Die Rolle von Aminosäuren im Mineralfutter

Ideales Protein spart auf Dauer Futterkosten

Gestiegene Rohstoffpreise für Getreide und Eiweißkomponenten verlangen eine ausgewogene Aminosäurenversorgung bei der bedarfsgerechten Fütterung von Schweinen. Dadurch reduzieren sich sowohl die Futterkosten als auch die Stickstoffausscheidungen durch das Tier. Aminosäuren sind als Bausteine des Futterproteins zu beschreiben. Sie lassen sich in zwei Gruppen untergliedern: nicht-essenzielle und essenzielle Aminosäuren. Die Erstgenannten können vom tierischen Organismus selbst gebildet werden, zum Beispiel die Aminosäuren Alanin oder Glycin. Essenzielle Aminosäuren kann das Tier nicht selber bilden und muss sie über das Futter aufnehmen. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem Lysin, Methionin, Threonin, Tryptophan und Valin.

Die Rezepturgestaltung hat in der Schweinefütterung unter anderem das Ziel, das Schwein möglichst mit dem idealen Protein zu versorgen. Einem Puzzle gleichend müssen dem Schwein zum Aufbau von Körperprotein die dafür benötigten Aminosäuren wie Puzzleteile zur Verfügung stehen. Liegt ein Mangel an einer bestimmten, der sogenannten limitierenden Aminosäure vor, wird kein weiteres Körperprotein aufgebaut. Die überzähligen unverbauten Aminosäurenbausteine werden vom Tier energieaufwendig verstoffwechselt und anschließend in Form von Stickstoff ausgeschieden.

Durch die bedarfsgerechte Aminosäurenversorgung des Schweins ergibt sich eine Vielzahl von Vorteilen, die zusammengefasst von der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft folgendermaßen beschrieben werden:

  • bis zu 30 Prozent weniger Stickstoffaustrag aus der Schweinehaltung in die Umwelt
  • verbessertes Stallklima
  • bis zu zehn Prozent Futterkostenersparnis bei geringerem Futteraufwand durch Einsparung an Eiweißfutter
  • bis zu zehn Prozent weniger Güllemenge
  • Stabilisierung der Tiergesundheit

Die in der Schweinefütterung eingesetzten Einzelfuttermittel können in ihren Aminosäuregehalten teils erheblichen Schwankungen unterliegen. Daraus lässt sich ableiten, dass die bedarfsgerechte Aminosäurenversorgung heranwachsender Schweine einer exakten Bewertung aller eingesetzten Rohstoffe bedarf. Der Aminosäurenbedarf der Tiere verändert sich im Wachstumsverlauf: Tiere im Endmaststadium haben einen geringeren Bedarf an Aminosäuren als Tiere in der Vormast. Durch eine der Aufzuchtund Mastphasen angepasste Futterkonzeption können die Futterkosten pro Tier entsprechend gesenkt werden. Die Mineralfutterkonzepte von VitaMiral sind auf die Herausforderungen in der Ferkelerzeugung und Schweinemast optimal abgestimmt.

Um das enorme Fleischansatzvermögen moderner Genetiken voll auszuschöpfen, ist die Ausstattung des hofeigenen Futters mit einem optimalen Aminosäureverhältnis besonders wichtig. Neben der essenziellen und erstlimitierenden Aminosäure Lysin finden insbesondere die Aminosäuren Threonin und Methionin, in der Mineralfutterkonzeption von VitaMiral in der Sauenhaltung und Schweinemast Berücksichtigung. Ihren Bedürfnissen entsprechend werden in den unterschiedlichen Haltungsabschnitten die Aminosäuren Tryptophan und Valin berücksichtigt. Die durch die Konzepte von VitaMiral optimierten Aminosäurenausstattungen der hofeigenen Mischungen ermöglichen eine rohproteinangepasste und somit kostenoptimierte Schweinefütterung. Die richtigen Kombinationen von wichtigen Makro- und Mikronährstoffen sowie Wirkstoffen runden diese bedarfsgerechten und zugleich effizienten Konzeptionen ab.

Weitere Informationen gibt es bei Dr. Peter Rösmann, Tel. 02 51 . 682-2262 oder peter.roesmann@agravis.de.

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