Viele Sauen neigen rund um die Geburt zu Verstopfungen oder entwickeln sogar eine Mastitis-Metritis-Agalaktie (MMA). Unterstützen Sie Ihre Tiere in dieser kritischen Zeit mit unserem OlymPig-Sauenfutter FaserGest und FaserLac.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Was bewirkt Calcium im Futter?

Eine mangelnde Calciummobilisation kann stockende oder schleppende Geburten auslösen. Achten Sie bei der FütterungDie AGRAVIS bietet für alle Nutztierarten ein vielfältiges Fütterungs-Programm an. deshalb auf den Gehalt im Futter und den Säure-Base-Haushalt. Wehenschwäche ist nämlich kein Zeichen für einen Calciummangel. Sie zeigt an, dass der Organismus nicht auf die Auslagerung des Calciums vorbereitet ist. Während der Trächtigkeit hat eine SauDie Sau ist das weibliche Schwein (auch Hausschwein). keinen nennenswerten Bedarf des Mineralstoffs. Deshalb lagert der Organismus das Calcium aus dem Futter größtenteils ein. Je mehr Sie von diesem Mineral vor der Geburt an Ihre Sauen füttern, desto weniger ist der Organismus gezwungen, sich auf die schnelle Bereitstellung vorzubereiten. Damit der Körper vom Einlagerungs- in den Auslagerungsmodus übergeht, benötigt er mehrere Tage. Setzen die Wehen und Milchbildung jedoch plötzlich ein, bleibt keine Zeit mehr für diesen Prozess.

Säure-Base-Haushalt mit Sauenfutter beeinflussen

Etwa eine Woche vor der Geburt sollten Sie den Säure-Base-Haushalt Ihrer TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. in einen sauren Bereich verschieben. Dies erleichtert die Calciumauslagerung aus den Knochen. Senken Sie also die Kationen-Anionen-Bilanz (KAB) im Futter gezielt ab. Dazu müssen Sie die Gehalte der Anionen (Chlorid, Schwefel) und Kationen (Natrium, Kalium) sowohl im Tragend- als auch im Laktationsfutter kennen. Zur Ansäuerung müssen Sie die KAB im Laktationsfutter niedriger einstellen als im Tragendfutter. Diesen Aspekt berücksichtigen wir bereits bei der Konzeption von

FaserGest und FaserLac

Auch Benzoesäure trägt zu einer Ansäuerung bei, weshalb wir sie im FaserLac einsetzen. Andere organische Säuren sind dazu nicht geeignet, da der Organismus sie unterschiedlich verstoffwechselt. Benzoesäure senkt zudem auch den Harn-pH und beugt Harnwegsinfektionen und damit auch eine Ursache für MMA vor.

Darmflora im Gleichgewicht

Verstopfungen können Auslöser für eine MMA sein. FaserGest und FaserLac eignen sich daher auch für Herden, die rund um den Geburtszeitraum zu Verstopfungen oder trockener Kotkonsistenz neigen. Für eine gesunde Kotkonsistenz sollte sich die Darmflora bei der Umstellung von Tragend- auf Laktationsfutter nicht zu sehr ändern. Deshalb enthalten FaserGest und FaserLac die gleichen Komponenten, sodass sich die Darmflora auf keine neuen Substrate einstellen muss. Ein positiver Nebeneffekt: Die Futter unterscheiden sich geschmacklich und geruchlich nur minimal, wodurch die Tiere bis zur Geburt gleichmäßig weiterfressen. Dies beugt Verstopfungen vor, da durch eine kontinuierliche Bewegung des Darms (Darmmotorik) der Nahrungsbrei bis zum Ende des Verdauungstraktes gelangt.

So beugen Sie Verstopfungen vor

Wenn dem Darm der Anreiz zur Bewegung fehlt, wird er träge und der Nahrungsbrei sammelt sich an. Mit der Zeit entzieht der Darm dem Brei auch das Wasser. So entstehen Ansammlungen von unverdaulichen Bestandteilen und verursachen Schmerzen. Die Futteraufnahme der Tiere sinkt. Wenn die Sauen hingegen vor der Geburt ausreichend und gleichmäßig fressen, bleibt die Darmmotorik aktiv. Denn nur ein gut gefüllter Darm dehnt sich und transportiert den Nahrungsbrei ausreichend ab. Auch der Anteil quellfähiger Fasern im Futter unterstützt diesen Dehnungsreiz. Bestimmte Fasern in FaserGest und FaserLac binden Wasser besonders gut und sorgen so für eine Dehnung des Darms.


Ausreichend Wasser und strukturreiche Rationen

Stellen Sie unbedingt sicher, dass Ihre Tiere genug trinken. Nur so können die Fasern im Darm (Kleie, Rübenschnitzel) überhaupt quellen und ihre Funktion erfüllen. Daneben sind auch Fasern mit einem gewissen Ligninanteil (Sonnenblumen- und Rapsextraktionsschrot) wichtig. Wenn diese harten Strukturen immer wieder die Darmwand berühren, regen sie die Darmmotorik an. Aus diesem Grund setzen wir in unserem Sauenfutter eine breite Mischung aus verschiedenen Faserquellen ein.

Verstopfungen begünstigen eine Mastitis-Metritis-Agalaktie (MMA)

Häufig ist eine Verstopfung das Vorzeichen für eine MMA, denn ein unzureichend aktiver Darm scheidet auch die abgestorbenen Bakterien kaum noch aus. Wenn gramnegative Bakterien absterben, setzen sie sogenannte Endotoxine frei. Diese stören die Milchbildung und sorgen für Appetitlosigkeit und Fieber – die typischen Symptome einer MMA.
Dass Bakterien absterben, ist ein ganz normaler physiologischer Prozess. Darum werden auch unter optimalen Bedingungen Endotoxine im Darm gebildet. Wenn Sie Toxinbinder einsetzen, können Sie Ihre Tiere entlasten und Ihr Wohlbefinden steigern. Am Ende ist es wichtig, nicht nur die Nährstoffgehalte oder einzelne Komponenten zu betrachten. Denn erst gut kombinierte Komponenten führen zu synergistischen Effekten.


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Sonja Brosthaus

Produktmanagement Sauen und Ferkel