So entstehen Gärgase
Beim Silieren werden Substrate wie beispielsweise GrasGräser sind Pflanzen mit unscheinbaren Blüten und langen, schmalen Blättern. oder MaisMais ist eine Pflanzenart und gehört zur Familie der Süßgräser. unter Vakuum gelagert und so konserviert. Dabei entsteht vor allem Milchsäure, die den pH-Wert der SilageSilage ist ein konserviertes Futtermittel für Nutztiere, vor allem für Rinder. absenkt. Außerdem bilden sich während des Silierprozesses gasförmige Verbindungen – die Gärgase. Zu ihnen zählen CO₂ und nitrose Gase (Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid). Diese Atmungs- und Gärprozesse sorgen für die sogenannten Gärgashauben zu Beginn der SilierungSilage ist ein konserviertes Futtermittel für Nutztiere, vor allem für Rinder..
Vor allem in heißen und trockenen Jahren beobachten Landwirtinnen und Landwirte zu Beginn der Silierung Gärgashauben. Aufgrund der langanhaltenden TrockenheitDie Themen Hitze und Trockenheit werden im Rahmen des Klimawandels immer bedeutender. vor der ErnteDie Ernte beschreibt alle Arbeiten zum Einbringen landwirtschaftlicher Gewächse und Früchte., wird der von der Pflanze aufgenommene Stickstoff nicht umgesetzt und als Nitrat in der Pflanze gespeichert. Während der Silierung wird dieses Nitrat zunächst zu Nitrit reduziert und anschließend entstehen die nitrosen Gase.
Risiko durch feuchtes Futter
Aber auch, wenn das Futter zu feucht ist und so eingelagert wird, steigt das Risiko für die Entstehung von nitrosen Gasen. Grund hierfür sind die schneller und intensiver ablaufenden Umsetzungen bei der Silierung. Dabei bläht sich die Folie über dem Silo aus und teilweise entweichen auch gelbliche bis rostrote Dämpfe. Diese nitrosen Gase entstehen direkt zu Silierbeginn – weil in den Pflanzen enthaltenes Nitrat abgebaut wird.
Gärgase sind gefährlich und giftig, gehören aber auch zum Prozess des Silierens dazu. Entstehen sie, ist für Landwirtinnen und Landwirte besondere Sorgfaltspflicht geboten.
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar