Wildacker und Blühstreifen

Lernen Sie unsere leistungsfähigen Mischungen kennen

In Zeiten, in denen die Kulturlandschaft zunehmend artenärmer wird, sind Wildäcker eine wertvolle Maßnahme, mit dem Sie Wild ganzjährig ein attraktives Nahrungsangebot bieten können. Unsere Wildacker- und Blühstreifen-Mischungen bestehen aus leistungsfähigen Sortenzusammensetzungen für unterschiedliche Aussaattermine und Nutzungsrichtungen.

Wildacker

Wildackerflächen können ein- oder mehrjährig sein. Achten Sie darauf, einen Wildacker möglichst im Wechsel mit konventionellen Ackerbaukulturen anzulegen und in der Gemarkung großräumig zu verteilen. Besonders wichtig ist es, dass Landwirt:innen dauerhafte Rückzugsflächen anlegen, die als Brut- und Vermehrungsflächen mehrjährig bestehen. Nur hier finden wildlebende Tiere ausreichend Ruhe und Schutzmöglichkeiten zur Aufzucht und Hege der Jungtiere.

Bis Anfang August eingesät, bieten sich die Wildackermischungen auch hervorragend als Winterzwischenfrucht an.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG hat in Zusammenarbeit mit der Landesjägerschaft Niedersachsen und dem Landesverband Hannoverscher Imker e. V. verschiedene Saatmischungen zusammengestellt und für Sie in der Praxis erprobt.

LJ Wildacker- und Blühpflanzenmischungen

Die LJ Spätsaat ist eine winterharte Mischung mit Eignung für 4 % Stilllegung. Sie blüht im Mai und Juni und bietet gute Deckung für viele Wildarten.

  • 93 % Grünroggen
  • 3,5 % Winterrübse
  • 3,5 % Winterfutterraps

Saatstärke: 50 kg/ha (ab. Sept.) 80 kg/ha (Nov.)

Aussaattermin: August bis Anfang November

Aussaattechnik: Drillsaat

Fruchtfolge: Getreide, Mais, Körnerleguminosen

LJ Rüsa ist eine mehrjährige, vielfältige Brache-Mischung mit breiter Standorteignung für alle Wildarten. Sehr gut geeignet als Rückzugs- und Äsungsfläche für wildlebende Tiere und Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Die LJ Rüsa ist geeignet für die Agrar-Umweltmaßnahme "Buntbrache" in NRW.

  • 10 % Rotklee
  • 10 % Luzerne
  • 9 % Esparsette
  • 5 % Buchweizen escul.
  • 5 % Sonnenblumen
  • 5 % Inkarnatklee
  • 5 % Weißklee
  • 5 % Zottelwicke
  • 5 % Hafer
  • 5 % Waldstaudenroggen
  • 5 % Öllein
  • 5 % Phacelia
  • 4 % Winterfutterraps
  • 3 % Lupine
  • 3 % Hornklee
  • 2,5 % Alexandrinerklee
  • 2,5 % Perserklee
  • 2 % Senf
  • 2 % Ölrettich
  • 2 % Winterrübsen
  • 2 % Schwedenklee
  • 1,5 % Wiesenschwingel
  • 1,5 % Wiesenlieschgras

Saatstärke: 25 kg/ha

Aussaattermin: Mai bis August (Aussaat NRW AUM Buntbrache bis 15. Mai)

Aussaattechnik: Drillsaat

Fruchtfolge: Getreide, Mais

Die LJ Gewässerrand ist für den Einsatz gräserbetonten Gewässerrandstreifen im Rahmen der Pflanzenschutzanwendungsverordnung under Anlage von Pufferstreifen.
Durch den Leguminosenanteil in der LJ Gewässerrand steigt die Stickstoffversorgung für die Wachstumsförderung. Sie ist attraktiv als Brache-Begrünung ohne Weidelgräser, jedoch nicht förderfähig für Eco-Schemes.

  • 80 % Rotschwingel
  • 10 % Weißklee
  • 5 % Rotklee
  • 5 % Inkarnatklee

Saatstärke: 25 kg/ha

Aussaattermin: März bis August

Aussaattechnik: Drillsaat

Fruchtfolge: Getreide, Mais, Raps, Kartoffeln, Körnerleguminosen

Die LJ Bee-Multi (NRW) und die LJ Honigbrache ST (Nds. und zusätzlich Sachsen-Anhalt) sind einjährige Mischungen mit besonderem Wert für nektarsammelnde Insekten. Sie bieten eine hohe Attraktivität für Bienen. Durch differenzierte Blühzeiten bieten diese Mischungen den Bienen über einen langen Zeitraum Nahrung. Sie sind eine attraktive Blühmischung für die einjährige Brache-Begrünung im Rahmen der Eco-Scheme 1 b).

LJ Bee-Multi (NRW)

  • 25 % Sonnenblumen
  • 25 % Buchweizen escul.
  • 18 % Phacelia
  • 9 % Ölrettich
  • 5 % Esparsette
  • 5 % Rotklee
  • 3,8 % Öllein
  • 3 % Borretsch
  • 2 % Dill
  • 2 % Ringelblumen
  • 2 % Kresse
  • 0,2 % Saat-Mohn

Saatstärke: 20 kg/ha
Aussaattermin: Mais bis Mitte August (Aussaat bis 15. Mai bei Eco-Scheme 1 b))
Aussaattechnik: Drillsaat
Fruchtfolge: Getreide, Mais, Körnerleguminosen, (Raps)

LJ Honigbrache ST (1b) (Niedersachsen und zusätzlich Sachsen-Anhalt)

  • 25 % Alexandrinerklee
  • 20 % Sonnenblumen
  • 18 % Buchweizen escul.
  • 10 % Phacelia
  • 10 % Sommerwicken
  • 5 % Perserklee
  • 3 % Ölrettich
  • 3 % Koriander
  • 2 % Ringelblumen
  • 2 % Borretsch
  • 2 % Dill

Saatstärke: Frühjahr 10-15 kg/ha, Spätsommer 20 kg/ja
Aussaattermin: Mai bis Juli (Aussaat bis 15. Mai bei Eco-Scheme 1 b))
Aussaattechnik: Drillsaat
Fruchtfolge: Getreide, Mais, Körnerleguminosen, (Raps)

Unsere LJ Immergrün (NRW) und LJ Wildbrache (Nds) sind überjährige bis mehrjährige, vielfältig, blühende Mischungen mit breiter Standorteignung für alle Wildarten. Sie sind gut geeignet als Rückzugs- und Äsungsfläche für wildlebende Tiere und Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Diese Mischungen sind eine attraktive Blühmischung für die überjährige Brache-Begrünung im Rahmen der Eco-Scheme 1 b). Eine Herbstaussaat mindert den Unkrautdruck. Sie blüht im Herbst und im zeitigen Frühjahr.

LJ Immergrün (NRW)

  • 20 % Buchweizen escul.
  • 17 % Phacelia
  • 12 % Sonnenblumen
  • 11,5 % Rotklee
  • 11 % Esparsette
  • 10 % Weißklee
  • 5 % Malve
  • 5 % Luzerne
  • 4 % Borretsch
  • 3 % Ringelblumen
  • 0,8 % Färberkamille
  • 0,7 % Margerite

Saatstärke: 20 kg/ha
Aussaattermin: Mai bis August (Aussaat bis 15. Mai bei Eco-Scheme 1 b))
Aussaattechnik: Drillsaat
Fruchtfolge: Getreide, Mais, Körnerleguminosen, (Raps)

LJ Wildbrache (1b) (Niedersachsen)

  • 17 % Rotklee
  • 16 % Sommerwicken
  • 10 % Winterfutterraps
  • 10 % Phacelia
  • 10 % Gelbsenf
  • 10 % Alexandrinerklee
  • 7 % Perserklee
  • 6 % Öllein
  • 5 % Steinklee gelbblühend
  • 4 % Steinklee weißblühend
  • 3 % Fenchel
  • 2 % Winterrübsen

Saatstärke: 20 kg/ha
Aussaattermin: Mai bis August (Aussaat bis 15. Mai bei Eco-Scheme 1 b))
Aussaattechnik: Drillsaat
Fruchtfolge: Getreide, Mais, Körnerleguminosen, (Raps)

Stephan gibt Tipps zu den Wildacker-Mischungen



PremiumSaat Wildacker- und Blühpflanzenmischung

Mehrjährige Äsung und Deckung für alle Lagen und Wildarten. Bestandeszusammensetzung ändert sich im Laufe der Jahre je nach Verbiss und Standort. Die Aussaat ist ab Ende April möglich, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind.

  • 25 % Waldstaudenroggen
  • 25 % Buchweizen escul.
  • 10 % Winterraps
  • 7 % Süßlupinen
  • 5 % Ölrettich
  • 5 % Winterrübsen
  • 5 % Serradella
  • 5 % Schwedenklee
  • 5 % Perserklee
  • 5 % Inkarnatklee
  • 2,5 % Bokharaklee
  • 0,5 % Herbstrüben

Saatstärke: 40 kg/ha
Aussaattermin: Ende April bis Ende August
Aussaattechnik: Drillsaat
Fruchtfolge: Getreide, Mais, Körnerleguminosen

Einjährige Mischung mit besonderem Wert für nektarsammelnde Insekten,
hohe Attraktivität für die Bienen, differenzierte Blühzeiten bieten über einen langen Zeitraum Nahrung, auch als Zwischenfrucht geeignet (Aussaatstärke auf 20-30 kg/ha erhöhen)

  • 30 % Alexandrinerklee
  • 20 % Sonnenblumen
  • 15 % Phacelia
  • 15 % Perserklee
  • 15 % Buchweizen escul.
  • 5 % Ölrettich

Saatstärke: 10-25 kg/ha
Aussaattermin: Mai bis August
Aussaattechnik: Drillsaat
Fruchtfolge: Getreide, Mais, Körnerleguminosen

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