Wie kann die Rote Vogelmilbe bekämpft werden?
Von der Übertragung von Krankheiten, Blutverlust und Stress über den Abfall der Legeleistung und eine verschlechterte Eiqualität bis hin zum Federpicken – die Rote Vogelmilbe wird häufig unterschätzt. Dabei können der Befall und die daraus resultierenden Schäden den wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebs enorm beeinträchtigen. Daher ist eine erfolgreiche Bekämpfungsstrategie entscheidend.
Wie läuft die Entwicklung der Roten Vogelmilbe ab?
Twehues: Die Rote Vogelmilbe kommt weltweit vor und befällt zur Blutaufnahme Wirtstiere wie Legehennen und Elterntiere. Der Ektoparasit lebt dabei in unmittelbarer Nähe zum Wirt in geschützten Bereichen wie Nischen, Spalten und Ritzen der Aufstallungsanlage. Die Dauer des Lebenszyklus steht im direkten Verhältnis zur Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Bei optimalen Gegebenheiten von über 25 Grad und einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit von über 70 Prozent kann dieser weniger als sieben Tage betragen (siehe Abbildung). Um eine langfristige und effektive Reduzierung zu erreichen, müssen Tierhaltende alle Entwicklungsstadien bekämpfen.
Wie sieht eine erfolgreiche Bekämpfungsstrategie aus?
Twehues: Die effektivste und langfristig kostengünstigste Strategie gegen die Rote Vogelmilbe sind vorbeugende Maßnahmen. Für eine erfolgreiche Bekämpfung sind daher, beginnend in der Serviceperiode, mehrere Schritte notwendig. Zunächst müssen die Stalleinheiten gründlich gereinigt werden. Je nach Verschmutzungsgrad kommt dafür ein geeigneter hochalkalischer Stallreiniger wie zum Beispiel
Desintec StallClean BasisWas ist bei der Desinfektion der Stalleinheiten zu beachten?
Twehues: Der Wirkstoff bei der anschließenden Desinfektion ist unbedingt zielorientiert zu wählen. Dieser sollte gegen die Eier der Roten Vogelmilbe wirksam sein. Eine breite Wirkung gegen Bakterien, Viren, Pilze und Parasitendauerstadien wie Milbeneier bringt das Mittel
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