Hier finden Sie alle Infos rund um die Ernte 2026: aktuelle Einschätzungen, Prognosen von Fachleuten und Wissenswertes rund um die Erntezeit. Diese Seite wird fortlaufend aktualisiert und erweitert.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Erntebilanz aus den AGRAVIS-Arbeitsregionen

Die Ergebnisse aus unseren Regionen sind insgesamt schlechter als 2025. Dabei fallen die Erntebilanzen gewohnt heterogen aus.
Die AGRAVIS-Fachleute geben einen Überblick über die aktuelle Situation und bilanzieren die Ernte in ihren Arbeitsgebieten in Niedersachen, Ostfriesland, Westfalen und Hessen (Stand 11. August 2026).


Erntebilanz 2026

Hinweis:
Am 13. August haben wir auf der Seite Auszüge der Erntebilanz 2026 des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) ergänzt. Am 13./14. August folgt noch die Einschätzung und Analyse unseres Experten Bernhard Chilla zur Ernte 2026 in Deutschland und der EU.

Abschlussbilanz des Deutschen Raiffeisenverbandes

13. August 2026: Unterdurchschnittliche Ernte / Hitze kostet Landwirtschaft mehr als 600 Millionen Euro

Lange Hitzeperioden wirkten sich stark auf die Getreideernte 2026 in Deutschland aus. Nach Berechnungen des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV) gingen seit Mitte Juni rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps wegen der Hitze verloren. Die daraus resultierenden Einnahmeverluste belaufen sich laut DRV auf mehr als 600 Millionen Euro.
Der Verband erwartet eine Getreideernte von 40,6 Millionen Tonnen. Damit liegt das Ergebnis mehr als zehn Prozent unter dem Vorjahreswert von rund 45 Millionen Tonnen und deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 42,5 Millionen Tonnen.

Die komplette Meldung des DRV inklusive Aussagen zur aktuell schwierigen

Logistik-Situation sowie zur Düngemittelversorgung im kommenden Jahr gibt es hier:

  • DRV-Bilanz zur Getreidernte 2026
  • Details zur Schätzung in Tabellen

Wissenswertes rund um die Ernte 2026

Von Mitte Juni bis Ende August ist das

Winter- und Sommergetreide

Die Weizenernte erfolgt in der Regel ab Juli. Dabei können sich abweichende Erntezeiten durch Witterungseinflüsse ergeben. Dann werden sowohl der Winter-, als auch (etwas später) der Sommerweizen gedroschen, die sich im Zeitpunkt der Aussaat und in ihrem Ertrag unterscheiden.

Der Reifezeitpunkt der Gerste im späten Juni eröffnet die Erntesaison. Die Ähren mit den langen Grannen sind charakteristisch für das schnell reifende Getreide. Während die ertragreichere Wintergerste vor allem als Tierfutter genutzt wird, kommt Sommergerste insbesondere als „Braugerste“ in der Bierherstellung zum Einsatz.

Die Rapsernte beginnt etwa Mitte Juli und kann somit mit der Weizenernte kollidieren. Der optimale Erntezeitpunkt ist wegen der lange blühenden Ölfrucht allerdings schwierig zu bestimmen. Das Wetter und die Rapssorte sind auch hier weitere ausschlaggebende Faktoren.

Die Maisernte zur landwirtschaftlichen Nutzung erfolgt in Deutschland meistens zwischen September und November. Dann wird zuerst der Silomais und anschließend der Körnermais mit einem Maishäcksler bzw. Mähdrescher geerntet. Neben seiner Funktion als Substrat für Biogasanlagen, kommt Silomais vor allem in der Fütterung von Milchkühen und Mastbullen zum Einsatz.