Propionsäure und Grain Save NC sind Produkte zur Konservierung von GetreideDie AGRAVIS ist Experte für alle Fragen rund um das Thema Getreide.. Wir erklären Funktionsweise und Vorteile beim Einsatz dieser Konservierungsmittel.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Grain Save NC

Bei der GetreidekonservierungDie Konservierung von Getreide ist das leistungsstärkste Konservierungsverfahren. sind propionsäurehaltige Produkte am weitesten verbreitet. Sie werden sowohl als reine Säure als auch in ihren abgepufferten Varianten angeboten. Zu ihnen gehört Grain Save NC. Grain Save NC hat mit 90 Prozent einen besonders hohen Wirkstoffgehalt an Propionsäure, ist besonders anwenderfreundlich und sicher in der Wirkung. Aufgrund seiner speziellen Produktformulierung ist es nicht ätzend. Das schont TechnikDie AGRAVIS Technik-Gruppe bietet Landwirt:innen alles, was sie für ihre Arbeit benötigen. und Lager. Ein Vergleich mit reiner Propionsäure zeigt, um wie viel weniger die Materialien beansprucht werden. Bei reiner Propionsäure reichen bereits kleinste Läsionen aus, um Materialschäden zu verursachen.

Propionsäure

Propionsäure ist eine farblose bis schwach gelbe, stechend riechende Flüssigkeit. Ihr Wirkstoffgehalt beträgt 99,5 Prozent Propionsäure. Sie wirkt hemmend auf Schimmelpilze und einige Hefen und kann demzufolge zur Verbesserung der aeroben Haltbarkeit der Silagen eingesetzt werden.

Wie funktionieren Propionsäure und Grain Save NC?


Die Abbildung zeigt schematisch den Wirkmechanismus von Konservierungsmitteln auf Mikroorganismen. Die Hauptwirkung der Säure findet in der Mikrobenzelle selbst statt. Das nicht dissoziierte Säuremolekül durchdringt die Zellwand und vermindert im Zellinneren den pH-Wert und damit den osmotischen Druck. Es folgt der Zelltod und die Mikrobenzelle stirbt ab. Außerdem kann die Säure in der Mikrobenzelle wieder dissoziieren und der Säurerest blockiert den Enzymstoffwechsel in der Zelle (Abbildung der AGRAVIS Raiffeisen AG).


1. Die enthaltene reine Säure senkt den pH-Wert auf der Kornoberfläche so weit ab, dass Wachstum und Vermehrung bestimmter Mikroorganismen nicht mehr bzw. nur stark eingeschränkt möglich sind.

2. Die Hauptwirkung findet in der Mikrobenzelle selbst statt. Das nicht dissoziierte Säuremolekül durchdringt die Zellwand von Mikroorganismen und vermindert im Zellinneren den pH-Wert und damit den osmotischen Druck. Der Zelltod tritt ein, die Mikrobenzelle stirbt ab.

3. Das Säuremolekül blockiert den Enzymstoffwechsel in der Mikrobenzelle. Eine Vermehrung ist nicht mehr möglich.

Wirksamkeitskriterium für Konservierungsmittel

Da nur die nicht dissoziierte Form der Säure die Zellwand durchdringen kann, ist der pH-Wert in Verbindung mit dem Gehalt an wirksamer Säure ein wichtiges Wirksamkeitskriterium für KonservierungsmittelKonservierungsmittel sichern die Lagerstabilität von Futtermitteln bei Lagerung unter Lufteinfluss.. Mit steigendem pH-Wert dissoziieren Säuren immer mehr. Das bedeutet, je höher der pH-Wert ist, desto weniger Säure ist mikrobiell wirksam beziehungsweise desto mehr muss dosiert werden. Diese Gesetzmäßigkeit gilt auch für alle anderen in der Tierernährung eingesetzten Säuren.


Gezeigt wird die antimikrobielle Wirksamkeit von Säuren in Abhängigkeit vom pH-Wert der jeweiligen Säure. Je niedriger der pH-Wert, desto höher die Wirksamkeit der Säuren, denn mikrobiell wirksam ist immer nur der undissoziierte Anteil der Säure. Wieviel das ist, bestimmt der pH-Wert im Produkt. Steigt der pH-Wert, dissoziiert die Säure und verliert an Wirksamkeit. Hier zeigen Propionsäure und Sorbinsäure die höchste Wirksamkeit (Grafik nach LÜCK, et. al 1991, erstellt durch AGRAVIS Raiffeisen AG).


Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Verdunsten Propionsäure und Grain Save NC im konservierten Getreide?

Die geläufige Argumentation:

Die Grafik zeigt, wie sich der Propionsäuregehalt im Getreidestapel bei 17,1 % Feuchte in Abhängigkeit von der Lagerdauer verändert. Ist die Dosierung der Propionsäure zu gering, nimmt der Propionsäuregehalt im Stapel nach wenigen Tagen bereits stark ab. Wird jedoch ausreichend Menge dosiert, hier 0,4 %, bleibt der Propionsäuregehalt über einen langen Zeitraum unverändert stabil (Grafik nach Müller u. a. 1985).


Erklärung:
Diese Argumentation basiert auf dem Dampfdruck, der für jede Säure und auch Säuremischung individuell ist.

„Dampfdruck“

Unter dem Begriff „Dampfdruck“ wird der Druck beschrieben, der sich in einem geschlossenen System zwischen der flüssigen Phase und der dazu gehörenden gasförmigen Phase einstellt.

Für reine, konzentrierte Propionsäure wird ein Dampfdruck von fünf Millibar (20 Grad Celsius) und für Grain Save NC von zwei mbar (20 Grad Celsius) angegeben. Das bedeutet, dass bei 20 Grad Celsius je Kubikmeter Luft maximal fünf Gramm Propionsäure in der Gasphase vorliegen (bzw. zwei Gramm bei Grain Save NC 90). Steigt die Temperatur, steigt auch der Dampfdruck. Auch das ist hinlänglich bekannt. Aus diesem Grund wird bei der Konservierung mit hohen Einlagerungstemperaturen (> 35 Grad Celsius) ein Zuschlag von zehn Prozent empfohlen.

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Christoph Reiberg

Ansprechpartner für Futtermittelspezialprodukte