Wildäcker und Blühstreifen

Lernen Sie unsere leistungsfähigen Mischungen kennen

In Zeiten, in denen die Kulturlandschaft zunehmend artenärmer wird, sind Wildäcker eine wertvolle Maßnahme, dem Wild ganzjährig ein attraktives Nahrungsangebot zu bieten. Unsere Wildacker- und Blühstreifen-Mischungen bestehen aus leistungsfähigen Sortenzusammensetzungen für unterschiedliche Aussaattermine und Nutzungsrichtungen.

Wildacker

Wildackerflächen können ein- oder mehrjährig sein, das Anlegen eines Wildackers sollte möglichst im Wechsel mit konventionellen Ackerbaukulturen erfolgen und in der Gemarkung großräumig verteilt sein. Besonders wichtig ist es, dauerhafte Rückzugsflächen anzulegen, die als Brut- und Vermehrungsflächen mehrjährig bestehen. Nur hier finden wildlebende Tiere ausreichend Ruhe und Schutzmöglichkeiten zur Aufzucht und Hege der Jungtiere.

Bis Anfang August eingesät, bieten sich die Wildackermischungen auch hervorragend als Winterzwischenfrucht an.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG hat in Zusammenarbeit mit der Landesjägerschaft Niedersachsen verschiedene Saatmischungen zusammengestellt und in der Praxis erprobt.

Wildackermischungen

Überjährige Mischung mit besonderer Eignung für Sandstandorte.

  • 25 % Buchweizen
  • 25 % Senf
  • 15 % Futterraps
  • 15 % Sonnenblumen
  • 10 % Markstammkohl
  • 5 % Winterrübsen
  • 3 % Herbstrüben
  • 2 % Ölrettich

Saatstärke: Frühjahr 10-15 kg/ha, Spätsommer 15-25 kg/ha

Aussaattermin: ab Mitte Mai

Die Zusammensetzung der Mischung erfüllt sowohl die Vorgaben zur Förderung im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen BS 1 (BS 11 / BS 12) der Länder Niedersachsen und Bremen, als auch die Anforderungen an eine ökologische Vorrangfläche im Rahmen der Agrarförderung.

Einjährige Mischung mit besonderer Eignung für alle Blühstreifen und Rapsfruchtfolgen.

  • 45 % Hafer
  • 30 % Buchweizen
  • 10 % Sonnenblumen
  • 4 % Malve
  • 3 % Borretsch
  • 3 % Alexandrinerklee
  • 3 % Ringelblumen
  • 2 % Phacelia

Saatstärke: 10-15 kg/ha

Aussaattermin: ab Mitte Mai

Die Zusammensetzung der Mischung erfüllt sowohl die Vorgaben zur Förderung im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen BS 1 (BS 11 / BS 12) der Länder Niedersachsen und Bremen, als auch die Anforderungen an eine ökologische Vorrangfläche im Rahmen der Agrarförderung.

Mischung für „Rückzugs- und Saumflächen“ für wildlebende Tiere und Artenvielfalt in der Agrarlandschaft.

  • 20 % Buchweizen
  • 20 % Hafer
  • 8 % Phacelia
  • 7 % Sonnenblume
  • 6 % Malve
  • 5 % Waldstaudenroggen
  • 5 % Steinklee gelbblühend
  • 4,5 % Steinklee weißblühend
  • 4 % Borretsch
  • 3 % Markstammkohl
  • 3 % Ramtillkraut
  • 3 % Ringelblumen
  • 3 % Rotklee
  • 2 % Winterfutterraps
  • 2 % Winterrübsen
  • 1,5 % Rohrglanzgras
  • 1,5 % Knaulgras
  • 1 % Herbstrüben
  • 0,5 % Margerite

Saatstärke: 15 kg/ha

Aussaattermin: ab Mitte Mai

Vielfältige einjährige Mischung mit breiter Standorteigung. Bevorzugte Nutzung zur Begrünung für Brache und Pufferstreifen.

  • 20 % Buchweizen
  • 12 % Alexandrinerklee
  • 10 % Serradella
  • 10 % Bockshornklee
  • 10 % Sonnenblumen
  • 10 % Phacelia
  • 6 % Malve
  • 4 % Lein
  • 3 % Senf
  • 3 % Borretsch
  • 3 % Futterraps
  • 3 % Ölrettich
  • 3 % Ringelblumen
  • 2 % Markstammkohl
  • 1 % Winterrübsen

Saatstärke: Frühjahr 10-15 kg/ha, Spätsommer 15-25 kg/ha

Aussaattermin: ab Mitte Mai

Die Zusammensetzung der Mischung erfüllt sowohl die Vorgaben zur Förderung im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen BS 1 (BS 11 / BS 12) der Länder Niedersachsen und Bremen, als auch die Anforderungen an eine ökologische Vorrangfläche im Rahmen der Agrarförderung.

einjährige und nicht winterharte Mischung, lange Nutzungsperiode

  • 70 % Serradella
  • 30 % Perserklee

Saatstärke: 8 kg/ha

Aussaattermin: Mai bis August

PremiumSaat Wildacker

Mehrjährige Äsung und Deckung für alle Lagen und Wildarten. Bestandeszusammensetzung ändert sich im Laufe der Jahre je nach Verbiss und Standort.

  • 25 % Waldstaudenroggen
  • 25 % Buchweizen
  • 10 % Winterraps
  • 5 % Ölrettich
  • 5 % Winterrübsen
  • 7 % Süßlupinen
  • 5 % Serradella
  • 5 % Schwedenklee
  • 5 % Perserklee
  • 5 % Inkarnatklee
  • 2,5 % Bokharaklee
  • 0,5 % Herbstrüben

Saatstärke: 40 kg/ha

Aussaattermin: Ende April bis September (Spätfröste in Frühjahr abwarten)

Einjährige, kostengünstige Einsaatmischung für die Sommeräsung aller Wildarten. Diese Mischung wird von verschiedenen Kreisjägerschaften empfohlen.

  • 17 % Buchweizen
  • 17 % Erbsen
  • 16 % Lupinen, bitterstoffarm
  • 12 % Sonnenblumen
  • 10 % Hafer
  • 5,8 % Herbstrüben
  • 5,8 % Inkarnatklee
  • 4 % Öllein
  • 3,5 % Wechselweizen
  • 2,9 % Sommerwicken
  • 2,8 % Kulturmalve
  • 1,7 % Gelbsenf
  • 1,5 % Ölrettich

Saatstärke: 20 kg/ha

Aussaattermin: Ende April bis Juni

mehrjährige, robuste massenwüchsige Einsaatmischung für alle Lagen, Äsungsfläche aus Gräsern und Klee wir vor allem von Rehwild und Hasen genutzt

  • 20 % Deutsches Weidelgras
  • 17,5 % Weißklee
  • 15 % Wiesenschwingel
  • 10 % Welsches Weidelgras
  • 10 % Wiesenlieschgras
  • 10 % Wiesenrispe
  • 10 % Perserklee
  • 7,5 % Rotklee

Saatstärke: 40 kg/ha

Aussaattermin: April bis Mitte September

für alle Standorte, mindestens 2-jährig nutzbar, entspricht der Ackerschonstreifenrahmenmischung (ASR)

  • 45 % Waldstaudenroggen
  • 25 % Buchweizen
  • 4,29 % Gelbsenf
  • 4,29 % Winterfutterraps 00
  • 4,29 % Ölrettich
  • 2,86 % Rübsen
  • 2,86 % Furchenkohl westf.
  • 2,85 % Phacelia
  • 2,85 % Rotklee
  • 2,85 % Weißklee
  • 1,43 % Knaulgras
  • 1,43 % Wiesenlieschgras

Saatstärke: 35 kg/ha

Aussaattermin: Ende April bis Juni

Blühstreifen

Blühstreifen bilden mit ihrer artenreichen Vegetation einen wertvollen Lebensraum für Bienen, Insekten und wildlebende Tiere und erhöhen die Attraktivität der Landwirtschaft. Aufgrund dessen wird die Anlage von Blühstreifen bzw. Blühflächen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf Länderebene gefördert. Für die Teilnahme an diesen sogenannten Agrarumweltmaßnahmen müssen exakte Voraussetzungen sowohl hinsichtlich Saattermin, Nutzungsdauer, Pflanzenschutz und Düngung als auch an die Zusammensetzung der jeweiligen Aussaatmischung eingehalten werden.

Die AGRAVIS bietet verschiedene förderfähige Mischungen für die Anlage von Blüh- und Schonstreifen in NRW und von einjährigen Blühstreifen (BS 11/12) in Niedersachsen und Bremen an.

Über die genauen Anforderungen der Agrarumweltmaßnahmen der Länder stellen die jeweiligen Behörden Informationen bereit. Eine Haftung für die Gewährung der Förderprämien kann die AGRAVIS nicht übernehmen.

Einjährige Mischung mit besonderem Wert für nektarsammelnde Insekten, hohe Attraktivität für die Bienen, differenzierte Blühzeiten bieten über einen langen Zeitraum Nahrung, auch als Zwischenfrucht geeignet.

  • 30 % Alexandrinerklee
  • 20 % Sonnenblumen
  • 15 % Phacelia
  • 15 % Perserklee
  • 15 % Buchweizen escul.
  • 5 % Ölrettich

Saatstärke: Frühjahr 10-15 kg/ha, Spätsommer 20-25 kg/ha

Aussaattermin: Mai bis Mitte August, als BS 11/12 bis 15.04.

Die Zusammensetzung der Mischung erfüllt sowohl die Vorgaben zur Förderung im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen BS 1 (BS 11 / BS 12) der Länder Niedersachsen und Bremen, als auch die Anforderungen an eine ökologische Vorrangfläche im Rahmen der Agrarförderung. Zusätzliche Fördermöglichkeit zur BS 1 durch Imkerbeteiligung.

Blühstreifenmischung für die Agrarumweltmaßnahme Blüh- und Schonstreifen in NRW

  • 30 % Buchweizen
  • 15 % Rotschwingel
  • 10 % Esparsette
  • 10 % Rotklee
  • 5 % Knaulgras
  • 5 % Gelbsenf
  • 5 % Öllein
  • 5 % Winterraps
  • 5 % Winterrübsen
  • 5 % Inkarnatklee
  • 4 % Ölrettich
  • 1 % Borretsch

Saatstärke: 25-30 kg/ha

Aussaattermin: bis 15 Mai

Blühstreifenmischung für die Agrarumweltmaßnahme Blüh- und Schonstreifen in NRW

  • 30 % Buchweizen
  • 15 % Rotschwingel
  • 10 % Esparsette
  • 9 % Öllein
  • 5 % Knaulgras
  • 5 % Phacelia
  • 5 % Sonnenblumen
  • 5 % Ramtillkraut
  • 5 % Alexandrinerklee
  • 5 % Inkarnatklee
  • 5 % Rotklee
  • 1 % Borretsch

Saatstärke: 25-30 kg/ha

Aussaattermin: bis 15 Mai

Expertentipp

"Bis Anfang August eingesät, bieten sich die Wildackermischungen auch hervorragend als Zwischenfrucht an. Sollen Wildacker- und Blühstreifenmischungen zu Zwischenfrucht-/Greeningzwecken eingesetzt werden, sind höhere Saatstärken empfehlenswert."

Eberhard Möller, Pflanzenbau-Vertriebsberatung

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