Lange Mundwerkzeuge, blutsaugend und ein enormes Vermehrungspotenzial – mit diesen Schlagwörtern lässt sich eine der größten Bedrohungen in der Legehennenhaltung beschreiben: die Rote Vogelmilbe. DesintecDesintec steht für ein modernes und innovatives Hygienemanagement.-Experte Christian Twehues gibt Tipps für eine erfolgreiche Bekämpfungsstrategie.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Die Rote Vogelmilbe ist ein weltweit vorkommender Ektoparasit und befällt zur Blutaufnahme Wirtstiere wie Legehennen und Elterntiere.
  • Der Befall und die daraus resultierenden Schäden können den wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebs enorm beeinträchtigen.
  • Tierhalter:innen müssen alle Entwicklungsstadien bekämpfen. Dabei nehmen vorbeugende Maßnahmen einen zentralen Stellenwert ein.

Wie kann die Rote Vogelmilbe bekämpft werden?

Von der Übertragung von Krankheiten, Blutverlust und Stress über den Abfall der Legeleistung und eine verschlechterte Eiqualität bis hin zum Federpicken – die Rote Vogelmilbe wird häufig unterschätzt. Dabei können der Befall und die daraus resultierenden Schäden den wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebs enorm beeinträchtigen. Daher ist eine erfolgreiche Bekämpfungsstrategie entscheidend.

Wie läuft die Entwicklung der Roten Vogelmilbe ab?

Twehues: Die Rote Vogelmilbe kommt weltweit vor und befällt zur Blutaufnahme Wirtstiere wie Legehennen und Elterntiere. Der Ektoparasit lebt dabei in unmittelbarer Nähe zum Wirt in geschützten Bereichen wie Nischen, Spalten und Ritzen der Aufstallungsanlage. Die Dauer des Lebenszyklus steht im direkten Verhältnis zur Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Bei optimalen Gegebenheiten von über 25 Grad und einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit von über 70 Prozent kann dieser weniger als sieben Tage betragen (siehe Abbildung). Um eine langfristige und effektive Reduzierung zu erreichen, müssen Tierhaltende alle Entwicklungsstadien bekämpfen.



Wie sieht eine erfolgreiche Bekämpfungsstrategie aus?

Twehues: Die effektivste und langfristig kostengünstigste Strategie gegen die Rote Vogelmilbe sind vorbeugende Maßnahmen. Für eine erfolgreiche Bekämpfung sind daher, beginnend in der Serviceperiode, mehrere Schritte notwendig. Zunächst müssen die Stalleinheiten gründlich gereinigt werden. Je nach Verschmutzungsgrad kommt dafür ein geeigneter hochalkalischer Stallreiniger wie zum Beispiel

Desintec StallClean Basis

Was ist bei der Desinfektion der Stalleinheiten zu beachten?

Twehues: Der Wirkstoff bei der anschließenden Desinfektion ist unbedingt zielorientiert zu wählen. Dieser sollte gegen die Eier der Roten Vogelmilbe wirksam sein. Eine breite Wirkung gegen Bakterien, Viren, Pilze und Parasitendauerstadien wie Milbeneier bringt das Mittel

Desintec Fl-des Allround Pro

Je nach Haltungsform eignen sich verschiedene Produkte:


  • M-Ex RTU
    (10 Liter): ausreichend für circa 200 bis 250 Hennenplätze (Empfehlung: Mobilstall)
  • M-Ex Pulver
    (10 Kilogramm): ausreichend für circa 500 bis 1.000 Hennenplätze
  • M-Ex Profi 80
    (15 Kilogramm): ausreichend für circa 1.500 bis 2.500 Hennenplätze

Die Population der Roten Vogelmilbe muss den gesamten Durchgang über kontrolliert werden. Bei Auftreten von neuen Populationen sollte schnell gehandelt werden. Eine Behandlung von lokalen kritischen Kontrollpunkten im Anlagensystem könnte notwendig sein, um den Befall über den gesamten Produktionszyklus so gering wie möglich zu halten.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Ihre Ansprechperson

Kontakt

Christian Twehues

Produktmanagement Desintec

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