Manure Manager

Ökoeffiziente Schweinefütterung

Bedarfsgerecht optimierte Fütterungsverfahren gewinnen aufgrund von ökonomischen und ökologischen Belangen immer mehr an Bedeutung. Welche betriebsindividuellen Vorteile sich durch eine Optimierung der Fütterung von Mastschweinen ergeben, können Tierhalter ab sofort selbstständig auf dem Smartphone oder Tablet kalkulieren. Wie das funktioniert, erklärt Dr. Peter Rösmann im Interview.

Manure Manager

Was ist der Manure Manager?
Dr. Rösmann:
Der Manure Manager ist ein online basiertes Kalkulationsprogramm, welches jedem Schweinemäster als Download unter agrav.is/manure zur Verfügung steht. Das Tool wurde von den Experten der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, der BASF und AGRAVIS entwickelt und dient dem Tierhalter dazu, seine Deckungsbeiträge in der Schweinemast zu optimieren und Einsparpotenziale, die in der Fütterung realisiert werden können, betriebsindividuell zu identifizieren.

Wie funktioniert das Online-Tool?
Dr. Rösmann:
Der Manure Manager vergleicht zwei Fütterungsverfahren miteinander, basierend auf den offiziellen DLG-Vorgaben zu den Nährstoffausscheidungen in der Schweinemast. Verglichen wird in diesem Zusammenhang häufig das derzeit angewendete Fütterungsregime mit einer bedarfsgerechteren bzw. alternativen Fütterungsvariante. Zudem erstellt das Tool eine abschließende Ökoeffizienzanalyse, also eine Darstellung, welche Auswirkungen eine Veränderung in der Fütterung auf die Ökobilanz in der Schweinemast hat. Es veranschaulicht, welche Auswirkungen eine nährstoffoptimierte Rationsgestaltung auf den betriebsindividuellen Flächenbedarf, die notwendige Gülleabgabe, auf die Anzahl der Tierplätze und auf den Deckungsbeitrag hat.

Welche Daten liegen der Berechnung zu Grunde?
Dr. Rösmann:
Die Kalkulation beruht auf betriebsindividuellen Daten, wodurch das Ergebnis zwar unverbindlich, aber dennoch dicht an der Realität ist. Die tatsächlichen, einzelbetrieblichen Auswirkungen einer veränderten Fütterungsstrategie sind mit dem im jeweiligen Bundesland vorgeschriebenen Bilanzierungsprogramm zu berechnen. Einzugeben sind neben der Anzahl der jährlich gemästeten Mastschweine der durchschnittliche Deckungsbeitrag je Mastschwein, die bewirtschaftete Ackerfläche, das Ertragsniveau der Feldfrüchte, die Pachtkosten sowie die anfallenden Gülleverwertungskosten. Die Eingabe dieser Betriebsdaten erfolgt dabei intuitiv.

agrav.is/manure

Weitere Informationen gibt es bei Produktmanager Dr. Peter Rösmann, Telefon 0251. 682-2262, peter.roesmann@agravis.de.

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