AGRAVIS-Feldtage

Der Treffpunkt für die Landwirtschaft

Sortenprüfung, Düngung, Pflanzenschutz - das sind die Themen, die das Fachpublikum bei den Feldtagen der AGRAVIS beschäftigen. Intensiver Austausch und gute fachliche Gespräche machen diese Termine zu einem gern gesehenen Treffpunkt.

Feldtage 2022: relevante Strategien praxisnah erklärt

Die AGRAVIS Raiffeisen AG und Partner laden in diesem Jahr wieder zu regionalen Feldtagen ein. Die gezeigten Flächen sind seit Jahren Bestandteil des Versuchswesens der AGRAVIS, ihrer Tochtergesellschaften und der örtlichen Raiffeisen-Genossenschaften. In systematischen Exaktversuchen werden die regionalen, praxisrelevanten Dünge-, Pflanzenschutz- und Anbaustrategien auf den Prüfstand gestellt.

Rund 80 Besucher:innen zückten ihre Handys und schauten ganz genau hin, als die Feldroboter in Burgdorf Otze ihre Bahnen zogen. Beim Gemüsebau-Feldtag der AGRAVIS Raiffeisen AG in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und mit Unterstützung der Raiffeisen Warengenossenschaft Osthannover, der AGRAVIS Technik Heide-Altmark GmbH und der NewTec Vertriebsgesellschaft für Agrartechnik mbH informierten sie sich über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Feldrobotik. Schwerpunkt des Feldtages war die Unkrautbekämpfung in Sonderkulturen.

Der Hersteller ecoRobotix zeigte den ARA, eine selektiv arbeitende Pflanzenschutzspritze mit Künstlicher Intelligenz, die Unkräuter in Buschbohnen erkennt und bekämpft. Der vollautomatisch arbeitende Feldroboter Farmdroid FD20 demonstrierte sein Leistungsvermögen bei der Aussaat und der anschließenden mechanischen Unkrautbekämpfung. Außerdem stellten die Mitarbeitenden der AGRAVIS Technik Heide-Altmark den IC Weeder der Firma Steketee, eine Gerätekombination zur mechanischen Unkrautbekämpfung in Gemüsekulturen (Grünkohl, Kohlrabi), im Feldeinsatz vor. Daneben waren der Opti Weeder, ein Gerät zur Unkrautregulierung in Dammkulturen wie Kartoffeln, und weitere Technik zur mechanischen Unkrautbekämpfung zu sehen.

Bei den Vorführungen begutachteten die Besuchenden die Maschinen im praktischen Einsatz, die Expert:innen beantworteten die dabei aufkommenden Fragen. Das Resümee der beteiligten Unternehmen, aber auch der Veranstalter war rundum positiv. „Vielleicht sehen wir uns ja im nächsten Jahr wieder und können schauen, wie die Entwicklung in diesem innovativen Bereich voranschreitet“, stellte Erich Klug von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen fest.

Auf dem 4. Kartoffel-Feldtag in Sprockhof/Wedemark haben unsere Experten Landwirt:innen Lösungen und Impulse für die aktuellen Herausforderungen im Pflanzenbau vorgestellt.

20.7.2022: Hochsommerliche Temperaturen am 4. Kartoffel-Feldtag in Sprockhof/Wedemark haben es einmal mehr unterstrichen: die Bewässerung im Pflanzenbau wird immer wichtiger. Eingeschränkte Wasserrechte und die klimatischen Bedingungen verlangen nach innovativen Lösungen. Doch auch die hohen Nährstoff- und Energiepreise bringen die Branche ins Schwitzen. Ein Grund, die neuesten Innovationen unter die Lupe zu nehmen.

Bewässerungssysteme unter der Lupe

Dafür lud die AGRAVIS Raiffeisen AG gemeinsam mit ihren Partnern Netafim Deutschland und dem Düngemittelhersteller ICL auf den diesjährigen Kartoffel-Feldtag ein. Ziel der Experten war es, Landwirt:innen Lösungen und Impulse für die aktuellen Herausforderungen vorzustellen. Im Fokus stand dabei die neue Form der Kartoffelbewässerung und -düngung über im Boden verlegte Tropfrohre im Vergleich zur klassischen Überkopfbewässerung. Insgesamt konnten sich die Besucherinnen und Besucher über Versuche mit drei Stickstoffdüngestufen in beiden Bewässerungssystemen informieren. Auf dem Landwirtschaftsbetrieb Klages gehen die Versuche auch nach dem Feldtag weiter. „Wir wollen unsere Erfahrungen im Praxiseinsatz der Tropfbewässerung und Fertigation, also der Düngung per Bewässerung von Kartoffeln, noch weiter ausbauen“, berichtet Arne Klages (Pflanzenbauberater der AGRAVIS), der mit seinem Landwirtschaftsbetrieb zugleich auch Gastgeber des Feldtages war. Dass das Thema auf zunehmendes Interesse bei den Landwirt:innen stößt, wundert den Experten allerdings nicht. „Die gezeigten Themen und über die Jahre stets weiter entwickelten Ansätze entsprechen zunehmend den aktuellen Herausforderungen, um auch in Zukunft wirtschaftlich produzieren zu können.“

Ein gelungener Austausch

Unterstützung auf dem Feldtag erfuhr Klages durch Oliver Temmen, Christian Schepergerdes und Johannes Moldenhauer (alle AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung) und Gerald Siemers (AGRAVIS NetFarming). Für die Teilnehmenden war der 4. Kartoffel-Feldtag ein gelungener Treffpunkt, der trotz hoher Temperaturen und laufender Getreideernte einen persönlichen und fachlichen Austausch förderte.

Auf dem Podium diskutierten (v.l.) Dr. Dirk Köckler (Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raffeisen AG), Albert Weersmann (Vorstand der Raiffeisenbank Ems-Vechte eG), Martin Möllering (Leiter der Wirtschaftsbetriebe Meppen), Franz-Josef Holzenkamp (Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes), Barbara Otte-Kinast (niedersächsischen Landwirtschaftsministerin), Wilhelm Funke (Geschäftsführer der biovis agrar GmbH) sowie Albert Stegemann (agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion).

Ökologische Landwirtschaft heute und morgen: Gemeinsam mit der Raiffeisen Ems-Vechte und den Wirtschaftsbetrieben Meppen lud die biovis agrar GmbH, eine Konzerngesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG, zum Raiffeisen-Öko-Feldtag in Lathen/Emsland ein. Bei der Veranstaltung konnten sich sowohl Biolandwirt:innen als auch Interessierte, die sich mit dem Gedanken tragen umzuschwenken, über Möglichkeiten und Lösungen pflanzenbaulicher wie auch technischer Art informieren. Dass die ökologische Landwirtschaft an Bedeutung gewinnt, wurde durch den Besuch der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast untermauert. Auf dem Podium diskutierte sie gemeinsam auf dem Gut Rupennest mit Vertretern von Verbänden und den Veranstaltenden über aktuelle und künftige Fragen zum Ökolandbau. Mit auf dem Podium standen Franz-Josef Holzenkamp (Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes), Martin Möllering (Leiter der Wirtschaftsbetriebe Meppen), Albert Weersmann (Vorstand der Raiffeisenbank Ems-Vechte eG), Wilhelm Funke (Geschäftsführer der biovis agrar GmbH), Dr. Dirk Köckler (Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raffeisen AG) sowie Albert Stegemann (agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion) Rede und Antwort.

Viel Handlungsbedarf für Politik

„Wir treten für eine biologische und innovationsorientierte Landwirtschaft an, in der voneinander gelernt werden kann“, betonte Ministerin Otte-Kinast und ergänzte: „Eine gesamte Bio-Kette in Niedersachsen aufzubauen ist unser Ziel. Auch, weil der Bedarf an biologischen Produkten da ist.“ Die Podiumsdiskussion auf dem Öko-Feldtag machte deutlich, dass es seitens der Politik noch viel Handlungsbedarf gibt. Generell sei der Wandel viel zu langsam und die Empfehlungen der Borchert-Kommission müssten endlich umgesetzt werden. Kritisch betrachteten die Anwesenden auch die stagnierende Zahl der Umstellungs-Betriebe und die geringe Nachfrage nach Bioprodukten seitens der Konsument:innen. Aus Sicht der Branche müssen rechtliche Sicherheiten für Landwirt:innen und den Handel geschaffen werden. Schließlich produziere die Landwirtschaft das, was die Kundschaft haben möchte und was die Politik zulasse.

Instrumente für die innovative und nachhaltige Landbewirtschaftung

Dass die Branche froh sei, starke Partner wie die AGRAVIS und Raiffeisen Ems-Vechte zu haben, hob Martin Möllering von den Wirtschaftsbetrieben Meppen hervor. „Die AGRAVIS Raiffeisen AG unterstützt die Landwirt:innen mit ihrer Expertise bei der Umstellung, während die Raiffeisen Ems-Vechte bei ausreichender Perspektive auch als Finanzierer zur Verfügung steht“, erklärt Albert Weersmann von der Raiffeisenbank. „Die AGRAVIS liefert insbesondere im ökologischen Landbau Instrumente für die innovative und nachhaltige Landbewirtschaftung“, ergänzte AGRAVIS-CEO Dr. Dirk Köckler, der die Podiumsdiskussion moderierte.

Feldroboter zeigt sein Können

Beim Feldrundgang ging es dann von der Theorie in die Praxis. Auf den nahegelegenen Versuchsfeldern konnten sich die mehr als 300 Besucher:innen über die neuesten Erkenntnisse aus dem Versuchswesen informieren. „In diversen Versuchen testen die AGRAVIS und biovis agrar GmbH Produkte, die den Genossenschaften zur Verfügung gestellt werden“, erläutert Wilhelm Funke, Geschäftsführer der biovis agrar GmbH. Neben Fruchtfolge-Strategien mit Mais, Leguminosen und Sommerungen zeigte der Farmdroid, ein Feldroboter, sein Leistungsvermögen bei Zuckerrüben, Zwiebeln und im Raps. Am Ende des Tages waren sich alle einig: Der Raiffeisen-Öko-Feldtag in Lathen war ein guter Anfang für die Positionierung und Etablierung des ökologischen Landbaus in Niedersachsen.

v. li. n r.: Birger Ribber (Landwirtschaftskammer NRW, Teamleiter Kreis Höxter, Lippe, Paderborn) Eckhard Seemann (AGRAVIS Pflanzenbauvertriebsberatung), Stefan Bobbert (Vertrieb AGRAVIS Westfalen-Hessen), Ferdi Stamm (Landwirtschaftskammer NRW), Frederik Fischer-Neuhoff (Sachgebietsleitung Pflanze), Stefan Pielsticker (Geschäftsführer AGRAVIS Westfalen-Hessen)

22.6.2022: Ab auf’s Feld hieß es am Mittwoch, 22. Juni, für die AGRAVIS Westfalen-Hessen GmbH mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Warburg-Hohenwepel. Über 200 Besucher:innen tummelten sich zwischen Feldbegehungen, den rund 40 Ausstellern, Infoständen und fachsimpelten mit den Expert:innen u. a. über die 100 unterschiedlichen Sorten wie Weizen, Roggen, Triticale, Dinkel, Gerste, Raps, Mais und Blühflächen.

Neben der Begrüßung durch Geschäftsführer Stefan Pielsticker führte u. a. Eckhard Seemann von der AGRAVIS Pflanzenbauberatung durch das Programm. Die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit Landwirt:innen aus der Region machte den Termin auch in diesem Jahr zu einem beliebten Treffpunkt für das Fachpublikum.

Wandelnde Zeiten, neue Situationen, praxisnahe Lösungen: Die AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberater und die Pflanzenbauberater der AGRAVIS Niedersachsen-Süd GmbH sowie die AGRAVIS NetFarming GmbH, informierten auf dem AGRAVIS-Feldtag in Eldagsen über neue Getreidesorten und zur teilflächenspezifischen Bewirtschaftung. Insgesamt wurden auf einer Fläche von etwa 3 Hektar um die 1.800 Parzellenversuche ausgesät.

Die AGRAVIS-Pflanzenbauexperten Dag Hahne, Eckhard Seemann, Christian Carl, Arne Klages, Jonas Neiseke und Stefan Wichmann führten die Besucher:innen über insgesamt sieben Stationen. Rund 150 Landwirt:innen nahmen zwischen den Versuchsparzellen bewährte und neue Sorten in den Blick, begutachteten das Ergebnis von Anbaustrategien und ließen sich von den AGRAVIS-Experten die Besonderheiten erläutern und neue Trends aufzeigen. Insbesondere Getreidekulturen und Sommerungen wie unter anderem Erbse, Lupine und Sojabohne wurden genauer unter die Lupe genommen. Doch nicht nur auf neue Sorten wurde eingegangen, sondern auch auf Themen rund um Düngung, Wachstumsregler und Pflanzenschutzmittel. Darüber hinaus konnten die Besuchenden auf einer Demoanlage Topsoil Zwischenfruchtmischungen begutachten und eine Demonstration der AGRAVIS NetFarming GmbH zur teilflächenspezifischen Grundbodenprobenahme und Grunddüngung anhand von Karten verfolgen.

Etwas „auf die Ohren“ gab es in Eldagsen auch: An einem eigenen Stand informierte Janna Riering, AGRAVIS Projektmanagerin, über den AGRAVIS-Podcast. Seit gut einem Jahr bietet der Agrar-Podcast Landwirt:innen eine lösungsorientierte und kurzweilige Übersicht zu aktuellen Themen aus der Branche. Dass AGRAVIS einen Podcast ins Leben gerufen hat, lobten viele der zahlreichen Standbesucher:innen. Und alle, die das Format noch nicht kannten, nutzten die Rückfahrt, um sofort einmal reinzuhören. Am Ende des Tages empfanden alle Beteiligten den Feldtag in Eldagsen 2022 als gelungen und informativ.

AGRAVIS Feldtage sind Tradition

Traditionell lädt die AGRAVIS Raiffeisen AG die Landwirt:innen zur Besichtigung der Feldversuche der AGRAVIS, ihrer Konzerngesellschaften und der Raiffeisen-Genossenschaften in den verschiedenen Regionen ein.

Im Fokus stehen betriebsrelevante Themen wie Anbaustrategien und Fruchtfolgegestaltung, aber auch Getreide- und Rapssorten, Mais, Düngung, Pflanzenschutz oder Grünlandmanagement. Eine wichtige Rolle spielt der Leistungsvergleich von neuen und bewährten Getreide- und Rapssorten vor der betrieblichen Sortenwahl im Herbst. Gleichzeitig wird auch ein Blick in den Maisbestand geworfen und die ersten Eindrücke der Sortenvielfalt aufgezeigt.

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