Frosteindringtiefe im unbewachsenen Boden

In der Karte wird die Frosteindringtiefe in Zentimeter (cm) für einen unbewachsenen Boden für den aktuellen Tag mittags dargestellt. Die Frosteindringtiefe kann bei gleichen äußeren Rahmenbedingungen sehr unterschiedlich sein. Die Bodenart, der Bewuchs und die Schneedecke spielen eine entscheidende Rolle.

Böden mit hohen Wassergehalten haben geringere Frosteindringtiefen, da das Gefrieren des Wassers einen Teil der zugeführten "Kälte" schluckt. Dieses hat auch zur Folge, dass solch ein Boden langsamer auftaut als ein trockener Boden, in dem nicht so viel "Kälteenergie" im Wasser gespeichert ist.

Eine Schneedecke reduziert den Energieaustausch mit dem Boden sehr stark. Sie wirkt als "Wärmedecke" und verhindert damit große Frosteindringtiefen.

Der Bewuchs hat prinzipiell die gleiche Wirkungsweise wie eine Schneedecke, jedoch in abgeschwächter Form. Bei einem bewachsenen Boden sind geringere Frosteindringtiefen zu erwarten als bei einer Brachfläche (gleiche Bodenart vorausgesetzt).

Schnee oder Bewuchs schützen nicht nur vor der Kälte, sie verhindern auch eine rasche Erwärmung im Frühjahr. So muss einerseits der Schnee erst tauen, bevor sich der Boden erwärmen kann, andererseits dringt die Wärme nur langsam in einen bewachsenen Boden ein.

Dieser Service wird von Mitte Oktober bis April angeboten.

Bodenfrost-Karte Deutscher Wetterdienst

Aktuelles Agrarwetter: Bodenfrost

Wissenswertes zur Bodentemperatur

Die Bodentemperatur in dieser Tiefe beeinflusst direkt die Keimung von

Saatgut

  • Mais
    : Keimt optimal ab ca. 8 bis 10 °C
  • Zuckerrüben: benötigen mindestens 5 bis 6 °C
  • Kartoffeln
    : bevorzugen über 8 °C
  • Gemüsearten wie Salat oder Spinat: keimen auch bei niedrigeren Temperaturen, aber langsamer

Am besten mit einem Boden-Thermometer, das direkt in die Erde gesteckt wird. Die Messung sollte morgens zwischen 7 und 9 Uhr erfolgen, da dies die kühlste Tageszeit ist und somit die Mindesttemperatur wiedergibt.


  • Lufttemperatur
  • Sonneneinstrahlung
  • Bodenart (sandige Böden erwärmen sich schneller als tonige)
  • Feuchtigkeit (nasser Boden erwärmt sich langsamer)
  • Bodenbedeckung (Mulch, Pflanzenreste oder Schnee isolieren)

Viele Mikroorganismen, die für die Umwandlung von Nährstoffen verantwortlich sind, sind temperaturabhängig. Bei zu niedrigen Temperaturen kann die Stickstoffmineralisierung verlangsamt sein, was die Verfügbarkeit für PflanzenDie AGRAVIS ist Expertin in ihrem Geschäftsbereich Pflanzen. einschränkt.


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Ja, die Bodentemperatur variiert je nach Region, Höhenlage und Bodenbeschaffenheit. In Norddeutschland sind die Böden im Frühjahr oft länger kühl als im Süden.



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Daten vom Deutschen Wetterdienst

Die angegebenen AgrarwetterAktuelle Wetterinformationen und Wettervorhersagen mit landwirtschaftsspezifischen Daten.-Daten werden Ihnen vom Deutschen Wetterdienst – Abteilung Agrarmeteorologie (

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