Anna Röwekamp, Ernährungsexpertin für Hunde und Pferde bei der
Equovis GmbHWie Zahnstein entsteht
Zahnstein entwickelt sich schleichend. Am Anfang steht weicher Zahnbelag, die sogenannte Plaque. Bleibt dieser auf den Zähnen haften, lagern sich Mineralstoffe aus dem Speichel ein und der Belag verhärtet sich. „Dabei verbinden sich Futterreste und Bakterien auf der Zahnoberfläche und mineralisieren“, erklärt Röwekamp. Besonders häufig tritt Zahnstein im Bereich der Backenzähne und am Zahnfleischsaum auf. Sichtbar wird er meist als gelbliche bis bräunliche Verfärbung. Hunde kleiner Rassen sind häufiger betroffen, da ihre Zähne oft dichter stehen.
Warnzeichen früh erkennen
Ein unangenehmer Geruch aus dem Maul zählt häufig zu den ersten Hinweisen auf Zahnprobleme. Weitere typische Anzeichen können sein:
- gelblich oder bräunlich verfärbte Beläge
- gerötetes oder empfindliches Zahnfleisch
- verstärkter Speichelfluss
- Schwierigkeiten beim Fressen
- einseitiges Kauen oder Futterverweigerung
- erhöhte Schmerzreaktionen im Maulbereich
Allerdings weist Mundgeruch nicht zwangsläufig ausschließlich auf Zahnprobleme hin. „Auch Magen-Darm-Erkrankungen oder eine ungeeignete Fütterung können dahinterstecken“, so Röwekamp. Auch Unverträglichkeiten oder Entzündungen der Magenschleimhaut können für schlechten Atem verantwortlich sein.
Risiken unbehandelter Zahnbeläge
Bleibt Zahnstein unbehandelt, kann er weitreichende Folgen haben. Die bakteriellen Beläge fördern Entzündungen des Zahnfleisches und können den Zahnhalteapparat schädigen. Im weiteren Verlauf drohen Schmerzen, Karies oder sogar Zahnverlust. Darüber hinaus können Bakterien aus dem Maul in die Blutbahn gelangen und so langfristig andere Organe belasten. Um Zahnproblemen vorzubeugen, ist eine konsequente Maulhygiene entscheidend. Dazu zählen regelmäßiges Zähneputzen, geeignete Kauprodukte sowie eine bedarfsgerechte Fütterung. Ergänzend können spezielle Zusatzfuttermittel die Zahngesundheit unterstützen.
Zahn Plus von Höveler Dog mit Meeresalge gegen Zahnbelag
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Meeresalge Ascophyllum nodosum. „Studien zeigen, dass diese Alge die Bildung von Zahnstein reduzieren kann“, erklärt Röwekamp. Vermutet wird ein Einfluss auf den pH-Wert des Speichels, wodurch sich Beläge weniger schnell verfestigen. Häufig wird die Alge in Pulverform dem Futter beigemischt. Empfohlen wird eine tägliche Menge von mindestens 0,3 Gramm pro zehn Kilogramm Körpergewicht.
Auch Ergänzungsprodukte wie
Zahn Plus von Höveler DogNeben Algen können auch verschiedene Kräuter zur Maulgesundheit beitragen. Pfefferminze wird traditionell für einen frischeren Atem eingesetzt. Salbei kann durch seine ätherischen Öle das Wachstum geruchsverursachender Bakterien hemmen. Kamille wirkt beruhigend auf die Schleimhäute, während Petersilie durch ätherische Öle ebenfalls zur Geruchsneutralisierung beitragen kann.