Die Afrikanische SchweinepestDie Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Viruserkrankung, an der Schweine erkranken. (ASP) breitet sich aus. Wir von AGRAVIS erklären, mit welchen Maßnahmen Sie Ihre Schweine schützen können. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Afrikanische Schweinepest auch in Deutschland

Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) traten bisher in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf. Die Tierseuche ist für Menschen ungefährlich, für Schweine aber tödlich. Der deutschlandweit erste bekannte Fall von ASP betraf im September 2020 ein Wildschwein im Landkreis Spree-Neiße. Fälle in Brandenburg und Sachsen folgten. 2021 erkrankten erstmals auch Hausschweine – im Juli in Brandenburg und im November in Mecklenburg-Vorpommern.

Bisher wurden ​allein in Deutschland rund 8.400 Fälle amtlich bestätigt (Stand: 9/2025). ​Ein Ende der Seuche ist aktuell nicht in Sicht.

Das sind die Risiken

ASP ist eine Viruserkrankung, an der Wild- und Hausschweine erkranken. TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an., die sich anstecken, bekommen hohes Fieber, leiden an Appetitlosigkeit sowie Atemwegs- und Verdauungsbeschwerden. Bei infizierten Schweinen verfärbt sich die Haut, sie sterben zumeist innerhalb nur einer Woche. ​​Eine Impfung gegen ASP gibt es bisher nicht. Ein unkontrollierter Ausbruch der Tierseuche in Deutschland hätte für die LandwirtschaftLandwirtschaft (oder Agrarwirtschaft) ist ein Wirtschaftsbereich der sogenannten Urproduktion. schwerwiegende wirtschaftliche Folgen.

Schwierig sind vor allem die Fälle in der Wildschweinpopulation. Hier lässt sich die Tierseuche nur schwer wirkungsvoll bekämpfen. Kritisch außerdem: Das ASP-Virus kann in der Umgebung etwa sechs Monate infektiös bleiben.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Mögliche Übertragungswege

ASP überträgt sich von Tier zu Tier sowie indirekt über Vektoren. Dazu zählen infiziertes Blut, Knochen oder kontaminierte Schweinefleischprodukte. Hohe Risiken gehen zudem von Menschen und dem Transportverkehr aus. Schon ein unachtsam entsorgtes virusbelastetes Wurstbrötchen kann zum Überträger werden. Wildschweine, die den Müll durchforsten und das Wurstbrötchen fressen, erkranken und stecken weitere Artgenossen an. Verzichten Sie darum auch auf das Mitbringen von Schweinefleischerzeugnissen aus betroffenen Gebieten und Ländern.

So können Sie vorbeugen

Seien Sie aufmerksam, informieren Sie sich umfassend und tauschen Sie Informationen rund um die Erkrankung und vorbeugende Maßnahmen untereinander aus. So helfen Sie, das Risiko zu verringern, ASP in Schweinebestände einzuschleppen. Risiken in Viehbeständen gehen unter anderem von externen Personen aus. Besucher wie Tierärzte, Beraterinnen oder Viehhändler gehen häufig in eigenen Gummistiefeln durch die Stallungen. Die Stiefel aber können bereits kontaminiert sein. Besser sind darum betriebseigene Gummistiefel. Fußwannen mit Desinfektionslösung vor den Stallungen minimieren das Risiko zusätzlich. Verwenden Sie Desinfektionsmittel wie

DESINTEC® FL-des GA forteVirkon S

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Achten Sie auf strikte Biosicherheit

Halten Sie alle Biosicherheitsmaßnahmen sorgfältig ein. So können Sie das ASP-Risiko für Ihren Betrieb deutlich reduzieren. Oberstes Gebot ist das „Schwarz-Weiß-Prinzip“. Hierfür trennen Sie eventuell kontaminierte „schwarze" von hygienisch einwandfreien „weißen“ Bereichen. Das gilt zum Beispiel für Außen- und Innenräume. Eine weitere bewährte Maßnahme neben betriebseigener Kleidung und Fußwannen mit Desinfektionsmitteln ist die Bekämpfung von Schadnagern und Fliegen. Und: Unterbinden Sie jeden möglichen Kontakt zwischen Haus- und Wildschweinen. Sorgen Sie auch dafür, dass Wilschweine keinerlei Zugang zu Futtermitteln haben.

Orientierung bei allen diesen Maßnahmen bietet auch die

Schweinehaltungshygieneverordnung

Das müssen Sie beim ASP-Ausbruch tun

  • ​​​Melden Sie Ihren Verdacht umgehend der für Ihren Betrieb zuständigen Behörde.
  • Downloaden und beachten Sie die aktuellen und dem Krankheits- bzw. Seuchenfall angepassten Gesetzes- und Verordnungstexte des BMEL.
  • Halten Sie im Fall einer amtlich festgestellten Seuche im Betrieb/im Gebiet die behördlich angeordneten Maßnahmen strikt ein.

Sie müssen Waren vom Hof transportieren? So funktioniert das im Seuchenfall:


  • Rückenspritze (5 l) gefüllt mit Desinfektionslösung (z. B. 5 l Wasser + 50 g
    Virkon S
    )
  • 50-g-Beutel Virkon S zum Nachfüllen
  • 2 x Einwegüberziehschuhe/-stiefel
  • Einweg-Overalls
  • Einweghandschuhe
  • Baumwollhandschuhe mit Noppen
  • Handdesinfektion
    Wofasept AHA
  • Schutzbrille
  • Mülltüte
  • Staubsäcke

  • Befahren Sie das Gelände möglichst wenig
  • Zwei Paar Einweg-Überziehschuhe im Fahrzeug anziehen
  • Einweg-Handschuhe, Baumwollhandschuhe und Overall anziehen
  • Reifen und Radkästen des Fahrzeugs mit Virkon S desinfizieren
  • Ausblasschlauch desinfizieren
  • Unbenutzten Staubsack verwenden
  • Futter ausblasen, Stallungen dabei nicht betreten (Siloanschlüsse und Viehrampen müssen außerhalb der Stallungen angebracht sein)

  • Ausblasschlauch entfernen, erneut desinfizieren (einschließlich Reifen und Radkästen) und verstauen
  • Verwendeter Staubsack verbleibt auf dem Betrieb
  • Einweg-Overall ausziehen und vor Ort entsorgen
  • Einweghandschuhe, Baumwollhandschuhe sowie ein Paar Überziehschuhe ausziehen und vor Ort entsorgen
  • Zweites Paar Überziehschuhe im Fahrzeug ausziehen und in einer Mülltüte entsorgen, Mülltüte nach letzter Fahrt entsorgen
  • Hände anschließend mit Wofasept AHA desinfizieren
  • Dokumentation der Desinfektionsmaßnahmen

Hinweis

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

  • Dokument

    Broschüre Afrikanische Schweinepest

    Dokument

    8,57 MB

  • Dokument

    DRV Krisenhandbuch Afrikanische Schweinepest

    Dokument

    4,88 MB

  • Dokument

    Hygienemaßnahmen Warentransport

    Dokument

    3,60 MB

Ihre Ansprechperson

Kontakt

Christian Twehues

Produktmanagement Desintec