Smart-Farming-Technik im Praxistest

Testberichte und Erkenntnisse

XLab von Stenon

Mobiles Labor auf dem Feld

Ein mobiles Labor auf dem Acker? Das Team der AGRAVIS Future Farm testete das XLab des Herstellers Stenon, vertrieben über CNH Industrial als Partner, in der Praxis, sprich: auf dem Feld in Suderburg. Das laborunabhängige Bodenanalyse-Tool misst die Nährstoffgehalte und die Bodenart und soll in wenigen Sekunden eine Bodenprobenanalyse erstellen. Die Ergebnisse landen im Onlineportal des Herstellers, von wo aus sie in wenigen Schritten zu einer Applikationskarte weiterverarbeitet werden können. Das Messgerät basiert auf der NIRS-Technologie und zusätzlichen elektromagnetischen Messverfahren. Die neue Technologie befindet sich kurz vor der Markteinführung.

Die ersten Erkenntnisse von der AGRAVIS Future Farm, wie zum Beispiel die noch schwankenden Angaben bei den Nährstoffgehalten, werden dem Hersteller dabei helfen, das mobile Labor erfolgreich weiterzuentwickeln. „Da steckt viel Potenzial drin“, erklärt Jan Lossie vom Team der AGRAVIS Future Farm.


Kartoffelroder von Topcon
Ernte der Chips-Kartoffeln, die eingelagert und im Winter zur Weiterverarbeitung nach Italien geschickt werden.

Kartoffeln: Ernte und weitere Versuche

Hakte es 2019 noch im System, läuft diesmal die Ertragskartierung im Kartoffelroder vom Hersteller Topcon zuverlässig. „Wir werden die Daten im Nachgang der Kartoffelernte auswerten“, erklärt Jan Lossie vom Team der AGRAVIS Future Farm. Die Erträge bei der Kartoffelernte auf den Feldern der Future Farm in Suderburg sind gut, sie liegen bei Anfang bis Mitte 50 Tonnen/Hektar. Bis Anfang Oktober wird die Kartoffelernte abgeschlossen sein.

„Wir haben hier auch verschiedene technische Ansätze der Sikkation getestet, da ein Standardmittel zur Kräuterabtötung verboten worden ist“, erklärt Jan Lossie.

Kartoffelernte Terminal


Fendt One Fahrerarbeitsplatz im Fendt Vario 724
Datenübertragung in Echtzeit im Fendt Vario 724, ausgestattet mit Fendt One Fahrerarbeitsplatz.

Fendt Vario 724 und Koralin-Grubber von Lemken im Einsatz

(01.09.2020) Die neueste Technik auf der AGRAVIS Future Farm: Die AGRAVIS Technik Heide-Altmark GmbH brachte jetzt einen Fendt Vario 724 und einen Lemken Koralin-Grubber auf den Betrieb nach Suderburg. Dabei passt der Fendt mit seinem neuen Fendt One Fahrerarbeitsplatz perfekt ins Konzept der vernetzten Farm: „Er ist ein neuer Maßstab in der Datenzusammenarbeit zwischen Büro und Feld“, freut sich Meiko Witte, Projektleiter AGRAVIS Future Farm. Natürlich wurde das Gespann direkt einem Praxistest im Stoppelsturz unterzogen. Betriebsleiter Dr. Lutz Beplate-Haarstrich und Meiko Witte von der AGRAVIS schauten bei den ersten Runden genau hin.

Eine Werksmaschine des Fendt One, die im Handel zu diesem Zeitpunkt noch nicht verfügbar war, konnten die Beteiligten auf der Future Farm testen und einen ersten Blick auf mögliche Module werfen. Die Übertragung der Daten soll kabellos erfolgen, die Maschine ist immer mit dem PC oder Tablet verbunden. Der Landwirt kann im Büro oder von unterwegs Aufträge anlegen und an das Terminal im Traktor senden – alles in Echtzeit. Praktisch für die tägliche Arbeit: Die Bedienoptik soll auf dem Laptop und in der Fahrerkabine identisch sein.

Der Hybrid-Grubber Koralin von Lemken zeichnet sich durch eine flache Bodenbearbeitung und die Kombination von Scheiben und Zinken aus und kann eine mögliche Antwort auf den Wegfall einzelner Pflanzenschutzmittel sein. Denn mit ihm ist eine schneidende flache Bearbeitung zum Stoppelsturz und zu den folgenden Arbeitsgängen in der Bekämpfung von Auflaufgetreide und Beikräutern möglich. Dank der neuartigen Werkzeugkombination aus Scheiben und einem Zinkenfeld mit Gänsefußscharen bekämpft der Grubber das Unkraut zuverlässig auch in hohen Beständen oder bei nicht abgefahrenem Stroh.

Beide Maschinen werden nun auf der AGRAVIS Future Farm versuchsweise eingesetzt und die Arbeitsweise und die Erfahrungen dokumentiert und ausgewertet. Dabei stehen, wie bei allen Versuchen und Arbeiten auf der Future Farm, die Praxistauglichkeit und die Vernetzung im Vordergrund.


Mechanische Unkrautbekämpfung auf der Future Farm

Unkrauthacken mit Technik von Schmotzer, Einböck und Steketee

Hacken und Striegel als Mittel der mechanischen Unkrautbekämpfung werden auch von konventionellen Landwirten immer stärker nachgefragt. Mit der Zunahme gesetzlicher Auflagen im Pflanzenschutz stellt die Kombination von Pflanzenschutz und Hacktechnik für eine steigende Zahl von Landwirten eine wirksame und praktikable Alternative dar.

Auf einer Fläche in Niedersachsen schauten sich AGRAVIS-Mitarbeiter verschiedene Maschinengespanne mit mechanischen Unkrauthacken von Schmotzer, Einböck und Steketee an – allesamt Hersteller, die die AGRAVIS Technik auch vertreibt. „Die Hacke kann in der konventionellen Landwirtschaft je nach Kultur eine gute Ergänzung zur Feldspritze sein. Insbesondere eine Bandspritzung, in Verbindung mit dem separaten Einsatz von Hacktechnik, scheint ein vielversprechender Ansatz zu sein“, erklärt Sebastian Henrichmann von der AGRAVIS Technik Holding GmbH.

„Wir haben uns aber nicht nur mit der Technik beschäftigt, sondern auch pflanzenbauliche Aspekte mit einbezogen“, erklärt Jan Lossie von der AGRAVIS Technik Heide-Altmark GmbH. Wie weit ist das Unkraut tatsächlich abgeschnitten oder zumindest stark beschädigt worden? Gab es Schäden am Mais? „Diese Ergebnisse sind für die Landwirte in der Praxis ganz wichtig“, weiß Lossie.

Aus diesem Grund wird die AGRAVIS auf der AGRAVIS Future Farm in Suderburg den Einsatz von Hacken testen, Versuche fahren und die Ergebnisse dokumentieren. Hacktechnik ist zum Beispiel durch Kamerasteuerung bereits hochgradig digitalisiert. Ein Thema, das die AGRAVIS auf ihrer Future Farm weiterverfolgen und die digitalen Möglichkeiten auf ihre Praxistauglichkeit untersuchen wird.

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