Die Nachrichten aus Frankreich sorgen auch bei deutschen Landwirtinnen und Landwirten für Aufmerksamkeit: Aufgrund der anhaltenden Hitzewellen könnte laut französischem Verband der Maiserzeuger die französische Körnermaisproduktion in diesem Jahr um bis zu 30 Prozent niedriger ausfallen.
Gleichzeitig setzen Hitze und Trockenheit auch in Deutschland vielen Maisbeständen zu. Bei solch ausgeprägten Trockenperioden rückt die Frage in den Fokus, wie sich Maisbestände widerstandsfähiger gegenüber Wassermangel aufstellen lassen. Die

teilflächenspezifische Bewirtschaftung mit NetFarming

Weitere Hitzewelle

Dass der Juli 2026 nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes der fünfte Monat in Folge ist, der deutlich sonniger ausfällt als im vieljährigen Mittel, sieht man auf vielen Maisflächen. Sie zeigen regional bereits typische Stresssymptome wie eingerollte Blätter, verlangsamtes Wachstum und erste Schäden. Mais rollt Blätter ein, um die Verdunstung zu bremsen, kann dann nicht weiterwachsen und keinen Kolben ausbilden. „In den Teilflächen, die sich auch nachts nicht mehr akklimatisieren, sehen wir bereits erhebliche Schäden“, berichtet Jens Fleige, NetFarming-Berater bei der AGRAVIS Raiffeisen AG. „Der gemeldete Niederschlag wird nicht mehr jeden Maisbestand retten.“ Wetterdienste erwarten eine weitere ausgeprägte Hitzewelle. Niederschläge werden vor allem schauer- und gewitterartig auftreten.

Kompakt: Vorteile NetFarming



Warum <a href="de/glossar#glossar_Trockenheit" class="glossaryTooltip">Trockenheit<span class="tooltiptext">Die Themen Hitze und Trockenheit werden im Rahmen des Klimawandels immer bedeutender.</span></a> für <a href="de/glossar#glossar_Mais" class="glossaryTooltip">Mais<span class="tooltiptext">Mais ist eine Pflanzenart und gehört zur Familie der Süßgräser. </span></a> so kritisch ist

Wie stark die Folgen der Trockenheit ausfallen, hängt laut Jens Fleige von Standort und Bodenbeschaffenheit ab. Schwere oder gut wasserführende Böden können Maisbestände auch in trockenen Phasen länger versorgen. Kritisch wird es jedoch während der Blüte.
„Die Befruchtung des Kolbens erfolgt im Juli. Wenn in dieser Phase Wassermangel herrscht, wird es schwierig“, erklärt der Berater. „Ohne Kolben gibt es keinen Körnermais. Im Extremfall kann das bei Betrieben zu Ernteausfällen von bis zu 100 Prozent führen.“

Wie funktioniert die teilflächenspezifische Maisaussaat mit <a href="de/glossar#glossar_NetFarming" class="glossaryTooltip">NetFarming<span class="tooltiptext">Die AGRAVIS ist mit NetFarming der Spezialist für Konzepte zum Precision Farming</span></a>?

Ein Ansatz, großflächige Ernteausfälle zu verhindern, ist die teilflächenspezifische Bewirtschaftung mit NetFarming. Dabei wird jede Stelle eines Schlages an die jeweiligen Standortbedingungen angepasst. Die Module der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung mit NetFarming sind in das Farmmanagement-System Ackerprofi integriert.
Auf Basis von Managementzonenkarten aus mehrjährigen Satellitendaten entstehen AussaatDas Ausbringen des Saatgutes in den Boden der Felder geschieht mit speziellen Sämaschinen.- und Applikationskarten. Ergänzt werden diese Informationen durch das Wissen der Betriebsleitenden über ihre Flächen. Das Ziel: Bereiche mit unterschiedlichem Ertragspotenzial gezielt erkennen und entsprechend präzise und clever bewirtschaften.

Weniger Konkurrenz um Wasser auf Trockenstandorten

Besonders interessant wird dieser Ansatz auf trockenen oder ertragsschwachen Teilflächen.
„Mit unseren Aussaatkarten identifizieren wir Bereiche, die bei Wassermangel besonders schnell unter Stress geraten“, erklärt Fleige. „Dort reduzieren wir die Aussaatstärke. So konkurrieren weniger Pflanzen um die begrenzte Wassermenge.“
Die Folge: Auch unter schwierigen Bedingungen können die verbleibenden Pflanzen besser versorgt werden. Das Risiko kolbenloser Pflanzen sinkt und die Erträge lassen sich in vielen Fällen stabilisieren.

Welche Erfahrungen gibt es mit NetFarming im Mais?

Die AGRAVIS sammelt seit rund zehn Jahren Erfahrungen mit der NetFarming-Technologie. In dieser Zeit gab es mehrere ausgeprägte Trockenjahre.
„Wir haben immer wieder beobachtet, dass die teilflächenspezifische Maisaussaat Bestände vor kolbenlosem Mais bewahren oder deutliche Mehrerträge im Silomais ermöglichen kann“, sagt Fleige. Die Ergebnisse zeigen: Präzision beginnt bereits bei der Aussaat.

NetFarming: Erträge im Mais gezielt stabilisieren

Für Mais ist der Kolben der zentrale Ertragsfaktor. „Beim Silomais stammen rund 50 Prozent des Ertrags aus dem Kolben“, erläutert Jens Fleige. Entsprechend wichtig ist es, die Pflanzen gerade in Trockenphasen bestmöglich zu unterstützen.
Seine Einschätzung fällt eindeutig aus: „Besser kann man Mais kaum unterstützen, als ihn standortgerecht und präzise mit NetFarming auszusäen. NetFarming kann natürlich die Witterung nicht verändern. Aber es kann dazu beitragen, Erträge deutlich zu stabilisieren.“
Die teilflächenspezifische Maisaussaat mit NetFarming hilft Betrieben dabei, trockene StandorteDie AGRAVIS-Gruppe bietet ihre Produkte und Dienstleistungen an insgesamt rund 400 Standorten an. gezielter zu bewirtschaften, Wasser effizienter zu nutzen und das Risiko von Ertragsverlusten in Trockenjahren zu reduzieren. Dies macht die Methode zu einem wichtigen Werkzeug für einen resilienteren Maisanbau.


Infos zu NetFarming

Infos zur Teilflächenspezifischen Maisaussaat

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