An Milchfieber, auch Hypokalzämie genannt, können Kühe rund um den Zeitpunkt der Geburt des Kalbs erkranken. Die Stoffwechselstörung kommt relativ häufig vor und äußert sich in unterschiedlichen Symptomen. Hier erfahren Sie, wie diese aussehen, was hilft und wie Sie Milchfieber bei der KuhDie Kuh ist ein weibliches Hausrind nach der ersten Kalbung. vorbeugen.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Welche Ursache hat Milchfieber bei Kühen?

Die Ursache für Milchfieber bei der Kuh ist ein verminderter Gehalt an Calcium im Blut. Nach der Geburt schießt die Milch ein und damit steigt in kurzer Zeit der Bedarf des Tieres an. Pro Liter Milch werden jetzt circa 1,25 Gramm Calcium benötigt. Dafür zieht die Kuh den Mineralstoff aus allen verfügbaren Quellen heran – aus dem Futter und aus körpereigenen Reserven wie den Knochen.

Behandeln Sie betroffene Tiere rechtzeitig. Ein derartiger Zustand kann schnell lebensbedrohlich werden. Kühe, die sehr viel Milch geben, sind besonders gefährdet, an Milchfieber zu erkranken.

Welche Symptome zeigt die Kuh bei Milchfieber?

Milchfieber zeigt sich sehr unterschiedlich. Beim klassischen Milchfieber sind die Tiere unruhig und fressen nicht. Die Muskeln zucken, zum Beispiel im Bereich der Schultern und an den Ohren. Außerdem haben erkrankte Tiere einen veränderten unsicheren Gang.

Verschlimmert sich die Krankheit, werden die betroffenen Kühe träge, schläfrig und liegen schließlich fest. Anders als die Bezeichnung „Milchfieber“ vermuten lässt, steigt die Körpertemperatur bei betroffenen Tiere bei der Erkrankung nicht an. Stattdessen sinkt sie ab. Ein typisches Zeichen für Milchfieber sind deshalb kalte Ohren.

Hinweis:
Liegt Ihr Tier fest, kann auch ein Phosphor- oder Magnesiummangel im Blut herrschen. Die Tiere sind in diesem Fall jedoch nicht komatös, fressen und geben auch weiter Milch.

Bei der subklinischen Form des Milchfiebers zeigen sich andere Symptome. Betroffene Tiere liegen häufiger. Zum Festliegen, bei dem die Kuh nicht mehr aufsteht, kommt es jedoch nicht. Die Ohren sind in der Regel wechselwarm (ein Ohr ist kalt, während das andere warm ist). Beobachten können Sie auch, dass die Kuh schlecht frisst, nicht wiederkäut und nur schwerfällig aufsteht. Die Milchleistung bleibt häufig unter den Erwartungen. Ist Ihr Tier betroffen, ist es ebenfalls anfälliger für Krankheiten. Die Symptome des subklinischen Milchfiebers sind insgesamt unscheinbarer als die des klassischen Milchfiebers.

Milchfieber mit Festliegen: Kontaktieren Sie den Hoftierarzt
Liegt Ihre Kuh fest, ist das ein Notfall. Das Tier muss sofort behandelt werden – holen Sie deshalb unverzüglich den Rat Ihres Tierarztes ein. Er erstellt einen Therapieplan und begleitet Sie und Ihr Tier während der Behandlung. Eine Calciuminfusion ist häufig die erste Maßnahme, um die Kuh zu stabilisieren.

Muskelprobleme und Entzündungen: Diese Folgen hat Calciummangel bei Kühen

Calcium ist wichtig für das Zusammenziehen der Muskulatur. Funktioniert der Muskelapparat nicht richtig, weil Ihre Kuh an Calciummangel leidet, kann sie ausrutschen und festliegen. Dabei kann sich das Tier an der Muskulatur und den Knochen verletzen. Auch auf den Schließmuskel in der Zitze wirkt sich Calciummangel aus. Er schließt nach dem MelkenBeim Melken wird aus einem Euter Milch gewonnen. nicht mehr richtig. Die Folge: Keime können in das EuterDas Euter ist ein Organ, das sich in der Leistengegend weiblicher Huftiere befindet. der Kuh eindringen und das Risiko für ein entzündetes Euter (Mastitis) steigt. Zieht sich die Gebärmutter nicht richtig zusammen, kann das Wehenschwäche zur Folge haben. Unter Umständen stößt die Kuh auch die Nachgeburt nicht aus (Nachgeburtsverhalten).

Durch die reduzierte Futteraufnahme können weitere Stoffwechselstörungen (Ketosen) entstehen. Ist die Pansen- und Labmagenmotorik beeinträchtigt, führt das unter Umständen zu einer Labmagenverlagerung.

Weil viele Folgeschäden möglich sind, sollten Sie Milchfieber in Ihrem Tierbestand nicht unterschätzen.

Futtermanagement, gute Haltung und Calciumpräparate: So beugen Sie Milchfieber bei der Kuh vor


  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Tier um die Kalbung genügend Futter zur Verfügung hat. So kann es einen Teil seines Calciumbedarfs über das Futter decken.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Kühe über die Laktation hinweg eine ausgewogene Körperkondition haben und nicht überkonditioniert sind. Nehmen Sie sich Zeit dafür, Futterrationen umzustellen und achten Sie auf eine gute Haltung.
  • Für einen regulierten Calciumhaushalt muss der Mineralstoff aus den Knochen freigesetzt und über den Darm optimal aufgenommen werden. Eine bewährte Behandlung ist hier die orale Gabe von Calciumpräparaten wie das Produkt Miravit CalciStart. Miravit CalciStart (500 Milliliter) enthält 59 Gramm verfügbares Calcium und zusätzlich Phosphor und Vitamin D. Vitamin D reguliert unter anderem die Ein- und Auslagerung von Calcium und Phosphor aus den Knochen.

Wie wenden Sie Miravit CalciStart an?

Geben Sie Ihrer Kuh unmittelbar vor oder nach der Kalbung 500 Milliliter Miravit CalciStart. Nach acht bis zwölf Stunden sollte sie eine zweite Gabe bekommen. Das Produkt ist geschmacksneutral und wird deshalb gut angenommen. Die Drenchpistole zur zwangsweisen Verabreichung brauchen Sie nicht.

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Expertentipp

Miravit CalciStart können Sie der Kuh auch zusammen mit einer Elektrolytlösung wie

Miravit KuhStarter

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Sabrina Hodi

Produktmanagement Rind