Wie sieht ein perfekter Start in die Laktation einer Milchkuh aus? Stellt man Milchviehbetrieben diese Frage, sind die Antworten sehr ähnlich: Die KuhDie Kuh ist ein weibliches Hausrind nach der ersten Kalbung. kalbt allein, bleibt gesund, erreicht eine hohe Laktationsleistung und wird wieder gut tragend. Eigentlich doch recht simpel, oder? Die Realität macht den Landwirtinnen und Landwirten allerdings häufig einen Strich durch die Rechnung. Dennoch sollten sie die Chancen für einen „perfekten Start“ bestmöglich nutzen. Mit einer gut geplanten und umgesetzten Trockenstehphase kommen Betriebe diesem Ziel ein ganzes Stück näher.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Hier lohnt sich zunächst ein genauer Blick: Welche Probleme hindern die Kuh an einem perfekten Start in die Laktation? Es sind Erkrankungen wie

Milchfieber

Milchfieber ist eine kurzzeitige Unfähigkeit der Milchkuh, im geburtsnahen Zeitraum Calcium aus dem Futter und den Knochen zu mobilisieren. Beim klinischen Milchfieber kommt es zu einer schlaffen Muskellähmung und damit zum Festliegen des Tieres.

Zu den Auswirkungen des subklinischen Milchfiebers zählen unter anderem eine schlechte Rückbildung der Gebärmutter und verspätet abgehende Nachgeburten mit negativen Folgen für die Fruchtbarkeit der Kuh. Das Auftreten von subklinischem Milchfieber kostet die Landwirtinnen und Landwirte circa 110 Euro. Dabei liegt die Häufigkeit des Auftretens von subklinischem Milchfieber je nach Betrieb durchschnittlich bei circa 50 Prozent. Gute Betriebe erreichen hingegen eine Häufigkeit von unter zehn Prozent bei subklinischem Milchfieber und unter drei Prozent bei klinischem Milchfieber.

Die Zahl festliegender Milchfieberkühe hat glücklicherweise in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen, weil Landwirtinnen und Landwirte ein gutes Auge für ihre Kühe haben. Sie reagieren entsprechend schnell auf eventuelle Anzeichen der Tiere und ziehen den Hoftierarzt zu Rate. Die Calciuminfusion ist bei einer festliegenden Milchfieberkuh lebensrettend und muss als Notfallmaßnahme betrachtet werden. Dagegen sollte eine vorbeugende Gabe von Calcium als Infusion über das Blut nicht zum Standard gehören, da sie die Regulation des Calciumhaushalts der Kuh massiv stört.

Als präventive Maßnahme gegen Milchfieber eignet sich die FütterungDie AGRAVIS bietet für alle Nutztierarten ein vielfältiges Fütterungs-Programm an. von sauren Salzen wie Laktaria Sauermehl. In den vergangenen Jahren wurden neue Generationen von sauren Salzen entwickelt, die eine hohe Futteraufnahme der trockenstehenden Tiere gewährleisten. Die in der Literatur beschriebenen positiven Effekte auf die Milchleistung in den ersten 100 Tagen der Laktation (plus zwei bis drei Kilogramm) lassen sich sehr einfach durch verbesserte Tiergesundheit erklären.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Expertentipp

Saure Salze in der Trockensteherfütterung sorgen dafür, dass die Kuh nach der Kalbung das vorhandene Calcium wesentlich effektiver aus den Knochen und dem Futter mobilisieren kann. Bei einer Umstellung der trockenstehenden Tiere auf eine Fütterung mit sauren Salzen ist jedoch einiges zu beachten. Saure Salze sollten daher nur nach fachgerechter Rationsberechnung inklusive Futteranalyse zum Einsatz kommen.

Fazit

Ein Mehraufwand in der Trockenstehphase trägt spätestens bei der Kalbung die ersten Früchte.

Die TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. kalben fitter und starten sehr effizient und mit wenig Arbeit in die Laktation. Saure Salze können einen wichtigen Baustein für einen optimierten Start in die Laktation liefern. Trotzdem sollten Sie unbedingt auch weitere Aspekte der Trockenstehphase untersuchen, um ihnen einen perfekten Start in die Laktation zu ermöglichen.

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Matthias Oskamp

Produktmanagment Rind