Wildacker und Blühstreifen

Lernen Sie unsere leistungsfähigen Mischungen kennen

In Zeiten, in denen die Kulturlandschaft zunehmend artenärmer wird, sind Wildäcker eine wertvolle Maßnahme, dem Wild ganzjährig ein attraktives Nahrungsangebot zu bieten. Unsere Wildacker- und Blühstreifen-Mischungen bestehen aus leistungsfähigen Sortenzusammensetzungen für unterschiedliche Aussaattermine und Nutzungsrichtungen.

Wildacker

Wildackerflächen können ein- oder mehrjährig sein, das Anlegen eines Wildackers sollte möglichst im Wechsel mit konventionellen Ackerbaukulturen erfolgen und in der Gemarkung großräumig verteilt sein. Besonders wichtig ist es, dauerhafte Rückzugsflächen anzulegen, die als Brut- und Vermehrungsflächen mehrjährig bestehen. Nur hier finden wildlebende Tiere ausreichend Ruhe und Schutzmöglichkeiten zur Aufzucht und Hege der Jungtiere.

Bis Anfang August eingesät, bieten sich die Wildackermischungen auch hervorragend als Winterzwischenfrucht an.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG hat in Zusammenarbeit mit der Landesjägerschaft Niedersachsen verschiedene Saatmischungen zusammengestellt und in der Praxis erprobt.

Wildackermischungen

  • einjährige Blühmischung mit Eignung für Rapsfruchtfolgen
  • empfohlen von der Landesjägerschaft Niedersachsen e. V.

  • 45 % Kulturhafer
  • 30 % Buchweizen escul.
  • 10 % Sonnenblumen
  • 4 % Malve
  • 3 % Borretsch
  • 3 % Alexandrinerklee
  • 3 % Ringelblumen
  • 2 % Phacelia

Saatstärke: 10-15 kg/ha

Aussaattermin: Mitte Mai bis August

Die Zusammensetzung der Mischung erfüllt sowohl die Vorgaben zur Förderung im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen BS 1 (BS 11 / BS 12) der Länder Niedersachsen und Bremen, als auch die Anforderungen an eine ökologische Vorrangfläche im Rahmen der Agrarförderung.

mehrjährige Mischung für „Rückzugs- und Saumflächen“ zur Förderung der Artenvielfalt in der Kulturlandschaft.

  • 15 % Buchweizen escul.
  • 10 % Kulturhafer
  • 8 % Malve
  • 8 % Phacelia
  • 7 % Sonnenblumen
  • 7 % Rotklee
  • 6 % Steinklee gelbblühend
  • 6 % Steinklee weißblühend
  • 4 % Borretsch
  • 4 % Esparsette
  • 4 % Winterfutterraps
  • 4 % Luzerne
  • 3,5 % Winterrübsen
  • 3 % Leindotter
  • 3 % Markstammkohl
  • 3 % Ringelblumen
  • 2 % Dauerlupinen
  • 1,5 % Stoppelrüben
  • 0,5 % Margerite
  • 0,5 % Färberkamille

Saatstärke: 15 kg/ha

Aussaattermin: ab Mitte Mai

  • vielfältige einjährige Mischung mit breiter Standorteigung
  • bevorzugte Nutzung zur Begrünung für Brache und Pufferstreifen
  • gute Eignung auch als Zwischenfrucht bei frühem Saattermin bis spätestens 20. Juli

  • 20 % Buchweizen escul.
  • 12 % Alexandrinerklee
  • 10 % Serradella
  • 10 % Bockshornklee
  • 10 % Sonnenblumen
  • 10 % Phacelia
  • 6 % Malve
  • 4 % Lein
  • 3 % Senf
  • 3 % Borretsch
  • 3 % Futterraps
  • 3 % Ölrettich
  • 3 % Ringelblumen
  • 2 % Markstammkohl
  • 1 % Winterrübsen

Saatstärke: Frühjahr 10-15 kg/ha, Spätsommer 15-25 kg/ha

Aussaattermin: Mitte Mai bis August (BS 1 bis 15.04.)

Die Zusammensetzung der Mischung erfüllt sowohl die Vorgaben zur Förderung im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen BS 1 (BS 11 / BS 12) der Länder Niedersachsen und Bremen, als auch die Anforderungen an eine ökologische Vorrangfläche im Rahmen der Agrarförderung.

PremiumSaat Wildacker

Mehrjährige Äsung und Deckung für alle Lagen und Wildarten. Bestandeszusammensetzung ändert sich im Laufe der Jahre je nach Verbiss und Standort.

  • 25 % Waldstaudenroggen
  • 25 % Buchweizen escul.
  • 10 % Winterraps
  • 7 % Süßlupinen
  • 5 % Ölrettich
  • 5 % Winterrübsen
  • 5 % Serradella
  • 5 % Schwedenklee
  • 5 % Perserklee
  • 5 % Inkarnatklee
  • 2,5 % Bokharaklee
  • 0,5 % Herbstrüben

Saatstärke: 40 kg/ha

Aussaattermin: Ende April bis September (Spätfröste in Frühjahr abwarten)

Einjährige, kostengünstige Einsaatmischung für die Sommeräsung aller Wildarten. Diese Mischung wird von verschiedenen Kreisjägerschaften empfohlen.

  • 17 % Buchweizen escul.
  • 17 % Erbsen
  • 16 % Lupinen, bitterstoffarm
  • 12 % Sonnenblumen
  • 10 % Kulturhafer
  • 5,8 % Stoppelrüben
  • 5,8 % Inkarnatklee
  • 4 % Öllein
  • 3,5 % Wechselweizen
  • 2,9 % Sommerwicken
  • 2,8 % Kulturmalve
  • 1,7 % Gelbsenf
  • 1,5 % Ölrettich

Saatstärke: 20 kg/ha

Aussaattermin: Ende April bis Juni

Mehrjährige, robuste massenwüchsige Einsaatmischung für alle Lagen. Die Äsungsfläche aus Gräsern und Klee wird vor allem von Rehwild und Hasen genutzt.

  • 20 % Deutsches Weidelgras
  • 17,5 % Weißklee
  • 15 % Wiesenschwingel
  • 10 % Welsches Weidelgras
  • 10 % Wiesenlieschgras
  • 10 % Wiesenrispe
  • 10 % Perserklee
  • 7,5 % Rotklee

Saatstärke: 40 kg/ha

Aussaattermin: April bis Mitte September

Ist für alle Standorte geeignet und mindestens 2-jährig nutzbar. Diese Mischung entspricht der Ackerschonstreifenrahmenmischung (ASR).

  • 45 % Waldstaudenroggen
  • 25 % Buchweizen escul.
  • 4,29 % Gelbsenf
  • 4,29 % Winterfutterraps 00
  • 4,29 % Ölrettich
  • 2,86 % Winterrübsen
  • 2,86 % Furchenkohl westf.
  • 2,85 % Phacelia
  • 2,85 % Rotklee
  • 2,85 % Weißklee
  • 1,43 % Knaulgras
  • 1,43 % Wiesenlieschgras

Saatstärke: 35 kg/ha

Aussaattermin: Ende April bis Juni

Blühstreifen

Blühstreifen bilden mit ihrer artenreichen Vegetation einen wertvollen Lebensraum für Bienen, Insekten und wildlebende Tiere und erhöhen die Attraktivität der Landwirtschaft. Aufgrund dessen wird die Anlage von Blühstreifen bzw. Blühflächen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf Länderebene gefördert. Für die Teilnahme an diesen sogenannten Agrarumweltmaßnahmen müssen exakte Voraussetzungen sowohl hinsichtlich Saattermin, Nutzungsdauer, Pflanzenschutz und Düngung als auch an die Zusammensetzung der jeweiligen Aussaatmischung eingehalten werden.

Die AGRAVIS bietet verschiedene förderfähige Mischungen für die Anlage von Blüh- und Schonstreifen in NRW und von einjährigen Blühstreifen (BS 11/12) in Niedersachsen und Bremen an.

Über die genauen Anforderungen der Agrarumweltmaßnahmen der Länder stellen die jeweiligen Behörden Informationen bereit. Eine Haftung für die Gewährung der Förderprämien kann die AGRAVIS nicht übernehmen.

Einjährige Mischung mit besonderem Wert für nektarsammelnde Insekten,
hohe Attraktivität für die Bienen, differenzierte Blühzeiten bieten über einen langen Zeitraum Nahrung, auch als Zwischenfrucht geeignet.

  • 30 % Alexandrinerklee
  • 20 % Sonnenblumen
  • 15 % Phacelia
  • 15 % Perserklee
  • 15 % Buchweizen escul.
  • 5 % Ölrettich

Saatstärke: Frühjahr 10-15 kg/ha, Spätsommer 20-25 kg/ha

Aussaattermin: Mai bis Mitte August (BS 11/12 bis 15.04.)

Die Zusammensetzung der Mischung erfüllt sowohl die Vorgaben zur Förderung im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen BS 1 (BS 11 / BS 12) der Länder Niedersachsen und Bremen, als auch die Anforderungen an eine ökologische Vorrangfläche im Rahmen der Agrarförderung. Zusätzliche Fördermöglichkeit zur BS 1 durch Imkerbeteiligung.

Besonders artenreiche einjährige Blühmischung mit hohem Wert für nektarsammelnde Insekten und besonders Honigbienen.

  • 23 % Alexandrinerklee
  • 20 % Sonnenblumen
  • 13 % Buchweizen escul.
  • 13 % Perserklee
  • 10 % Phacelia
  • 8 % Serradella
  • 3 % Koriander
  • 3 % Malve
  • 3 % Ölrettich
  • 2 % Dill
  • 2 % Ringelblume

Saatstärke: 10-15 kg/ha

Aussaattermin: Mai bis Juli (für Honigbrache, als ÖVF bis 31.05; für BS 11/12 bis 15.04.)

Auch als Honigbrache mehrjährig erhältlich. Sprechen Sie uns an!

Die Zusammensetzung der Mischung erfüllt sowohl die Vorgaben zur Förderung im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen BS 1 (BS 11 / BS 12) der Länder Niedersachsen und Bremen, als auch die Anforderungen an eine ökologische Vorrangfläche im Rahmen der Agrarförderung. Zusätzliche Fördermöglichkeit zur BS 1 durch Imkerbeteiligung.

Blühstreifen für die Agrarumweltmaßnahme Blüh- und Schonstreifen in NRW

  • 30 % Buchweizen escul.
  • 15 % Rotschwingel
  • 10 % Esparsette
  • 10 % Rotklee
  • 5 % Knaulgras
  • 5 % Gelbsenf
  • 5 % Öllein
  • 5 % Winterraps
  • 5 % Winterrübsen
  • 5 % Inkarnatklee
  • 4 % Ölrettich
  • 1 % Borretsch

Saatstärke: 25-30 kg/ha

Aussaattermin: bis 15 Mai

Blühstreifenmischung für die Agrarumweltmaßnahme Blüh- und Schonstreifen in NRW

  • 30 % Buchweizen escul.
  • 15 % Rotschwingel
  • 10 % Esparsette
  • 9 % Öllein
  • 5 % Knaulgras
  • 5 % Phacelia
  • 5 % Sonnenblumen
  • 5 % Ramtillkraut
  • 5 % Alexandrinerklee
  • 5 % Inkarnatklee
  • 5 % Rotklee
  • 1 % Borretsch

Saatstärke: 25-30 kg/ha

Aussaattermin: bis 15 Mai

Expertentipp

"Bis Anfang August eingesät, bieten sich die einjährigen Wildacker- und Blühpflanzenmischungen mit erhöhter Aussaatstärke auch hervorragend als Winterzwischenfrucht an."

Thomas Husemann, Pflanzenbau-Vertriebsberatung

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