AGRAVIS-Feldtage

Der Treffpunkt für die Landwirtschaft

Sortenprüfung, Düngung, Pflanzenschutz - das sind die Themen, die das Fachpublikum bei den Feldtagen der AGRAVIS beschäftigen. Intensiver Austausch und gute fachliche Gespräche machen diese Termine zu einem gern gesehenen Treffpunkt.

AGRAVIS Feldtage sind Tradition

Traditionell lädt die AGRAVIS Raiffeisen AG die Landwirt:innen zur Besichtigung der Feldversuche der AGRAVIS, ihrer Konzerngesellschaften und der Raiffeisen-Genossenschaften in den verschiedenen Regionen ein.

Im Fokus stehen betriebsrelevante Themen wie Anbaustrategien und Fruchtfolgegestaltung, aber auch Getreide- und Rapssorten, Mais, Düngung, Pflanzenschutz oder Grünlandmanagement. Eine wichtige Rolle spielt der Leistungsvergleich von neuen und bewährten Getreide- und Rapssorten vor der betrieblichen Sortenwahl im Herbst 2021. Gleichzeitig wird auch ein Blick in den Maisbestand geworfen und die ersten Eindrücke der Sortenvielfalt aufgezeigt.

Eindrücke von den Feldtagen 2021

Maisfeld

(10.09.2021) Maissorten, Silierung und Landtechnik: Diese Themen bestimmten den Maisfeldtag der AGRAVIS Westfalen-Hessen GmbH und der beiden Technikgesellschaften Lenne-Lippe und Saltenbrock in Hohenwepel. Bei der bereits zum fünften Mal stattfindenden Veranstaltung informierten zusätzlich Eckhard Seemann von der AGRAVIS-Pflanzenbauvertriebsberatung sowie Dr. Sabine Rahn als AGRAVIS-Expertin für Silierung über aktuelle Themen im Maisanbau.

Neue Sorten und Maschinenvorstellung

Auf dem Versuchsfeld am Standort in Warburg-Hohenwepel nahmen die Besucher:innen gruppenweise an Fachvorträgen zur Sortenpräsentation, Silierung und Landtechnik teil. Dabei haben die Landwirt:innen von den Saatgutzüchtern mehr über die vorgestellten Maissorten zur neuen Saison erfahren. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, eigene Siloproben mitzubringen, die vor Ort von Dr. Sabine Rahn analysiert und bewertet wurden. Außerdem gab die Referentin Tipps zur optimalen Silierung. Die beiden Technikgesellschaften stellten aktuelle Schlepper von Claas, Fendt und Valtra sowie verschiedene Anbaugeräte aus. Abschließend berichtete Eckhard Seemann über aktuelle Themen im Pflanzenbau.

Positive Resonanz

Der fünfte Maisfeldtag in Hohenwepel war geprägt von informativen Fachgesprächen und sehr guter Resonanz. Vertriebsleiter Alexander Stüve ist mit mehr als 70 Landwirt:innen aus Ostwestfalen, Hessen und Niedersachsen äußert zufrieden, da die Wetterlage. Aufgrund der aktuellen Corona-Auflagen fand die Veranstaltung unter Einhaltung der 3G-Regel statt. Die Feldtag-Kooperation zwischen den AGRAVIS- Techniken Lenne-Lippe und Saltenbrock sowie der AGRAVIS Westfalen-Hessen GmbH verläuft bereits seit Jahren erfolgreich. Daher soll der Maisfeldtag in Hohenwepel auch nächstes Jahr wieder stattfinden.

AGRAVIS-Feldtag in Cappeln

(22.07.2021) Wie sehen moderne Möglichkeiten der Stickstoffreduzierung im Gemüsebau aus? Welche Rolle spielt die teilflächenspezifische Düngung dabei? Und wie laufen Nährstoffanalysen mit Drohnen ab? Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten die 65 Besucher:innen des Feldtags zum Thema „Digitales Nährstoffmanagement im Gemüsebau“, der im Rahmen des Projekts RESIDUE stattfand.

Stickstoff- und Grunddüngung im Freilandgemüsebau mit innovativen Techniken

Gemeinsam mit den beteiligten Projektpartnern Agrarpohl, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie der Universität Vechta untersucht die AGRAVIS Raiffeisen AG über einen Zeitraum von drei Jahren verschiedene innovative Techniken, um eine angepasste Stickstoff- und Grunddüngung im Freilandgemüsebau zu erzielen. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob eine teilflächenspezifische Düngung mithilfe bildgebender Sensorik in den Gemüsekulturen umsetzbar ist und wie durch dieses Verfahren der Stickstoffeinsatz reduziert und Nährstoffverluste vermieden werden können. Nun stellte das Projektteam erste Ergebnisse vor.

Nährstoffmanagement, Drohneneinsatz und Managementzonenkarten

Auf dem Feldtag in der Nähe von Vechta konnten die Teilnehmer:innen in einer Brokkoli-Kultur des Gemüsebaubetriebs Mählmann mehr über Nährstoffmanagement, Drohneneinsatz und Managementzonenkarten erfahren. „Außerdem haben wir über die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung zu den einzelnen Flächen mit Hilfe der digitalen Medien aufgeklärt“, berichtet AGRAVIS-Sonderkulturenexperte Frank Uwihs. Neben den digitalen Lösungen erhielten die Besucher:innen auch Informationen über Düngerstreuer mit Teilbreitenabschaltung zum Ausstreuen von vorher erstellten Zonenkarten. „Hier konnten wir auch den Stenon Bodenprobenspaten zeigen, der vor Ort Bodenproben nehmen und auswerten kann“, erklärt Uwihs.

Aufgrund der geltenden Corona-Auflagen wurden die Teilnehmer:innen auf zwei Gruppen aufgeteilt. Unter ihnen waren neben Gemüseanbauer:innen aus verschiedenen Regionen Niedersachsens und den angrenzenden Bundesländern auch einige Berater:innen, die sich über die neuen Techniken informiert haben.

Weitere Informationen zum RESIDUE-Projekt gibt es hier.

AGRAVIS-Feldtag in Eldagsen

(7.7.2021) Endlich wieder raus auf die Versuchsflächen: Der Getreide- und Rapsfeldtag der AGRAVIS Raiffeisen AG und der AGRAVIS Niedersachsen-Süd GmbH in Eldagsen war Treffpunkt von über 200 Landwirt:innen. Gemeinsam mit der AGRAVIS Technik Raiffeisen GmbH, AGRAVIS NetFarming und Partner Odas wurde ein breites Spektrum an Themen abgedeckt.

Pflanzenschutz, Düngung und Sortenauswahl

Die Schwerpunkte lagen im Bereich Pflanzenschutz, Düngung und Sortenauswahl. Das AGRAVIS- Pflanzenbauberaterteam führte unter anderem durch Getreide- und Rapssortenversuche. Neu hinzu gekommen sind in diesem Jahr Dinkelsorten und Produktionstechniken, zu denen sich die Besucher:innen in diesem Jahr ausführlich informieren konnten. „Insgesamt war es ein guter fachlicher Austausch, den wir endlich wieder im direkten Dialog mit unseren Kund:innen auf dem Versuchsfeld führen konnten“, resümiert Dag Hahne, Pflanzenbauberater bei der AGRAVIS Niedersachsen-Süd GmbH, mit Rückblick auf den Tag zufrieden und ergänzt: „Von den Landwirt:innen haben wir durchweg positive Rückmeldungen zu den qualitativ hochwertigen und praxisnahen Vorträgen und Vorführungen erhalten. Lob gab es auch für die gute Organisation und die umfangreichen Informationen.“ Auf besonders großes Interesse bei den Landwirt:innen stieß die neue Nährstoffbeize von Weizen- und Gerstensaatgut für die Schwerpunktsorten der AGRAVIS Niedersachsen-Süd GmbH.

Am Ende des Tages blickten die Veranstalter zufrieden auf den Verlauf der Veranstaltung und freuten sich darüber, dass sie ihre Kund:innen nach der coronabedingten Pause im vergangenen Jahr wieder auf dem AGRAVIS-Versuchsfeld in Eldagsen empfangen konnten.

AGRAVIS Feldtag in Hohenwepel
Hinten im Bild v. li. n. re.: Eckhard Seemann (AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung), Ulrich Brechtken (Landwirt), Heinrich Gabriel (Kreislandwirt), Stefan Pielsticker (Geschäftsführer AGRAVIS Westfalen-Hessen GmbH), Ulrich Floren (Geschäftsführer AGRAVIS Westfalen-Hessen GmbH), Stefan Berens (Leiter Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Brakel), Martin Irgang (stellv. Leiter Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Brakel) Vorne im Bild v. li. n. re.: Ferdi Stamm (Berater Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen) und Stefan Bobbert (AGRAVIS Westfalen-Hessen GmbH)

(30.6.2021) Sorten, Düngung, Pflanzenschutz: Auf dem gemeinsamen Feldtag in Hohenwepel erhielten die Landwirt:innen Expertenwissen aus erster Hand. Gut 300 Gäste folgten der gemeinsamen Einladung der AGRAVIS Westfalen-Hessen GmbH und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Nachdem mit dem Abschluss des Feldtags 2020 auch die Veranstaltungsserie in Großeneder zu Ende gegangen war, haben die Beteiligten erstmals auf die Versuchsfläche nach Hohenwepel eingeladen, die der Landwirt Ulrich Brechtken für die kommenden Jahre zur Verfügung stellt.

Ein Feldtag mit verschiedenen Schwerpunktthemen

Vor Ort hatten die Besucher:innen die Möglichkeit, sich über unterschiedliche Versuche in beispielsweise Weizen, Gerste, Mais und Dinkel zu informieren, neue und bewährte Sorten in den Blick zu nehmen sowie die Ergebnisse von Anbaustrategien zu begutachten. Die AGRAVIS-Pflanzenbauberater Eckhard Seemann und Stefan Bobbert sowie Ferdi Stamm, Pflanzenbauberater der Landwirtschaftskammer NRW, führten durch die Versuchsparzellen. In Anlehnung an die aktuelle Corona-Schutzverordnung, fanden an vier verschiedenen Terminen jeweils drei Führungen mit ca. 20 Personen statt. An den Infoständen im Ausstellerbereich konnten sich die Besucher:innen ausführlich zu Produkten und Dienstleistungen aus der Industrie sowie zu den Modulen von AGRAVIS NetFarming und dem Nährstoffmanagement-Tool Delos beraten lassen. Die AGRAVIS Technik Lenne-Lippe GmbH demonstrierte den Einsatz von zwei Schleppern der Marken Fendt und Valtra mit Düngerstreuer, Bodenbearbeitungsgeräten und einer Rundballenwickelkombination. Die AGRAVIS Technik Saltenbrock GmbH führte einen Claas-Traktor mit Brix Strohstriegel vor. Ab der Ernte wird dieser zur Vermietung angeboten um den Ackerfuchsschwanz zum Keimen anzuregen. Auch der Agrarexpress, ein rollendes Infomobil der AGRAVIS Westfalen-Hessen GmbH, war mit Spezialberater Diethelm Kukuk vor Ort.

„Unsere Schwerpunkthemen des diesjährigen Feldtages sind bei den Landwirt:innen auf großes Interesse gestoßen“, zieht Stefan Bobbert eine positive Bilanz. Auch die insgesamt 25 Aussteller:innen können auf viele gute Kundengespräche und erfolgreich vereinbarte Termine zurückblicken.

Pflanzenkrankheiten

Zu den Schwerpunkten des Feldtags gehörten unter anderem Pflanzenkrankheiten der aktuellen Saison. Neben Rost im Winterweizen lag der Fokus auf Ramularia in der Gerste. Die Pilzerkrankung sorgt derzeit dafür, dass mit geringeren Erträgen zu rechnen ist. „Durch das wechselhafte Wetter mit starker Sonneneinstrahlung und Niederschlägen zeigen sich in den vergangenen zwei Wochen deutliche Schäden mit Ramularia, wodurch die Abreife zunehmend beschleunigt wird. Spitzenerträge werden dadurch begrenzt“, erklärt Stefan Bobbert. Als besonders herausfordernd sehen die Expert:innen den Wegfall von Wirkstoffen, die in den Gerstenbeständen nicht mehr zum Einsatz kommen dürfen.

Auch die Bekämpfung des Maiszünslers nahm bei den Führungen durch die Feldversuche einen zentralen Stellenwert ein. „Bereits 2020 konnten wir in den Maiskulturen einen stärkeren Befall verzeichnen. Die Ausbringung von Schlupfwespenlarven, sogenannte Trichogramma, mit Drohnen bietet eine gute Möglichkeit, den Schädling auf biologische Weise zu bekämpfen. Bei sich abzeichnenden Problemen sollten Landwirt:innen in den nächsten Wochen entsprechend Maßnahmen ergreifen“, machte Bobbert deutlich. Eine weitere Rolle spielte die Bekämpfung von Schädlingen im Raps. Während das vergangene Jahr vor allem durch einen starken Erdflohbefall geprägt war, breitete sich in diesem Frühjahr der Rapsstängelrüssler intensiv aus. „Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich aber ein Positivtrend in den derzeitigen Beständen beobachten: Der Raps entwickelt sich dank eines geringen Schädlingsbefalls, vor allem im Hinblick auf den Rapsglanzkäfer, sehr gleichmäßig. Das lässt auf eine gute bis sehr gute Ernte hoffen“, sagt Stefan Bobbert und ergänzt: „Insgesamt gewinnen Sorten mit besserer Resistenzausstattung zunehmend an Bedeutung. Teilweise herrscht ein extremer Gräserdruck vor allem durch Ackerfuchsschwanz in allen Getreidekulturen bis hin zu zunehmenden Resistenzen.“

Einen kleinen Einblick in die Präsenz-Veranstaltungen aus 2020 geben wir Ihnen hier:

Maisfeldtag der AGRAVIS in Großeneder
Spannende Landtechnik-Vorführungen und Erläuterungen zu Saatgut: Die Besucher waren sehr zufrieden mit dem Maisfeldtag der AGRAVIS in Großeneder.

(16.09.2020) Nach einem gelungenen Getreidefeldtag unter Corona-Bedingungen im Juni ging es für interessierte Besucher in Borgentreich-Großeneder erneut in die Versuchsparzellen. Zum vierten Mal lud die AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH gemeinsam mit der AGRAVIS Technik Lenne-Lippe GmbH, der AGRAVIS Technik Saltenbrock GmbH und der Rörig-Hartig & Co. Landwarenhandel GmbH zum Maisfeldtag ein.

Stefan Pielsticker, der neben Rainer Widdel und Alexander Nergonewitsch seit dem 1. Juli 2020 die Geschäftsführung der AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH komplettiert, begrüßte die Landwirte und Berater. Im Anschluss wurden die Besucher in vier feste Kleingruppen eingeteilt. Diese rotierten von Station zu Station und konnten auf dem weitläufigen Gelände nach den Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln gut entzerrt werden. Dabei standen der Austausch mit den AGRAVIS-Experten rund um das Thema Mais und die passende Technik im Vordergrund.

Landtechnikvorführungen mit Claas, Fendt und Valtra

Moderiert von Stefan Bobbert, AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH, und Eckhard Seemann, AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung, erhielten die Besucher an den Maisstationen umfangreiche Informationen zu den Aussaatterminen in den Versuchsvarianten und zu Strategien gegen den Maiszünsler. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit, mit 15 Saatgutzüchtern über die Sorten zur neuen Saison ins Gespräch zu kommen. An den Technikstationen waren besonders der Claas Schlepper Arion 400, 600 und 900 mit TerraTrac Raupe sowie der Claas 960 TT mit einem acht Meter Grubber die Highlights der Feldvorführung. Auch die Fendt und Valtra Schlepper mit den Anbaugeräten zur Aussaat von Zwischenfrüchten kamen bei den Besuchern gut an. Martin Gering von der AGRAVIS Technik Lenne-Lippe GmbH in Brakel und Kai Köster von der AGRAVIS Technik Saltenbrock GmbH in Warburg erläuterten mit weiteren Experten aus dem Team die stehenden Maschinen zu den Themen Hacktechnik und Bodenbearbeitung.

Bobbert zieht ein positives Fazit für dieses Jahr: „Der Zeitpunkt des Maisfeldtages war sehr passend, da die Maisernte noch kein Thema war und die Rapssaat abgeschlossen ist. Trotz der aktuellen Bestimmungen durch die Corona-Pandemie war die Resonanz vom Fachpublikum sehr gut, es herrschte ein reger Austausch und eine gute Stimmung – insgesamt eine lohnende Veranstaltung.“

Kartoffelfeldtag 2020 AGRAVIS

Ist die Tropfbewässerung in der Praxis angekommen? Und welche Möglichkeiten bietet das System zur Ausbringung von Flüssigdünger? Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten Landwirte und Berater der Kartoffelwirtschaft am 23. Juli in Elze. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr lud die AGRAVIS Raiffeisen AG gemeinsam mit den beteiligten Partnern Netafim Deutschland, ICL Specialty Fertilizers und Bosch Software Innovations erneut zum Kartoffel-Feldtag 4.0 unter dem Titel „Wasser-Boden-Klima: Marktwareertrag wird steuerbar?!“ ein.

Tropfrohre im Boden

Auf dem großzügig angelegten Versuchsfeld im Norden der Region Hannover bekamen die Teilnehmer detaillierte Einblicke in die neue Form der Kartoffelbewässerung und -düngung über im Boden verlegte Tropfrohre. Nach dem praktischen Start des gemeinsamen Projekts Mitte April 2019, bei dem die AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung mit ihren Partnern neue und klassische Beregnungstechnologien wie die Trommelberegnung überprüft, stand der Austausch zu weiteren Ergebnissen und Erfahrungen im Fokus. „Die Funktionsweise der Tropfbewässerung war vielen Landwirten bereits aus dem vergangenen Jahr vertraut, aber wir durften auch einige neue Gesichter begrüßen, die das System kennenlernen wollten“, freuten sich AGRAVIS-Pflanzenbauberater Arne Klages und Frank Uwihs über das große Interesse des Fachpublikums.

Innovative Fertigation

Neues Themenfeld für alle Besucher war die sogenannte Fertigation, das Ausbringen von Flüssigdünger durch das Bewässerungssystem. „Das Besondere an der Fertigation ist, dass man den Dünger sehr präzise entlang der Vegetation in die Bestände applizieren kann. Durch die sukzessive Nachdosierung des Düngers wird eine sehr gleichmäßige Versorgung sichergestellt. Welche Nährstoffe die Pflanzen genau brauchen, lässt sich im Vorfeld mit Hilfe von Analysen bestimmen“, erläutert Klages.

Rundgang und Proberodungen

Unter Einhaltung der weiterhin geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen durch die Corona-Pandemie ging es in Kleingruppen – eine Teilnahme war nur durch vorherige schriftliche Anmeldung möglich – durch die Versuchsparzellen. Auf ihrem Rundgang machten die jeweiligen Experten Halt an den verschiedenen Stationen. Neben der Bewässerung und Düngung von Kartoffeln spielte auch die Überwachung von Luft- und Bodenfeuchtigkeit sowie der Lufttemperatur mit Hilfe von Sensoren eine zentrale Rolle. Proberodungen zeigten die Knollenentwicklung in den Varianten.

Am Ende der Veranstaltung zog Arne Klages gemeinsam mit allen Beteiligten positive Bilanz: „Die Möglichkeit, sich über Innovationen im Kartoffelanbau zu informieren, wurde vom Fachpublikum sehr gut angenommen. Gleichzeitig bot der Feldtag einen geeigneten Rahmen für gute Gespräche, angeregte Diskussionen und einen intensiven Austausch zur Praxistauglichkeit des Systems auf Basis der gesammelten Erfahrungen und Versuchsergebnisse.“

Feldtag der AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Mit einem klar definierten Corona-Konzept und entsprechenden Hygienemaßnahmen fand der 16. gemeinsame Feldtag der AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen aus Brakel statt. Auf 15.000 Quadratmeter Fläche und in zirka 200 Kleinparzellen wurden am bekannten Standort in Großeneder verschiedene Sorten von Getreide, Raps, Leguminosen, Mais und Blühmischungen vorgestellt. Aussteller aus den Bereichen Landtechnik, Saatgut und Pflanzenschutz konnten aufgrund der Corona-Auflagen und der limitierten Personenzahl erstmals nicht an der Veranstaltung auf dem Versuchsfeld teilnehmen.

Im Einbahnstraßen-System durch die Parzellen

Mehr als 120 interessierte Teilnehmer hatten sich für vier verschiedene Zeitfenster angemeldet. Für die Besucher ging es im Einbahnstraßen-System durch die Parzellen: Am Ein- und Ausgang erfolgte die genaue Erfassung der Besucher, die im Anschluss jeweils ein Lunchpaket erhielten. Die räumlich getrennten Besichtigungen wurden von den Experten der Landwirtschaftskammer Brakel, Ferdi Stamm, sowie der AGRAVIS, Eckhard Seemann und Stefan Bobbert, durchgeführt. Dabei informierten sich die Landwirte zu Neuheiten in der Züchtung wie zum Beispiel Resistenzen gegen das Wasserrübenvergilbungsvirus im Raps oder das Verzwergungsvirus in der Wintergerste, das durch Blattläuse übertragen werden kann. „Diese Resistenzzüchtungen ermöglichen den Landwirten, mit deutlich weniger Pflanzenschutz auszukommen“, hebt AGRAVIS-Pflanzenbauexperte Stefan Bobbert hervor. Alle Getreidesorten konnten in einem Fungizid-Steigerungs-Versuch von einer Null-Behandlung bis zu einer schrittweise erhöhten Intensität besichtigt werden.

Umweltrobuste Sorten im Interesse

Auch umweltrobuste Sorten bzw. Arten – Feldfrüchte, die milde Winter, kühle trockene Frühjahre und extreme Sommer aushalten können – stießen bei den Landwirten auf großes Interesse. „In den Fachgesprächen wurde außerdem häufig der Anbau mit Winterroggen diskutiert, da er auf schwachen Standorten oder unter Dürrebedingungen gut zurechtkommt“, berichtet Stefan Bobbert. Für einen intensiven Austausch zu den aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft standen auch Stefan Berens, Leiter der Landwirtschaftskammer Brakel, und Kreislandwirt Heinrich Gabriel zur Verfügung.

Demoflächen

Erstmals wurden Dinkelkulturen in den Demo-Flächen ausgedrillt, die als zusätzliche Glieder einer erweiterten Fruchtfolge zu sehen sind. Ein eigens angelegter Block mit Parzellen für ökologisch wirtschaftende Betriebe konnte ebenfalls besichtigt werden.

Ende der Veranstaltungsserie in Großeneder

Mit dem Abschluss des Feldtags ging auch die Veranstaltungsserie in Großeneder zu Ende: 16 Jahre lang stellte Landwirt Josef Michels seine Fläche für den Demo-Standort zur Verfügung und führte die Pflegemaßnahmen von der Aussaat bis zur Ernte in enger Absprache mit den Experten der AGRAVIS und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen durch. Mit einem großen Blumenstrauß und einem Präsent sprachen Stefan Bobbert und Ferdi Stamm in der Laudatio ihren Dank für seine Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft aus: „Diese erfolgreiche Zusammenarbeit war die Basis für 16 tolle Feldtage im Kreis Höxter.“

Neuer Standort in Hohenwepel

Ab 2021 wird der traditionelle, gemeinsame Feldtag der AGRAVIS und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen auf einem neuen Standort von Landwirt Ulrich Brechtken in Hohenwepel, direkt neben der Betriebsstätte der AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH in Hohenwepel, durchgeführt.

Eindrücke vom Kartoffel-Feldtag 2020 in Elze

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