Ein Muss auf landwirtschaftlichen Betrieben, um wichtige Hygienestandards einzuhalten: Mäuse und Ratten bekämpfen. Die Tipps unserer Expertinnen und Experten helfen Ihnen dabei, die schädlichen Nager frühzeitig zu entdecken und zu vertreiben. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Hinweis

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Sieben hilfreiche Tipps gegen Ratten

Im Herbst, sobald die Felder abgeerntet sind und es kalt wird, suchen sich Ratten warme Plätze für den Winter. Überprüfen Sie Ihren Betrieb ab diesem Zeitpunkt regelmäßig. An Rattenbauten, Laufwegen, Kot und Fraßspuren erkennen Sie, dass sich Nager breitmachen. Sobald Sie die ersten Anzeichen entdecken, stellen Sie direkt Köderboxen mit Rodentiziden auf. Ratten vermehren sich schnell – so können bis zu 1.000 Ratten pro Paar und Jahr zur Welt kommen.

Ratten sind sehr scheu und kommen erst heraus, wenn auf Ihrem Betrieb Ruhe einkehrt. Machen Sie darum am späten Abend, wenn es dunkel ist, nochmal einen Kontrollgang. Schauen Sie sich Futtersilos und unübersichtliche Ecken, in denen Sie Ihre Geräte lagern, genau an. So können Sie die Situation am besten einschätzen. Sollten Sie tagsüber eine Ratte sehen, können Sie von einem hohen Befall ausgehen.

Stellen Sie sicher, dass alles rund um die Stallungen aufgeräumt ist und Abfall und Müll regelmäßig entsorgt werden. Außerdem empfiehlt es sich, anstelle von Sträuchern, Hecken oder anderen Gewächsen ein Kiesbett um den Stall anzulegen. So bieten Sie Schadnagern weder Schutz noch Rückzugsorte zum Nisten.

Ratten suchen Schutz und laufen darum meistens an Mauern, Wänden oder Holzstapeln entlang. Wenn Sie die Köderboxen befüllen, tragen Sie unbedingt Handschuhe. So verhindern Sie, dass sich menschlicher Geruch auf die Köderboxen überträgt.

Bei neuen Futterquellen sind Ratten sehr vorsichtig. Akzeptieren die Schadnager die Köder, füllen Sie kontinuierlich nach. Pastenköder wie das Produkt

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Zur Information: Eine Ratte nimmt pro Tag etwa 30 bis 50 Gramm Futter auf, 100 Ratten fressen rund drei bis fünf Kilogramm pro Tag.

Vermuten Sie, dass die Ratten eine Resistenz gegen den Wirkstoff entwickelt haben, wechseln Sie nicht das Produkt. Besser ist es, wenn Sie zu einem Wirkstoff mit höherem Potenzniveau greifen. Zum Beispiel besitzen Brodifacoum und Difethialon ein höheres Potenzniveau als Difenacoum und Bromadiolon. Verwenden Sie weder ein Produkt mit mehreren Einzelwirkstoffen noch mehrere Produkte mit unterschiedlichen Wirkstoffen gleichzeitig. So verhindern Sie, dass die Ratten weitere Resistenzen bilden.

Die Schadnagerbekämpfung ist sehr komplex und zeitaufwendig. Dokumentieren Sie, wie viel Aufwand Sie investieren und welches Ergebnis Sie damit erzielen. Wenn Sie merken, dass Sie allein nicht weiterkommen, beauftragen Sie einen professionellen Schädlingsbekämpfer.

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Christian Twehues

Produktmanagement Desintec