Die AGRAVIS Raiffeisen AG blickt auf ein wirtschaftlich solides Geschäftsjahr 2025 zurück und setzt zugleich klare strategische Impulse für die kommenden Jahre. „Wir sind erneut zukunftssicher, stabil und verlässlich unterwegs“, betonte Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Köckler anlässlich der digitalen Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens. In einem herausfordernden Marktumfeld hat der Konzern seine Ertragskraft gestärkt, wichtige Investitionen getätigt und zentrale Weichen für weiteres Wachstum gestellt.
Umsatz bleibt mit 8,4 Mrd. Euro auf stabilem Level
Finanzvorstand Hermann Hesseler erläuterte die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns: Das Ergebnis vor Steuern lag 2025 bei 70,1 Mio. Euro (Vorjahr: 65 Mio. Euro) und unterstreicht damit die anhaltende Stabilität der AGRAVIS. Der Umsatz erreichte 8,4 Mrd. Euro und blieb damit trotz niedrigeren Preisniveaus auf stabilem Level. „Mit diesen Kennzahlen senden wir ein klares Zeichen: Die AGRAVIS bekennt sich zu ihrer genossenschaftlichen Verantwortung und ist finanziell weiterhin solide aufgestellt“, unterstrich der Finanzvorstand.
AGRAVIS bleibt wirtschaftlich verlässlicher Partner
Mit über 80 Mio. Euro investierte die AGRAVIS erneut oberhalb der Abschreibung – vor allem in moderne Infrastruktur und digitale Systeme. Die Eigenkapitalbasis wurde um 36 Mio. Euro auf 728 Mio. Euro ausgebaut; die Eigenkapitalquote stieg auf 32,3 Prozent und liegt damit weiterhin klar über der unternehmensseitig wichtigen 30-Prozent-Marke. Gleichzeitig wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weiter reduziert. „Diese Entwicklung zeigt: Die AGRAVIS ist ein wirtschaftlich verlässlicher Partner im genossenschaftlichen Verbund“, so Hesseler. „Wir stehen zur innovativ-nachhaltigen LandwirtschaftLandwirtschaft (oder Agrarwirtschaft) ist ein Wirtschaftsbereich der sogenannten Urproduktion., zur
NutztierhaltungPflanzenbauAGRAVIS bietet im Süden Dienstleistungen und Produkte an
Einen besonderen Fokus legt die AGRAVIS in den kommenden Jahren auf den Süden Deutschlands, insbesondere Bayern und Baden-Württemberg. Der Konzern reagiert damit auf eine wachsende Nachfrage regionaler Genossenschaften nach leistungsfähigen Großhandelspartnern. „Der Süden ist wirtschaftlich stark, landwirtschaftlich vielfältig und traditionell genossenschaftlich geprägt“, erklärte Dr. Köckler. „Viele Genossenschaften suchen Partner, die mehr bieten als Tagespreise – sie suchen Verlässlichkeit, Expertise und Strukturen, die zukunftsfähig weiterentwickelt werden können.“ AGRAVIS bietet im Süden ein umfassendes Portfolio an Dienstleistungen und Produkten, darunter:
AGRAVIS will im Süden genossenschaftliche Strukturen stärken
Die AGRAVIS versteht sich dabei ausdrücklich als Großhandelspartner, während die Genossenschaft vor Ort das Gesicht zum Kunden und zur Kundin bleibt. „AGRAVIS ist Ermöglicher und Lösungsanbieter, nicht Verdränger“, so Dr. Köckler weiter. Zudem ermöglicht die AGRAVIS süddeutschen Genossenschaften die Beteiligung am Unternehmen über AGRAVIS-AktienDer Handelswert der AGRAVIS-Aktie übersteigt ihren Nennwert inzwischen um mehr als 160 Prozent.. „Wir sehen uns gut gerüstet, um auch im Süden Deutschlands genossenschaftliche Strukturen zu stärken und gemeinsam mit Partnern Zukunft zu gestalten.“
„Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Marktwirtschaft, Vielfalt und Toleranz sind für uns nicht verhandelbar“
Der Vorstandsvorsitzende Dr. Dirk Köckler ordnete während der digitalen Bilanz-Pressekonferenz die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung aber auch in den geopolitischen und gesellschaftlichen Kontext ein: „Die aktuellen globalen Konflikte, protektionistische Tendenzen und Abhängigkeiten zeigen, wie wichtig eine widerstandsfähige, souveräne Europäische Union ist.“ AGRAVIS bekenne sich klar zur EU, zum Binnenmarkt und zu einer werteorientierten Unternehmenskultur. „Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Marktwirtschaft, Vielfalt und Toleranz sind für uns nicht verhandelbar. Sie sind Grundlage für Innovation, Vertrauen und wirtschaftliche Stärke – gerade im ländlichen Raum“, so Dr. Köckler: „Eine widerstandsfähige EU, die ihre wirtschaftliche Souveränität ausbaut und sich technologisch wie handelspolitisch unabhängiger von Großmächten macht, ist Grundvoraussetzung für Ernährungssicherheit, stabile Lieferketten und verlässliche Perspektiven im ländlichen Raum.“
Landwirtschaft bleibt systemrelevant
Gleichzeitig unterstrich Dr. Köckler die Systemrelevanz der Landwirtschaft: „Eine leistungsstarke Landwirtschaft und ein funktionierender AgrarhandelDer Agrarhandel ist ein wesentlicher Bestandteil des Agribusiness. sind gerade in dem geopolitisch sich neu ordnenden Rahmen unverzichtbar für die Grundversorgung unseres Landes. Deshalb ist es aus unserer Sicht fahrlässig, wenn hingenommen wird, dass immer mehr landwirtschaftliche Betriebe aus der Produktion aussteigen. Genau das Gegenteil muss das Ziel sein: Landwirtschaft muss die Zuversicht in eine wirtschaftlich und gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung und einen innovativ-nachhaltigen Pflanzenbau wiedergewinnen. Nutztierhaltung und Pflanzenbau sind systemrelevant. Eine Unterschreitung der Selbstversorgung in zentralen Bereichen bewerten wir äußerst kritisch.“
Für 2026 plant AGRAVIS zuversichtlich und realistisch
Für 2026 plant die AGRAVIS erneut einen Umsatz von über 8 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 70 Mio. Euro. „Wir sind zuversichtlich und realistisch“, betonte Dr. Köckler. „Unsere wirtschaftliche Stabilität, unser Know-how und unsere Investitionskraft ermöglichen es uns, den genossenschaftlichen Verbund weiter zu stärken – im Stammgebiet ebenso wie im Süden.“ Die AGRAVIS sieht ihre Aufgabe darin, Strukturwandel aktiv zu gestalten, regionale Genossenschaften zu stärken und Zukunftschancen gemeinsam zu entwickeln. „Unser Glas ist halbvoll“, so der AGRAVIS-Vorstandsvorsitzende abschließend. „Wir stehen zu einer innovativ-nachhaltigen Landwirtschaft und wir gehen die Zukunft mit Mut, Pragmatismus und Verlässlichkeit an – mit wirtschaftlicher Stabilität, starken Mitarbeitenden und einem klaren Fokus auf unser Kerngeschäft.“
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