Interview: Rinder und Klimawandel
Welchen Anteil haben Rinder am Klimawandel? Und welche Rolle spielt dabei ihre Ernährung?
Oskamp: Den Klimawandel verursachen fossile Brennstoffe, von denen die Menschen vor allem in den letzten 100 Jahren große Mengen verbraucht haben. Deren CO₂ hat sich als Treibhausgas in der Atmosphäre angereichert und sorgt hier dafür, dass sich das Klima erwärmt. Kühe stehen häufig im Fokus der Klimadebatte. Durch Maßnahmen zur Reduzierung ihrer Methanemissionen können sie Teil von Strategien sein, die Treibhausgasemissionen in der Rinderhaltung zu verringern.
In der Landwirtschaft ist die Ernährung der Rinder für etwa ein Drittel der Emissionen verantwortlich. Kühe stoßen Methan aus und das schon seit Jahrtausenden. Die TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. nehmen den in den Pflanzen gebundenen Kohlenstoff mit der Nahrung auf und verdauen dieses Material. Wenn sie dann rülpsen, geben sie einen Teil des Kohlenstoffs als Methan wieder ab. Das Gas wird nach circa zwölf Jahren in der Atmosphäre zu CO₂. Pflanzen nehmen dieses dann wieder auf – so gelangt es zurück in den natürlichen Kohlenstoffkreislauf. Die Emissionen aus der Verdauung von Wiederkäuern sind somit Teil biologischer Kohlenstoffkreisläufe. Die tatsächliche Klimawirkung hängt jedoch von verschiedenen Faktoren der Tierhaltung und Produktion ab.
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