Werkstattleiter Erntetechnik: Telefonieren, planen und viel besprechen

Ein Tag im Job mit Tim Gießelmann (28 Jahre). Er hat 2016 seinen Meister als Land- und Baumaschinenmechatroniker abgelegt und ist seitdem Werkstattleiter Erntetechnik bei der AGRAVIS TechnikDie AGRAVIS Technik-Gruppe bietet Landwirt:innen alles, was sie für ihre Arbeit benötigen. Saltenbrock GmbH in Melle.

7.15 Uhr: In Melle beginnt für Tim Gießelmann der Arbeitstag. „Ich sortiere mich mit den Kolleg:innen: Welche Posten sind offen? Wer fährt heute wohin? Ich schreibe Aufträge für die Monteure und lege für die Lageristen Auftragskarten bereit, damit sie die passenden Ersatzteile bereitstellen können. Sobald die Monteure da sind, klären wir in kleiner Runde, was zu tun ist. Ich spreche die Aufträge durch und teile die Auszubildenden ein: Wer arbeitet allein, wer mit einem Gesellen?“ Der Tag kann beginnen.

Für Tim Gießelmann und sein Team ist es dabei wichtig, immer flexibel zu bleiben. Denn der Service für die Kundschaft steht im Mittelpunkt und ein eventueller Defekt an einer Maschine richtet sich gerade in der Ernte nicht nach einem Tagesplan.

7.30 Uhr: Tim Gießelmann schaltet das Telefon ein. „Bei der Getreideernte rufen direkt morgens die Kund:innen an und berichten von Schäden, die am Vortag an ihrer Maschine aufgetreten sind.Da müssen wir sofort reagieren. Wir lassen uns die Probleme schildern, überlegen, welche Ersatzteile wir mitnehmen müssen und schauen auch mal vorab in die Schaltpläne, um gut vorbereitet zu sein. Anschließend schicken wir den Monteur zum Kunden.“Vorteil in Melle: Hier ist das Schwerpunktlager Claas. „Wir kommen so schnell an die Ersatzteile ran.“„Unsere Kundschaft hat ihre Betriebe in einem Umkreis von 100 Kilometern.Wenn wir als Motorservice für Caterpillar unterwegs sind, geht es auch schon mal nach Holland oder bis nach Polen.“

Für Tim Gießelmann spielt sich der Arbeitstag zwischen Büro, Werkstatt und Kunden-Tresen ab. „Ich bin viel im Büro, aber auch zwischen Büro, Tresen und Werkstatt unterwegs. Telefon und Mailverkehr gehören heutzutage zum Alltag. Bei vielen Anrufen versuche ich schnell weiterzuhelfen. Bei den Mails geht es hauptsächlich um Informationen, zum Beispiel technische Nachrüstungen, die wir später an den Maschinen der Kund:innen durchführen werden. Über Ticket-Systeme können wir wiederum unsere Erfahrungen und Informationen an die Hersteller spiegeln.

Auf einem meiner Bildschirme habe ich eine virtuelle Karte, auf der ich die dafür von Kunden freigeschaltete Maschine sehen kann. Hier wird mir per Remote-Service neben aktuellen Maschinendaten auch der Standort der Maschine angezeigt. So weiß ich schnell, wo der Monteur hinmuss, wenn es Probleme gibt.In unserem Werkstattplanungssystem trage ich ein, welche Kolleg:innen wann welche Termine haben.“ Regelmäßig gibt es interne Abstimmungsrunden, wie zum Beispiel mit den Verkaufs- und Ersatzteillager-Leitern.

Werkstatt: „Dort bauen sechs Gesellen in der Erntetechnik-Abteilung NeumaschinenNeben Gebrauchtmaschinen bieten AGRAVIS Techniken ein großes Portfolio an neuen Landmaschinen. zusammen und bereiten die Übergabe vor. Hinzu kommen Reparaturen und Service. Ich nehme die Maschinen final ab: Bei Neumaschinen überprüfe ich, ob alles funktioniert. Bei Reparaturen, ob die Funktionalität wiederhergestellt ist. Manchmal mache ich auch eine Probefahrt.“

Tresen: „Wenn bei einem Kunden zum Beispiel am Heuwender ein Reifen kaputt ist, dann kommt er ohne Termin zu uns. Dann nehme ich den Auftrag entgegen und wir schauen, ob ihm sofort ein Azubi oder ein Geselle weiterhelfen kann.“

16.15 Uhr. Allmählich geht es für das Team und den Werkstattmeister Richtung Feierabend.

Die Erntezeit ist natürlich eine besondere Zeit, bei der die AGRAVIS Technik Saltenbrock GmbH ihrer Kundschaft immer zur Seite steht – auch am Wochenende und über den normalen Feierabend hinaus. Von November bis Mai dominiert dann das Alltagsgeschäft: Nacherntecheck, Maschinenprüfungen. „Im Winter nutzen die Kolleg:innen die Zeit für Lehrgänge und Fortbildungen.

Ich zum Beispiel machte gerne Fernreisen. Ich war schon als Geselle mal für mehrere Monate in Australien und habe dort Maschinen repariert und gefahren“, erzählt Tim Gießelmann.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

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