AGRAVIS nimmt Menschenrechte sehr ernst und unterstreicht Verantwortung

Fakten zur Zusammenarbeit mit Coamo

News vom 16.09.2022

AGRAVIS Verantwortung

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen sowie im Projektbau. Die AGRAVIS versteht sich seit Generationen als genossenschaftliches Unternehmen, deren Aktienkapital zu mehr als 60 Prozent in den Händen genossenschaftlicher Unternehmen – zu großen Teilen im Nordwesten Deutschlands – liegt. AGRAVIS trägt somit Verantwortung für über 6.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familien – und ebenso im genossenschaftlichen Verbund für über 100 Genossenschaften, die wiederum von über 70.000 landwirtschaftlichen Familien getragen werden. AGRAVIS steht zum ländlichen Raum – und ist Teil des ländlichen Raumes.

Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit haben höchste Priorität

Die AGRAVIS Raiffeisen AG produziert u.a. auch Futtermittel. Hochwertige Tiernahrung ist Grundlage gesunder Nahrungsmittel. Die Futterrationen werden so zusammengestellt, dass die Tiere optimal versorgt werden. Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit haben für die AGRAVIS höchste Priorität.
In der Tiernahrung spielt Sojaschrot – ein Nebenprodukt der Sojaölherstellung – als hochwertiger Proteinlieferant eine entscheidende Rolle. Das importierte Sojaschrot wird in der Regel nicht unmittelbar vor Ort, sondern erst in den großen Seehäfen wie Amsterdam, Rotterdam oder Brake von der AGRAVIS übernommen. Den Importbedarf an Sojaschrot deckt die AGRAVIS zu einem Großteil über eine genossenschaftliche Kooperative aus dem Süden Brasiliens, die Agroindustrial Cooperativa (Coamo). Den restlichen Teil des Sojaschrots bezieht die AGRAVIS sowohl von anderen Produktionsstandorten als auch aus europäischen Ölmühlen.

Wie Coamo arbeitet

Mit der genossenschaftlichen Kooperative Coamo aus Brasilien arbeitet die AGRAVIS bereits seit Langem zusammen. Die AGRAVIS Raiffeisen AG hat sich bewusst für Coamo als Lieferanten entschieden. Coamo ist, wie die AGRAVIS Raiffeisen AG auch, ein genossenschaftlich organisiertes Unternehmen. Coamo setzt nachweislich hohe Sozial- und Umweltstandards um. Der Regenwald wird durch den Anbau von Soja auf nachweislich entwaldungsfreien Flächen geschützt. Das kann – satellitengestützt – entlang der Produktionskette lückenlos nachverfolgt werden. Darüber hinaus stärkt Coamo mit seinen rund 30.000 Mitglieder:innen die kleinbäuerlichen Strukturen – die regionalen Landwirt:innen verfügen über Flächen zwischen 30 und 350 Hektar, die durchschnittliche Betriebsgröße liegt bei ca. 50 Hektar.

Unschuldsvermutung gilt

Die uneingeschränkte Wahrung der Menschenrechte ist für die AGRAVIS elementarer Bestandteil eines gemeinsamen Wertekanons. Die AGRAVIS distanziert sich von jeglicher Form der Gewalt. Auch Coamo hat sich hier unmissverständlich klar positioniert. Gleichwohl machen AGRAVIS die in Medienberichten beschriebenen Sachverhalte sehr betroffen. Dazu hat Coamo auf Anfrage der AGRAVIS bereits im August ein Statement abgegeben. Die aktuellen Recherchen verschiedener Medien nimmt AGRAVIS zum Anlass, seinen Lieferanten erneut um eine Stellungnahme und Bewertung zu bitten. Aktuell unterstreicht AGRAVIS aber nochmals die Kunden-Lieferanten-Beziehung, die AGRAVIS mit großer Verantwortung mit Coamo lebt. In diesem Zusammenhang verweist AGRAVIS auch auf die in Rechtsstaaten geltende Unschuldsvermutung. Darüber hinaus ist sich die AGRAVIS ihrer Verantwortung gemäß dem ab Januar 2023 Lieferkettengesetz vollumfänglich bewusst und nimmt die sich daraus ergebenden Sorgfaltspflichten sehr ernst. AGRAVIS besucht Coamo regelmäßig ein- bis zweimal jährlich, um die Qualitätsstandards der Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit sowie Umwelt- und Sozialstandards zu überprüfen.

Leitlinien für die Sojabeschaffung gelten

Zudem setzt die AGRAVIS in Ihren Werken generell nur Soja auf Basis der FEFAC-Leitlinien ein. Mit Hilfe der „Leitlinien für die Sojabeschaffung“ hat der europäische Verband der Mischfutterhersteller (FEFAC) Rahmenbedingungen für den Einsatz von nachhaltig produziertem Soja festgelegt. In diesen Leitlinien sind Standards bezüglich der sozialen und ökologischen Verantwortung bei der Sojaproduktion definiert.
Das darüber hinaus bezogene NON-GMO-Soja ist ProTerra, Donausoja oder RTRS zertifiziert und erfüllt folglich strenge Auflagen bezüglich des Themas Abholzung und Sozialstandards.

Sojaschrot wird nach aktuellem Stand auch weiterhin mit rund 10 Prozent der gesamten Futtermittelmenge ein unverzichtbarer Rohstoff in der Fütterung für die hochwertige Lebensmittelerzeugung sein. Der Ersatz, zum Beispiel durch Rapsschrot, hat in einigen Bereichen seine ernährungsphysiologischen Grenzen erreicht. AGRAVIS verweist trotzdem darauf, dass das Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren den Soja-Einsatz schon um 40 Prozent reduziert hat. In vielen Rationen beispielsweise der Ferkelfütterung ist Soja aber weiterhin unter dem Aspekt der Ökoeffizienz ein wertvoller Futterrohstoff.

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