Wenn Sie den Phosphorbedarf Ihrer Tiere genau kennen, profitieren Sie gleich zweifach: Sie sparen Futterkosten und senken gleichzeitig die Nährstoffbilanz Ihres Betriebs. So halten Sie mühelos die Vorgaben der Düngeverordnung ein und leisten Ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Geringe Nährstoffbilanz – großer Beitrag zur Nachhaltigkeit

Wenn Sie Ihre Kühe nicht ausreichend mit Phosphor versorgen, hat dies fatale Folgen für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Tiere. Zudem sind in viehreichen Regionen Nährstoffüberschüsse sowie erhöhte Nährstoffeinträge in Gewässern ein wachsendes Problem. Die deutsche Düngeverordnung wurde deshalb bereits deutlich verschärft. Grundsätzlich sind mineralische Phosphorquellen wie Monocalciumphosphat endliche Ressourcen, die zur Sparsamkeit verpflichten. Ein passgenauer Phosphorgehalt von Futtermitteln ist also besonders wichtig.

Bei zu hohen Phosphorgehalten im Futter scheiden Ihre Tiere davon große Mengen über den Kot wieder aus. Das belastet die Nährstoffbilanz Ihres Betriebs. Im Extremfall könnten sogar Ihre eigenen landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr ausreichen, sodass zusätzliche Kosten für die Nährstoffentsorgung anfallen.

Milchviehfütterung: Welche Folgen hat ein Phosphormangel?

Zu geringe Phosphorgehalte im Futter führen zu vielfältigen Folgen beim Tier. Der Mineralstoff ist bei Kühen ein zentrales Element für zahlreiche Körperfunktionen, Stoffwechselprozesse und den Knochenbau. Darüber hinaus führt ein Mangel in den Rationen zu einer herabgesetzten Pansenfermentation. Dadurch geht die Mikrobenaktivität im Pansen drastisch zurück, die mikrobielle Eiweißproduktion nimmt ab und Ihre Tiere können das Futter deutlich schlechter verdauen.

So erkennen Sie einen Phosphormangel bei Ihren Milchkühen:

  • unverdaute Futterpartikel im Kot
  • geringere Futteraufnahme
  • reduzierte Milchleistung
  • Fruchtbarkeit der Tiere geht zurück
  • allgemein schlechterer Gesundheitsstatus der Herde

Natürliche Schwankungen im Futter

Die Phosphorgehalte von pflanzlichen Futtermitteln schwanken stark. Ein großer Teil des Phosphors liegt phytatgebunden vor. Diesen müssen die Pansenmikroben erst aufspalten, bevor der Dünndarm das enthaltene Phosphat absorbieren kann.

Aus diesem Grund nutzten Landwirtinnen und Landwirte in der Vergangenheit oft entsprechende „Sicherheitszulagen“ beim Phosphoranteil der Rationen. Um einen für die Tiere schädlichen Mangel zu vermeiden, glichen sie eventuelle Schwankungen im Futter vorsorglich mit Monocalciumphosphat aus. Diese Sicherheitszulagen führten jedoch zu massiven Nährstoffüberhängen in der Gülle, die sich mit einer zukunftsorientierten, nachhaltigen Landwirtschaft nicht mehr vereinbaren lassen.

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