Unkräuter stellen das Grünland vor große Herausforderungen. Wie Sie mit den richtigen Pflanzenschutzmaßnahmen Ihre Flächen optimal schützen, erfahren Sie hier. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Welche Faktoren sind beim Pflanzenschutz im Grünland zu beachten?

Um Unkräutern im GrünlandGrünland ist landwirtschaftliche Fläche, auf denen Gras oder krautige Pflanzen angebaut werden. bestmöglich entgegenzuwirken, ergreifen Sie zwischen den Nutzungen der Fläche entsprechende Maßnahmen. Denn Unkräuter sind im Grünland nicht nur Nährstoffkonkurrenten und rauben den Platz im Gebiet, sondern sie sind teilweise auch giftig. Deshalb empfehlen wir eine strategische Bekämpfung. Beachten Sie dabei folgende Aspekte:


  • Entscheiden Sie sich für die mechanische oder chemische Bekämpfung.
  • Teilweise sind Nachbehandlungen oder mehrjährige Behandlungen notwendig (flexibler Anwendungszeitraum erforderlich).
  • Giftige Pflanzen im Grünland wirken sich negativ auf die Leistung und Gesundheit der Nutztiere aus.
  • Beachten Sie beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die Wartezeiten.
  • Achtung: Entfernen Sie abgestorbene Giftpflanzen wie Jakobskreuzkraut von der Fläche. Die Pflanzen verlieren nach einer Behandlung den typisch abschreckenden Geruch. Die TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. verlieren die Scheu vor den Pflanzen und fressen diese mit.
  • In Naturschutzgebieten können veränderte Regelungen zum Pflanzenschutz gelten. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer zuständigen Behörde.

In unserem AGRAVIS-Onepager “Die Bausteine des Pflanzenschutzes” finden Sie wichtige Informationen kompakt.


Wichtige Bausteine: intelligente Wirkstoffkombinationen, Know-how der Pflanzenbau-Vertriebsberatung, gezielte Sortenwahl zur Risikovermeidung und mechanische Unkrautbekämpfung mit der AGRAVIS TechnikDie AGRAVIS Technik-Gruppe bietet Landwirt:innen alles, was sie für ihre Arbeit benötigen. und dem Farmdroid FD20.


Zum Download
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Neues Grünlandherbizid: ProClova

Bei dem Pflanzenschutzmittel ProClova handelt es sich um ein innovatives Produkt im Kampf gegen Unkräuter in Grünland mit Klee. Sie können das HerbizidHerbizide oder Unkrautbekämpfungsmittel sind Substanzen, die störende Pflanzen abtöten sollen. auf Wiesen und Weiden im Zeitraum von März bis Oktober einsetzen. Die Anwendung ist auf eine Applikation pro Kultur und Jahr beschränkt. Mithilfe von ProClova können Sie folgende Unkräuter bekämpfen:


  • Wiesenkerbel
  • Wiesen-Bärenklau
  • Wegerich-Arten
  • Scharfer Hahnenfuß
  • Kriechender Hahnenfuß
  • Stumpfblättriger Ampfer
  • Löwenzahn


Weitere Informationen zu ProClova
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Pflanzenschutz im Grünland – welche Unkräuter können Sie wie bekämpfen?

Pflanzenschutz gegen Ampfer

Ein im Grünland besonders verbreitetes Unkraut ist der Ampfer. Bereits eine Ampferpflanze pro Quadratmeter kann den Ertrag um fünf Prozent minimieren.
Gut zu wissen: Der optimale Bekämpfungszeitraum des Ampfers ist dann, wenn 20 Prozent der Ampferblütenstängel bereits geschoben sind, sich die Rosette voll ausgebildet hat und ausreichend Blattmasse vorhanden ist. Idealerweise erfolgt die Behandlung zum Herbst oder Spätsommer, da der Ampfer alle Energiereserven in die Wurzeln zieht und somit auch das Pflanzenschutzmittel bis in die Wurzeln transportiert.



Ob sich eine Ampferbehandlung wirtschaftlich rechnet, kann anhand folgender Beispielrechnung veranschaulicht werden:


  • Aktuell sind TM-Erträge von rund 50 dt TM/ha zum ersten Schnitt zu erwarten.
  • 5 Prozent = 2,5 dt TM/ha Verlust
  • Bei 6,5 MJ NEL/kg TM = 1.625 MJ NEL/ha
  • = 518 Liter Milch weniger auf 1 ha Fläche
  • Ausgehend von 32 ct/kg Milch: 165 €/ha

Zum Vergleich: Der Einsatz von Ranger kostet etwa 90 €/ha plus den Ausbringungsaufwand.



Giftiges Unkraut: Scharfer Hahnenfuß

Neben dem Ampfer gibt es auch giftige Unkräuter wie den Scharfen Hahnenfuß. Diese Pflanze wird häufig unterschätzt. Der Scharfe Hahnenfuß enthält, wie alle Hahnenfußgewächse, das Toxin Protoanemonin.

Merkmale des Scharfen Hahnenfußes:


  • Schwach giftig
  • In der SilageSilage ist ein konserviertes Futtermittel für Nutztiere, vor allem für Rinder. erst nach zwei Monaten nicht mehr toxisch
  • Heunutzung reduziert die Belastung
  • Die Toxinbelastung ist während der Blüte am höchsten

Symptome und Probleme, die bei Ihren Tieren nach Aufnahme von Scharfem Hahnenfuß auftreten können:


  • Schleimhautreizungen
  • Bei Ausscheidung können Nieren und Milchdrüsen geschädigt werden
  • Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem bis hin zu Lähmung, Herz-Kreislaufversagen oder Tod
  • Schädigung der Leber, wodurch eine Sonnenunverträglichkeit entstehen kann

Die Tiere meiden die Pflanze auf der Weide – jedoch nicht, wenn sie in der Silage verarbeitet ist. Symptome wie Fressunlust, Sabbern, Durchfall und Milchrückgang werden häufig nicht mit einer Vergiftung in Verbindung gebracht. Befinden sich jedoch zu große Mengen an unverträglichen Pflanzen im Futter, kann das die oben genannten Symptome verursachen.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Jakobskreuzkraut

Jakobskreuzkraut kommt häufig in Deutschland vor und ist eine hochgiftige Pflanze. Das Kraut hat eine hohe Konzentration an Toxinen und ist für alle Weidetiere gefährlich.

Merkmale des Jakobskreuzkrauts:


  • Etwa einen Meter hoch
  • Fiederteilige Blätter
  • Gelbe Blüten mit 13 spitzen Blütenblättern
  • Die Pflanze kommt häufig auf extensiv genutzten Flächen oder in Schutzgebieten mit Bewirtschaftungsauflagen vor, ebenso auf wenig genutzten und ungepflegten Pferdeweiden

Symptome und Probleme, die durch das Jakobskreuzkraut auftreten können:


  • Leberschäden
  • Eine höhere Einnahme der Pflanze kann auch zum Tod führen

Was ist nach dem Einsatz von Herbiziden im Grünland wichtig?

Wenn Sie Unkräuter durch den Einsatz von Herbiziden erfolgreich bekämpft haben, ist eine Nachsaat zwingend notwendig. Nur so schließen Sie die durch Unkräuter entstandenen Lücken mit hochwertigen Gräsern und verhindern ein erneutes Auftreten von Unkraut und Ungräsern. Die Ampferpflanze ist beispielsweise ein Lichtkeimer und kann in lückigen Narben leicht wachsen.

Tipp: Achten Sie auf eine dichte Grasnarbe und beugen Sie Lücken durch eine kontinuierliche Nachsaat vor.

Wichtig bei der Nachsaat ist, dass sie erst nach dem vollständigen Absterben der Unkräuter stattfindet. Nur so können Sie den Bodenkontakt der Grassamen gewährleisten. Eine Schädigung der Sämlinge ist dann nicht mehr zu erwarten (Sonderstellung: Klee).

Wie wählen Sie die richtige Nachsaatmischung für Ihr Grünland?


Plantinum Intensiv

Expertentipp

Wenn Sie die Nachsaat auf mehrere Anwendungstermine über das Jahr splitten, können Sie mögliche Risiken minimieren. Idealerweise setzen Sie fünf bis acht Kilogramm pro Hektar SaatgutSaatgut umfasst trockene, ruhende, generative Fortpflanzungsorgane. jeweils im Frühjahr, während der Nutzung und im Herbst ein.

Kontakt

Pflanzenbau-Vertriebsberatung Münster

Kontakt

Pflanzenbau-Vertriebsberatung Isernhagen