GAP-Regeln: Änderungen in den Standards für den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand (GLÖZ)
Auch im Bereich der sogenannten GLÖZ hat sich etwas getan – zuvor gab es neun verschiedene Bausteine, der achte (Mindestanteil von nicht-produktiven Flächen und LE (Landschaftselementen) an Ackerland) ist zum Jahr 2025 entfallen. Doch auch bei anderen Bausteinen hat sich was getan – so zum Beispiel im Baustein GLÖZ 7, bei dem es um den Fruchtwechsel geht. Was gibt es hier Neues?
Felix Böddeling: Die neuen Fruchtfolgevorgaben sehen Folgendes vor: Ab dem Antragsjahr 2025 müssen über einen Zeitraum von drei Jahren auf jedem landwirtschaftlichen Schlag mindestens zwei verschiedene Hauptkulturen angebaut werden. Zudem muss jährlich auf einem Drittel der Gesamtfläche ein Wechsel der Hauptkultur stattfinden. Soll die Hauptkultur auf der Fläche beibehalten werden, müssen die Landwirtinnen und Landwirte eine Zwischenfrucht anbauen. Diese Kombination gilt dann als Wechsel der Hauptkultur. So können beispielsweise auf einem Drittel zwei Jahre in Folge Weizen, auf dem zweiten Drittel zwei Jahre in Folge Mais und auf dem dritten Drittel auch zwei Jahre in Folge Mais angebaut werden, wenn auf einem dieser Drittel mit Mais zwischenzeitlich eine Zwischenfrucht steht. Der Einsatz einer Zwischenfrucht befreit jedoch nicht von der Vorgabe, zwei verschiedene Früchte in drei Jahren anzubauen.
CIRCONIUM ZwischenfrüchteAuch beim Baustein GLÖZ 6 hat sich etwas getan – hier geht es um das Thema Bodenbedeckung. Welche Änderungen gibt es hier?
Felix Böddeling: Hier wurden die zeitlichen Vorgaben etwas gelockert. Es geht darum, dass der Betrieb auf mindestens 80 Prozent der Ackerfläche eine Mindestbodenbedeckung sicherstellen muss. Bis zuletzt gab es hier ein Zeitfenster, das besagte, dass diese Mindestbodenbedeckung zwischen dem 15.11. Und 15.1. des Folgejahres erfolgen muss. Nun besagen die neuen Regeln, dass Landwirtinnen und Landwirte möglichst zeitnah nach der Ernte bis zum 31.12. des Antragsjahres, die Begrünung sicherstellen müssen. So sind wir jetzt etwas flexibler, falls beispielsweise das Wetter mal nicht mitspielt. Das gilt auch für Flächen mit frühen Sommerkulturen. Hier sind die Zeiträume nun ebenfalls gelockert.
Mischungen und Grundlagen GAP 2025