf eine ausgewogene Ernährung ankommt. Eine Blattanalysen und eine anschließende Blattdüngung mit Mikronährstoffen können der Pflanze helfen, die vorhandenen Ressourcen besser auszunutzen und so den fehlenden Stickstoff nicht ersetzen, aber den verbleibenden Stickstoff besser auszunutzen.
Wenn dann noch das Wetter (Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein) mitspielt, ist ein Anbau auch unter den erschwerten Bedingungen möglich.

Grafiken Gemüseanbau in Deutschland

Grafiken Gemüseanbau in Deutschland