Ein wesentliches Thema der Nachhaltigkeitsstrategie der AGRAVIS ist die nachhaltige Beschaffung von Rohwaren und Handelswaren. Ziel ist es, die Lieferketten des AGRAVIS-Konzerns umfassend zu bewerten und Lieferanten kontinuierlich auf die Einhaltung aller relevanten Anforderungen hin zu überprüfen. Dadurch können wir Maßnahmen initiieren, um entlang der Lieferkette negative Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, faire Arbeitsbedingungen zu fördern und langfristige für alle Beteiligten wirtschaftliche Vorteile zu schaffen. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Ein zentraler Bestandteil unseres „Systems Nachhaltige Beschaffung“ ist die konsequente Ausrichtung auf soziale Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette. Dabei setzen wir auf konkrete Maßnahmen, um sowohl menschenrechtliche als auch umweltbezogene Standards zu sichern – nicht nur in unserem eigenen Geschäft, sondern auch bei unseren Partnern und Lieferanten. In diesem Rahmen stellen wir sicher, dass die Vorgaben des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) vollständig berücksichtigt und integriert werden.

Jährliches ESG-Screening

Deshalb lassen wir uns jährlich durch einen externen Dienstleister bewerten. Das unabhängige ESG-Screening ermöglicht es uns, unsere Umwelt- und Sozialleistungen sowie unsere Unternehmensführung objektiv zu überprüfen und kontinuierlich zu verbessern. Der Dienstleister bietet zudem eine externe Expertise bei der Risikobewertung von Lieferanten und der eigenen Geschäftstätigkeit. Dadurch können nicht nur Maßnahmen in Bezug auf die eigene Geschäftstätigkeit abgeleitet werden, sondern auch gemeinsame Zielsetzungen und Strategien mit Partnern entlang der Lieferkette.

Die AGRAVIS bekennt sich zu ihrer Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt. Im Bewusstsein, dass die vielfältigen geschäftlichen Aktivitäten und globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten Auswirkungen auf die Menschenrechte haben können, setzt das Unternehmen einen klaren Fokus auf menschenrechtliche Sorgfaltsprozesse. Die Bandbreite der geschäftlichen Aktivitäten der AGRAVIS spiegelt sich in der Bandbreite von Lieferanten unterschiedlicher Lieferketten wider. Eine solche heterogene Lieferantenstruktur erfordert eine zielführende und umfassende Strategie zur Achtung von Menschenrechten im Rahmen der nachhaltigen Beschaffung. Ziel der AGRAVIS ist es, die Einhaltung von menschenrechts- und umweltbezogenen Pflichten in dieser facettenreichen Lieferkette zu stärken und präventiv Verletzungen zu begegnen.

Die Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht verstehen wir als einen verbindlichen und kontinuierlichen Entwicklungsprozess. Die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen wird jährlich und anlassbezogen analysiert, um auf aktuelle Veränderungen umgehend reagieren zu können.

Weiterführende Inhalte finden Sie im

AGRAVIS Verhaltenskodex und in der DLG-Podcast-Folge
„ESG to Go nachhaltig nachgefragt"
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Wir pflegen seit vielen Jahren eine enge Beziehung mit Coamo, der größten Kooperative im Süden Brasiliens. So stellen wir die Versorgung unserer

Mischfutterwerke

Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

Wir erfüllen die Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG), sowie – hinsichtlich der Entwaldungsfreiheit – die Anforderungen der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR). In Zusammenarbeit mit Coamo haben wir ein Monitoringsystem entwickelt, das auf Satellitenbildern basiert. Es ermöglicht uns die Anbausysteme jeder Farm zu analysieren. Dadurch können wir unser Sojaextraktionsschrot vom Mischfutterwerk über die Häfen und Ölmühlen bis zur Farm zurückverfolgen.

Bis die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) in Kraft tritt, bedienen wir das QS-Zusatzmodul „QS-Sojaplus“ oder gleichwertig international anerkannte Standards. Alle gelieferten Mischfuttermittel sind „QS-Sojaplus“ konform. QS-Sojaplus gilt seit dem 1. Januar 2024 und regelt den nachhaltigen Umgang mit Soja in Futtermitteln. Dieser privatwirtschaftliche Standard basiert auf der Soy Sourcing Guideline der FEFAC und QS-spezifischen Kriterien, die unter anderem den Ausschluss von Entwaldung und die Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandards umfassen. Nach Inkrafttreten der EUDR werden wir entsprechend der neuen Regulatorik der EU arbeiten.

Import von Soja und soziale Verantwortung

Im vergangenen Jahr hat die AGRAVIS in ihren Mischfutterwerken, die teilweise mit ihren genossenschaftlichen Partnern betrieben werden, rund 260.000 Tonnen Sojaschrot zur Herstellung von Futtermitteln verarbeitet. Als Futtermittelhersteller sind wir darauf angewiesen, eiweißreiche Futtermittel wie Sojaextraktionsschrot zu importieren. Neben der Entwaldungsfreiheit sind uns die sozialen Aspekte sehr wichtig. Coamo gewährleistet den verantwortungsvollen Umgang mit den Landwirtinnen und Landwirten, Mitarbeitenden und der Bevölkerung vor Ort sowie den gewissenhaften Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Um unserer Sorgfaltspflicht nachzukommen, prüfen und dokumentieren wir regelmäßig die Herkunft unserer Rohstoffe, implementieren Maßnahmen zur Risikominimierung und überprüfen regelmäßig die sozialen und ökologischen Standards vor Ort.

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt, unserer Kundschaft, Landwirtinnen und Landwirten, Lieferanten und anderen Stakeholdern bewusst. Durch unsere langjährige Partnerschaft mit Coamo und unserer strengen Überwachungs- und Rückverfolgbarkeitssysteme stellen wir sicher, dass unsere Lieferkette nachhaltig und verantwortungsvoll ist. Wir bleiben unserem Engagement für Nachhaltigkeit und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften treu.

Beschwerdeverfahren nach § 8 LkSG und Hinweisgebersystem nach § 12 HinSchG


Jetzt informieren

Grundsatzerklärung nach § 6 Abs. 2 LkSG

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    Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte

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Verfahrensordnung nach § 8 Abs. 2 LkSG

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    Verfahrensordnung nach § 8 Abs. 2 LkSG

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Kontakt

Bernd Homann

Bereichsleiter Konzernkommunikation I AGRAVIS