Das Pilotprojekt für emissionsärmeren Weizenanbau geht weiter. Es war 2024 gestartet und auch 2026 arbeiten die Partner daran, den CO₂e-Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu senken. Mit dabei sind die
AGRAVIS Ost GmbH & Co. KGZiel des Projekts ist es, Emissionen entlang der gesamten Kette – vom Düngemittel über den Anbau bis hin zum Endprodukt – transparent zu erfassen und zu reduzieren. Damit geht der Ansatz deutlich über klassische Einzelmaßnahmen hinaus: Erstmals wird die vollständige Prozesskette bis zum fertigen Lebensmittel betrachtet.
Messbare Fortschritte im Weizenanbau
In den vergangenen Anbaujahren hat das Projekt bereits Fortschritte erzielt. Der Product Carbon Footprint des Projektweizens liegt um mehr als 30 Prozent unter dem Referenzwert konventioneller Verfahren. Zu den wichtigsten Hebeln zählen Stickstoffdünger auf Biomethanbasis. Sie verursachen in der Herstellung bis zu 90 Prozent weniger CO₂e-Emissionen. Zusätzlich senken Nitrifikationsinhibitoren die Lachgasemissionen auf dem Feld um 40 bis 60 Prozent.
Aktuell bauen die Projektpartner auf mehr als 300 Hektar rund 2.500 Tonnen Weizen an.
AGRAVIS als Bindeglied in der Wertschöpfungskette
Die AGRAVIS bringt ihre Stärken an mehreren Stellen ein. Die AGRAVIS Ost übernimmt eine zentrale Rolle als Schnittstelle zwischen Industrie und Landwirtschaft:
- Sie versorgt landwirtschaftliche Betriebe über die Genossenschaften mit emissionsärmeren Düngemitteln.
- Sie berät und begleitet Landwirtinnen und Landwirte bei Anbau, Pflege und Ernte.
- Sie erfasst das erzeugte Getreide und vermarktet es an die Mühlen.
Veravis schafft transparente Datengrundlage
Für den Projekterfolg ist entscheidend, dass alle Beteiligten die Emissionen nachvollziehen und vergleichen können. Genau das leistet die Veravis GmbH mit ihrem GreenVis-Tool. Es bilanziert die CO₂e-Emissionen nach anerkannten Standards und macht die Klimawirkung einzelner Maßnahmen transparent.
Ganzheitlicher Ansatz als Besonderheit
Das Projekt zeichnet sich insbesondere durch seinen übergreifenden Ansatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus: Vom Düngemittelhersteller über den Agrarhandel und die landwirtschaftliche Produktion bis hin zur Verarbeitung in Mühle und Bäckerei arbeiten alle Partner eng zusammen. Dadurch wird nicht nur die Wirkung einzelner Maßnahmen sichtbar, sondern auch deren Zusammenspiel.
Nächste Phase: Weitere Maßnahmen und Partnerschaften
In der nächsten Phase entwickeln die Partner das Projekt weiter. Sie bauen auf den bisherigen Erfahrungen auf und setzen neue Maßnahmen um. Im Fokus stehen:
- zusätzliche Einsparpotenziale im Pflanzenbau
- weiterentwickelte, emissionsarme Betriebsmittel
- passgenaue Maßnahmenpakete für landwirtschaftliche Betriebe
- langfristige Nachhaltigkeitspartnerschaften
Dazu stimmen sich die Projektpartner aktuell eng ab.
Ziel bleibt es, den CO₂e-Fußabdruck im Weizenanbau weiter zu senken und die Lebensmittelproduktion klimafreundlicher zu gestalten.
Nachhaltigkeit bei AGRAVIS
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