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Die Ernte kommt – ist der Mähdrescher fit?

AGRAVIS aktuell digital 2106

Wenn´s auf den Feldern richtig losgeht mit der Ernte, muss der Mähdrescher laufen – und zwar (fast) immer und absolut zuverlässig. Die Mitarbeitenden der AGRAVIS Technik-Gesellschaften stehen ihren Kund:innen während der Erntesaison immer zur Seite. Sie kommen auch aufs Feld, um Schäden so schnell wie möglich zu beheben und Standzeiten zu minimieren.


Kurz und knapp

  • Wenn die Ernte beginnt, müssen die Mähdrescher laufen. Neben dem Erntenachcheck der AGRAVIS Technik-Gesellschaften empfiehlt sich in diesen Tagen noch einmal der genaue Blick auf die Maschine.
  • Wir geben Ihnen eine kurze Übersicht, auf welche Positionen und Einstellungen Sie achten müssen und was Sie außerdem im Drescher dabei haben sollten.
  • Außerdem: Bei der Landtechnik Steigra GmbH fahren auch Auszubildende in der Ernte mit. Lesen Sie, was sich die Technik-Gesellschaft davon verspricht und was ein ehemaliger Azubi über diese Erfahrung sagt.

Die Landwirt:innen sollten aber vor Beginn der Ernte einen genauen Blick auf ihren Mähdrescher werfen. Ist sie fit für den heißen Erntesommer? Welche Positionen und Einstellungen müssen überprüft werden? Welche Ausrüstung wird benötigt? Hier ein kurzer Überblick.

Positionen und Einstellungen

1. Grundeinstellungen aus dem Vorjahr überprüfen: Schneidwerkeinstellungen (zum Beispiel Schneidwerkhöhe, Höhe der Einzugswalze, Einzugsfingerverstellung der Einzugswalze, Zustände der Messer und Ährenheber)

2. Dreschkorb: Abstände, Zustand, Gestänge, Ausrüstung anpassen

3. Trommeln, Rotoren oder Schüttler auf Zustand prüfen

4. Siebeinstellung mit der Anzeige abgleichen

5.Vorhandene Sensorik überprüfen

6. Häcksler- und Gegenschneide-Messer kontrollieren und gegebenenfalls auswechseln

7. Nötige Reinigungen: Luft- und Kabinenfilter, Steinfangmulde, Arbeitswege von Spann- und Regeleinrichtungen

8. Test von Grundfunktionen wie zum Beispiel Variatoren oder Klimaanlage

Nach der Ernte ist vor der Ernte: Die Technikprofis aus den AGRAVIS Technikwerkstätten bieten einen herstellerlegitimierten Nacherntecheck an. Dort können Defekte während der Winterpause kostenorientiert behoben werden. Damit wird sichergestellt, dass die Maschine möglichst störungsfrei arbeitet und die eventuell noch gültige Gewährleistung aufrechterhalten bleibt.

Und das gehört in den Drescher:

Feuerlöscher: Die Sicherheit hat oberste Priorität. Die Kabine sollte so eingerichtet sein, dass Sie sich auch in Gefahrensituationen in Sicherheit bringen können. Deshalb muss ein mindestens 6 Kilogramm Pulverhandfeuerlöscher in der Kabine sein, besser sogar zwei 6 Kilogramm Feuerlöscher oder ein 12 Kilogramm Löscher. Diese sind alle zwei Jahre zu prüfen.

Werkzeugkasten kontrollieren und vervollständigen: Dabei sollen Schraubenschlüssel in allen möglichen Größen sowie Zangen und Hammer vorhanden sein. Zwar sollte jeder Drescher über einen Werkzeugkasten verfügen, jedoch ist zusätzlich eine praktische und mobile Werkzeugtasche für die Fahrerkabine durchaus sinnvoll.

Taschenlampe beschaffen: Hin und wieder kommt es vor, dass ein Blick in das Innere des Mähdreschers geworfen werden muss. Ein Teleskoplicht bringt Licht ins Dunkle.

Licht kontrollieren: Dazu zählen Front- und Heckleuchten, sowie Arbeitsscheinwerfer und Rundumleuchte.

Ersatzteilbox mit üblichen Ersatzteilen ausgestatten: Unter anderem Ährenheber, Doppelfinger, Messer und Häcksler-Messer.

Reinigungsmaterialen zur regelmäßigen Reinigung von Scheiben, Spiegeln, Displays.

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Kommunikation ist ein wesentlicher Faktor für eine optimale Organisation der Ernte. Ob zur einfachen Absprache, welches Feld zunächst gedroschen wird oder zum Abtanken des Korns auf den Hänger während der Fahrt: Mit klaren Ansagen werden viele Fehler vermieden. Der beste und einfachste Weg der Kommunikation ist das Nutzen von Funkgeräten. Damit steht der richtigen Absprache und einer erfolgreichen Ernte nichts mehr im Weg. Wenn es lieber ein eingebautes Funkgerät sein, melden Sie sich einfach an einem unserer Technik-Standorte in Ihrer Nähe.

Während der Ernte geht es auf den Feldern rund

Während der Ernte geht es auf den Feldern rund

Der „Ernte-Azubi“ der Landtechnik Steigra

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Alexander Herrmann ist Geselle bei der Landtechnik Steigra GmbH.

Wenn die Landtechnik Steigra GmbH, eine Beteiligungsgesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG im südlichen Sachsen-Anhalt, die rund 15 Maschinen aus ihrem Mietpark im Kundenauftrag in die Ernte schickt, sitzen regelmäßig auch Auszubildende des zweiten oder dritten Lehrjahres in der Fahrerkabine. So wie Alexander Herrmann. Der heute 20-jährige Geselle in Steigra holte gleich zweimal für die Kund:innen die Ernte rein. Einsätze, von denen er heute profitiert.

"In die Maschine hineinhören"

Zwischen neun und zwölf Azubis lernen bei der Landtechnik Steigra den Beruf des Land- und Baumaschinenmechatronikers. „Neben dem rein Technischen an der Maschine wollen wir ihnen auch Praxisanteile vermitteln. Sie sollen die Maschinen und die Landwirt:innen besser verstehen“, erklärt André Jacobi, Geschäftsführer der Landtechnik Steigra. „Sie lernen, in die Maschine hineinzuhören.“ Alexander Herrmann fing im Juli mit der Gerste an und holte zum Abschluss im September den Mais vom Feld. „Die Tage waren lang, länger als in der Werkstatt, und es war stressig. Denn am Ende gibt es nur eins: Die Ernte muss eingefahren werden. Und da muss alles klappen und es darf nicht zu großen Stillstandszeiten kommen.“ Vor seinem Ernteeinsatz erhielt Alexander Herrmann einen Bedienlehrgang für die Maschinen sowie zusätzliche Werkstattlehrgänge, „damit wir uns in der Not erstmal selbst helfen können.“

Hand in Hand mit den landwirtschaftlichen Kund:innen

Das Verständnis untereinander ist ein weiterer wichtiger Aspekt für Geschäftsführer André Jacobi: „Die jungen Menschen lernen, mit den Kund:innen umzugehen. Sie entwickeln aber auch Verständnis für die Landwirt:innen, die in der Ernte unter enormem Zeitdruck stehen und für die es keinen Feierabend gibt.“

"Eine gute Erfahrung"

Alexander Herrmann möchte die Zeit als Erntefahrer nicht missen: „Es war eine gute Erfahrung, dass man selbst in der Situation ist, dass das Getreide runter muss. Ich kann auch meinen Werkstattkolleg:innen Tipps geben. Denn ich habe selbst erlebt, was mit einer Maschine auf dem Acker alles passieren kann.“