AGRAVIS-Feldtage

Ausgewählte Termine in 2020

Positive Stimmung, intensiver Austausch, gute fachliche Gespräche: Das ist unter Einhaltung von klaren Sicherheitskonzepten und Hygienemaßnahmen auch in Zeiten von Corona möglich. In diesem Jahr finden ausgewählte Termine zu den Feldtagen statt.

Kartoffelfeldtag 2020 AGRAVIS

Ist die Tropfbewässerung in der Praxis angekommen? Und welche Möglichkeiten bietet das System zur Ausbringung von Flüssigdünger? Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten Landwirte und Berater der Kartoffelwirtschaft am 23. Juli in Elze. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr lud die AGRAVIS Raiffeisen AG gemeinsam mit den beteiligten Partnern Netafim Deutschland, ICL Specialty Fertilizers und Bosch Software Innovations erneut zum Kartoffel-Feldtag 4.0 unter dem Titel „Wasser-Boden-Klima: Marktwareertrag wird steuerbar?!“ ein.

Tropfrohre im Boden

Auf dem großzügig angelegten Versuchsfeld im Norden der Region Hannover bekamen die Teilnehmer detaillierte Einblicke in die neue Form der Kartoffelbewässerung und -düngung über im Boden verlegte Tropfrohre. Nach dem praktischen Start des gemeinsamen Projekts Mitte April 2019, bei dem die AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung mit ihren Partnern neue und klassische Beregnungstechnologien wie die Trommelberegnung überprüft, stand der Austausch zu weiteren Ergebnissen und Erfahrungen im Fokus. „Die Funktionsweise der Tropfbewässerung war vielen Landwirten bereits aus dem vergangenen Jahr vertraut, aber wir durften auch einige neue Gesichter begrüßen, die das System kennenlernen wollten“, freuten sich AGRAVIS-Pflanzenbauberater Arne Klages und Frank Uwihs über das große Interesse des Fachpublikums.

Innovative Fertigation

Neues Themenfeld für alle Besucher war die sogenannte Fertigation, das Ausbringen von Flüssigdünger durch das Bewässerungssystem. „Das Besondere an der Fertigation ist, dass man den Dünger sehr präzise entlang der Vegetation in die Bestände applizieren kann. Durch die sukzessive Nachdosierung des Düngers wird eine sehr gleichmäßige Versorgung sichergestellt. Welche Nährstoffe die Pflanzen genau brauchen, lässt sich im Vorfeld mit Hilfe von Analysen bestimmen“, erläutert Klages.

Rundgang und Proberodungen

Unter Einhaltung der weiterhin geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen durch die Corona-Pandemie ging es in Kleingruppen – eine Teilnahme war nur durch vorherige schriftliche Anmeldung möglich – durch die Versuchsparzellen. Auf ihrem Rundgang machten die jeweiligen Experten Halt an den verschiedenen Stationen. Neben der Bewässerung und Düngung von Kartoffeln spielte auch die Überwachung von Luft- und Bodenfeuchtigkeit sowie der Lufttemperatur mit Hilfe von Sensoren eine zentrale Rolle. Proberodungen zeigten die Knollenentwicklung in den Varianten.

Am Ende der Veranstaltung zog Arne Klages gemeinsam mit allen Beteiligten positive Bilanz: „Die Möglichkeit, sich über Innovationen im Kartoffelanbau zu informieren, wurde vom Fachpublikum sehr gut angenommen. Gleichzeitig bot der Feldtag einen geeigneten Rahmen für gute Gespräche, angeregte Diskussionen und einen intensiven Austausch zur Praxistauglichkeit des Systems auf Basis der gesammelten Erfahrungen und Versuchsergebnisse.“

Feldtag der AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Mit einem klar definierten Corona-Konzept und entsprechenden Hygienemaßnahmen fand der 16. gemeinsame Feldtag der AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen aus Brakel statt. Auf 15.000 Quadratmeter Fläche und in zirka 200 Kleinparzellen wurden am bekannten Standort in Großeneder verschiedene Sorten von Getreide, Raps, Leguminosen, Mais und Blühmischungen vorgestellt. Aussteller aus den Bereichen Landtechnik, Saatgut und Pflanzenschutz konnten aufgrund der Corona-Auflagen und der limitierten Personenzahl erstmals nicht an der Veranstaltung auf dem Versuchsfeld teilnehmen.

Im Einbahnstraßen-System durch die Parzellen

Mehr als 120 interessierte Teilnehmer hatten sich für vier verschiedene Zeitfenster angemeldet. Für die Besucher ging es im Einbahnstraßen-System durch die Parzellen: Am Ein- und Ausgang erfolgte die genaue Erfassung der Besucher, die im Anschluss jeweils ein Lunchpaket erhielten. Die räumlich getrennten Besichtigungen wurden von den Experten der Landwirtschaftskammer Brakel, Ferdi Stamm, sowie der AGRAVIS, Eckhard Seemann und Stefan Bobbert, durchgeführt. Dabei informierten sich die Landwirte zu Neuheiten in der Züchtung wie zum Beispiel Resistenzen gegen das Wasserrübenvergilbungsvirus im Raps oder das Verzwergungsvirus in der Wintergerste, das durch Blattläuse übertragen werden kann. „Diese Resistenzzüchtungen ermöglichen den Landwirten, mit deutlich weniger Pflanzenschutz auszukommen“, hebt AGRAVIS-Pflanzenbauexperte Stefan Bobbert hervor. Alle Getreidesorten konnten in einem Fungizid-Steigerungs-Versuch von einer Null-Behandlung bis zu einer schrittweise erhöhten Intensität besichtigt werden.

Umweltrobuste Sorten im Interesse

Auch umweltrobuste Sorten bzw. Arten – Feldfrüchte, die milde Winter, kühle trockene Frühjahre und extreme Sommer aushalten können – stießen bei den Landwirten auf großes Interesse. „In den Fachgesprächen wurde außerdem häufig der Anbau mit Winterroggen diskutiert, da er auf schwachen Standorten oder unter Dürrebedingungen gut zurechtkommt“, berichtet Stefan Bobbert. Für einen intensiven Austausch zu den aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft standen auch Stefan Berens, Leiter der Landwirtschaftskammer Brakel, und Kreislandwirt Heinrich Gabriel zur Verfügung.

Demoflächen

Erstmals wurden Dinkelkulturen in den Demo-Flächen ausgedrillt, die als zusätzliche Glieder einer erweiterten Fruchtfolge zu sehen sind. Ein eigens angelegter Block mit Parzellen für ökologisch wirtschaftende Betriebe konnte ebenfalls besichtigt werden.

Ende der Veranstaltungsserie in Großeneder

Mit dem Abschluss des Feldtags ging auch die Veranstaltungsserie in Großeneder zu Ende: 16 Jahre lang stellte Landwirt Josef Michels seine Fläche für den Demo-Standort zur Verfügung und führte die Pflegemaßnahmen von der Aussaat bis zur Ernte in enger Absprache mit den Experten der AGRAVIS und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen durch. Mit einem großen Blumenstrauß und einem Präsent sprachen Stefan Bobbert und Ferdi Stamm in der Laudatio ihren Dank für seine Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft aus: „Diese erfolgreiche Zusammenarbeit war die Basis für 16 tolle Feldtage im Kreis Höxter.“

Neuer Standort in Hohenwepel

Ab 2021 wird der traditionelle, gemeinsame Feldtag der AGRAVIS und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen auf einem neuen Standort von Landwirt Ulrich Brechtken in Hohenwepel, direkt neben der Betriebsstätte der AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH in Hohenwepel, durchgeführt.

Eindrücke vom Kartoffel-Feldtag 2020 in Elze

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