Wie schützt sich ein Pferd vor Kälte?
Pferde sind von Natur aus gut an kühle Temperaturen angepasst. Im Herbst bildet sich das Winterfell. Und bei Kälte stellen sich die Haare auf, sodass zwischen den Haaren eine isolierende Luftschicht entsteht, die die Körperwärme am Pferd hält. Anna Röwekamp, Expertin für Pferdefütterung bei der
Equovis GmbHOb dieser natürliche Kälteschutz ausreicht, hängt vom einzelnen Pferd und seiner Umgebung ab. Wichtige Faktoren sind:
- Rasse und Pferdetyp
- Alter und Gesundheitszustand
- Ernährungszustand
- Haltung und Bewegungsmöglichkeiten
- Bemuskelung
- Schur
- Wind, Regen und Sonneneinstrahlung
Welche Pferdedecke eignet sich wofür?
Michaela Dziuk, Sortimentsmanagerin Textil und Reitsport der Raiffeisen-Märkte, warnt davor, allein nach Temperatur einzudecken: „Viele Pferde werden im Winter eher zu warm als zu kalt eingedeckt. Entscheidend sind nicht nur die Temperaturen, sondern auch Faktoren wie Schur, Gesundheitszustand, Haltungsform, Witterung und Bewegung. Eine Decke sollte das Pferd unterstützen, nicht belasten oder einschränken.“ Zu beachten sei auch, dass nicht jede Pferdedecke dieselbe Aufgabe hat. „Nach dem Training soll eine Decke vor allem Feuchtigkeit ableiten. Auf der Weide dagegen Schutz vor Nässe und Wind sowie eine passende Wärmeleistung bieten“, so die Expertin.