Erfahren Sie mehr über die Umsätze sowie die strategische Weiterentwicklung der fünf AGRAVIS-Sparten im Geschäftsjahr 2025.
Der AGRAVIS-Konzern ist schwerpunktmäßig im Agribusiness mit den Sparten Agrar Großhandel und Agrar Landwirtschaft sowie Technik tätig. Hinzu kommen die Sparten Märkte und Energie.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar
Zum Vergrößern auf Bild klicken.
Die Sparte Agrar Großhandel deckt die Bereiche Pflanzen, Agrarrohstoffe und Tiere ab. Der Spartenumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent auf 2.811 Mio. Euro.
Produktbereich Düngemittel
In der Produktgruppe Düngemittel wurde beim Stickstoffdünger in Menge und Umsatz ein deutlicher Anstieg gegenüber 2024 erreicht. Vor allem zum Jahresende hin zog die Nachfrage wieder deutlich an, getrieben durch CBAM als zu erwartende CO₂ -Abgabe auf Stickstoffdünger. Bei Kali- und Kalkdüngern war zeitweise ein langjähriges Hoch zu verzeichnen. Der Umsatz in der Produktgruppe Düngemittel lag deutlich über Vorjahr und oberhalb des Planwerts.
Produktbereich Pflanzenschutz
Die Produktgruppe Pflanzenschutz hat sich weiter nach vorn entwickelt. Nach einem starken Frühjahr und überdurchschnittlichen Umsätzen im Sommer – zulassungsbedingt im Herbizidbereich – setzte sich die positive Entwicklung fort. Das Geschäft mit Fungiziden fiel etwas geringer aus als im Vorjahr, wurde aber durch das Herbizidgeschäft überkompensiert. Blattdünger- und Folienprodukte erreichten in Summe ungefähr das Vorjahresniveau. Kumuliert liegt die Produktgruppe Pflanzenschutz im Umsatz deutlich über Plan und besser als im Vorjahr.
Produktbereich Saatgut
Die Produktgruppe Saatgut entwickelte sich im Geschäftsjahr 2025 insgesamt zufriedenstellend, blieb jedoch beim Umsatz hinter dem ambitionierten Planwert zurück und erreichte annähernd das Vorjahresniveau. Beim Ergebnis wurde ein Betrag unter Plan und Vorjahr erzielt. Das Frühjahrsgeschäft mit Sommergetreide erreichte ein gutes Niveau, blieb allerdings unter dem Ausnahmejahr 2024. Der Absatz von Rapssaaten und Leguminosen lag in etwa auf Vorjahresniveau, im Bereich der Zwischenfrüchte und Grassaaten wurde ein Absatz über Vorjahr erreicht. Die Nachfrage nach Wintergetreide zeigte deutliche Zuwächse bei Gerste und insbesondere bei Weizen. Das Maisgeschäft schwächte sich aufgrund des Rückgangs der Anbaufläche im AGRAVIS-Arbeitsgebiet ab. Auch bei den Mais-Schwerpunktsorten wurden die Planzahlen nicht erreicht.
Pflanzenbau-Vertriebsberatung
Die Pflanzenbau-Vertriebsberatung agierte als zentrale Anlaufstelle für den genossenschaftlichen Verbund und unterstützte die Partner mit einem breiten Leistungskatalog in der produktionstechnischen Beratung. Im Fokus standen Maßnahmen zur Optimierung der Kundenbetreuung und zur Stärkung der Beratungskompetenz. Die Beratung setzte verstärkt auf digitale Tools und optimierte Prozesse, um die Effizienz in der Sortenberatung und im Logistikmanagement zu erhöhen.
Nutztiere
In den Werken der nationalen Konzernunternehmen blieb die Mischfutterproduktion trotz rückläufiger Tierbestände nahezu stabil bei rund 2,8 Mio. Tonnen. Ausgeweitet wurden die Produktionsmengen bei Geflügel- und Rinderfutter. Beim Schweinefutter gab es den erwarteten leichten Rückgang. Einschließlich der Beteiligungsgesellschaften gelang es im Geschäftsjahr 2025, die Mischfuttertonnage auf rund 4,7 Mio. Tonnen zu erhöhen. Der Umsatz beim Mischfutter steigerte sich gegenüber Vorjahr und Plan. Die Sortimente Spezialfutter und Spezialitäten behaupteten ihre Marktposition erfolgreich. Das hohe Aufkommen an Tierseuchen (u. a. Geflügelpest) führte im Produktbereich Hygiene zu hohen Vertriebsmengen. Der Ergebnisbeitrag im Nutztiergeschäft blieb gegenüber dem Vorjahr auf nahezu gleichem Stand, bewegte sich aber leicht unter der Planung.
Horse & Hobby
Abgesehen von den ruhigeren Sommermonaten blieb das Absatzniveau konstant. Rückgänge im Bereich Hobbyfarming wurden durch gesteigerte Verkäufe im Pferdefutter ausgeglichen. Darüber hinaus wurden neue Produktlinien wie „Höveler Dog“ und „Derby Care“ erfolgreich am Markt eingeführt. Der Umsatz in dieser Produktgruppe übertraf Vorjahr und Planung, ebenso das Ergebnis.
Futtermittelspezialprodukte
Im Geschäftsjahr gewährleistete der AGRAVIS-Konzern die Lieferfähigkeit sämtlicher Produkte. Der mengenmäßige Absatz lag über dem Niveau des Vorjahres, dadurch wurde auch ein Umsatzanstieg erzielt. Für die in 2024 eingeführten EU-Zölle auf chinesische Produkte wurden frühzeitig geeignete Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen abzufedern. Der Ergebnisanteil wurde gegenüber Vorjahr leicht erhöht und übertraf klar die Planung.
Tiergesundheit
Die
Livisto GroupVor dem Hintergrund eines komfortablen globalen Angebots, aber schwacher Nachfrage und politischer Unsicherheiten zeigte der Bereich Agrarerzeugnisse trotz rückläufiger Preise eine insgesamt solide Entwicklung. Die Absatzmengen lagen deutlich über Plan und Vorjahr, auch der Umsatz übertraf beide Vergleichswerte.
Zum Vergrößern auf Bild klicken.
Die AGRAVIS Ost und die Agrarzentren der AGRAVIS Agrarholding GmbH erwirtschafteten im Direktgeschäft mit der Landwirtschaft einen Jahresumsatz von rund 2.362 Mio. Euro (Vorjahr: 2.535 Mio. Euro). Das entspricht einem preisbedingten Rückgang um 6,9 Prozent.
AGRAVIS Ost
Im Verlauf des Geschäftsjahres zeigte sich bei
AGRAVIS OstAgrarzentren
Die
Agrarzentren im Arbeitsgebiet Mitte-WestZum Vergrößern auf Bild klicken.
16 regionale Gesellschaften (inkl. Beteiligungen) sind an mehr als 110 Standorten unter dem Dach der AGRAVIS Technik Holding GmbH operativ im Markt tätig. Sie vertreiben neue und gebrauchte Landmaschinen und bieten einen umfassenden Werkstatt- und Ersatzteilservice. Der Umsatz in der Techniksparte ging 2025 um 1,8 Prozent auf 1.344 Mio. Euro zurück.
Gebrauchtmaschinen und Mietmaschinen
Im Gebrauchtmaschinenbereich standen junge Gebrauchte durch günstige Neumaschinenangebote unter Druck, während internationale Absatzmärkte weiterhin eingeschränkt waren. Der
AGRAVIS-MietparkWerkstätten
Die Werkstätten der
Technik-GesellschaftenWeitere Standortinvestitionen
Im Zuge des strategischen Netzplans 2030 wurden weitere Standortmaßnahmen realisiert. Der Netzplan 2030 beschreibt die Zielplanung für die Standorte der AGRAVIS Technik. Dazu zählt die Eröffnung des Standortes Grimma. Darüber hinaus wurde der Standort Raesfeld für die
Technik Center Alpen GmbHAGRAVIS Technik Münsterland-Ems GmbHZum Vergrößern auf Bild klicken.
Die Sparte Märkte bildet das Raiffeisen-Markt-Geschäft im Groß- und Einzelhandel ab. Der Onlineshop „raiffeisenmarkt.de“ ergänzt das stationäre Geschäft. Auch Aktivitäten im Baustoffhandel gehören zur Sparte Märkte. Der Umsatz reduzierte sich gegenüber 2024 um 2,6 Prozent auf 313 Mio. Euro.
Großhandelsgeschäft
Das Großhandelsgeschäft entwickelte sich im Jahresverlauf uneinheitlich: Während die ersten Monate von Umsatzrückgängen geprägt waren, verlief die zweite Jahreshälfte planmäßig. Umsatzimpulse gab es unter anderem im Textilsegment. Die erfolgreichen Eigenmarken gewannen weiter an Bedeutung. Der B2B- und der Vorordershop wurden ausgebaut und erzielten ein deutliches Umsatzplus gegenüber Vorjahr.
Einzelhandelsgeschäft
Der Einzelhandel in den
MärktenDie Kooperation im Systemeinzelhandel blieb ein zentraler Erfolgsfaktor. Zwei Genossenschaften mit insgesamt 15 Raiffeisen-Märkten haben im Geschäftsjahr den Beitritt zur Terres-Kooperation erklärt. 14 Neu- und Umbauten von Raiffeisen-Märkten wurden realisiert.
Onlinehandel
Der Onlinehandel unter
raiffeisenmarkt.deBaustoffhandel
Der Baustoffhandel litt weiterhin unter der schwachen Baukonjunktur; Umsätze konnten nur durch intensive Vertriebsaktivitäten generiert werden, die die Spanne und das Ergebnis negativ beeinflussten. Die Kooperation mit der Bauvista GmbH & Co. KG wurde zum 1. Januar 2025 umgesetzt.
Zum Vergrößern auf Bild klicken.
Der AGRAVIS-Konzern ist sowohl im Großhandel, etwa mit Brenn- und Kraftstoffen oder Schmierstoffen, als auch über Tochter- und Beteiligungsunternehmen im Endkundengeschäft tätig. Zum Portfolio gehören fossile und erneuerbare Energien. Der Jahresumsatz von 1.540 Mio. Euro bestätigte das Vorjahresniveau (minus 0,2 Prozent).
Teilbereich „Neue Energie“
Die Entwicklung im Teilbereich Neue Energie war durch niedrige Biomethanpreise belastet, wodurch das Handelsgeschäft unter den Erwartungen blieb. Trotz widriger Marktverhältnisse wurde jedoch im dritten Quartal die Vorjahresmenge wieder erreicht. Parallel gelang es, das eigene Profil im
BiomethanhandelBeteiligungsgesellschaft Bioenergie Velen GmbHTerraSol Wirtschaftsdünger GmbHEigenmarke „Bionergy“
Das Produkt HVO100 der Eigenmarke
BionergyTankstellenservice
Der
TankstellenserviceSchmierstoffe
Das
Schmierstoffgeschäft