Scoring: die Gesundheit der Herde stets im Blick
Mit einem einfachen
ScoringFühren Sie regelmäßig professionelle Klauenpflege durch
Pflegen Sie die Klauen, damit sie gesund bleiben. Die empfohlene Frequenz der Schnitte pro Tier und Jahr ist unter anderem von der Herdenleistung abhängig. Folgende Werte haben sich als Faustregel bewährt:
- Weniger als 9.000 Kilogramm Milch: zweimal jährlich
- 9.000 bis 11.000 Kilogramm Milch: zweieinhalbmal jährlich
- Mehr als 11.000 Kilogramm Milch: dreimal jährlich
Nur sachkundige Personen sollten die Klauenpflege durchführen. Zu stark eingekürzte oder zu flach geschnittene Klauen können im schlimmsten Fall zum Totalverlust eines wertvollen Tieres führen. Der Klauenpflegende sollte nach dem Standard der „funktionellen Klauenpflege“ vorgehen:
- Klaue einkürzen und Sohlendicke einstellen
- Außenklaue anpassen und entlasten
- Hohlkehlung schneiden
- Defekte korrigieren beziehungsweise entlasten
- Loses Horn entfernen
Hygiene ist Pflicht
Achten Sie unbedingt auf die allgemeine Stall- und Klauenhygiene. Schieben Sie die Laufgänge regelmäßig ab, um die Erreger für die Dermatitis digitales („Mortellaro“) zu minimieren. Die Klauen der Tiere sollten möglichst sauber und trocken sein. Wenn Sie Klauenbäder zur Desinfektion einsetzen, benutzen Sie nur zugelassene Mittel (zum Beispiel
Desintec HoofCare Special)Ein Klauenbad reduziert jedoch lediglich den Erregerdruck und eignet sich nicht zur Behandlung eines akuten Klauenleidens. Dermatitis digitales lässt sich im Stall nur dauerhaft bekämpfen, wenn Sie neben dem regelmäßigen Klauenbad auch eine grundsätzliche
Hygiene-StrategieSchaffen Sie die richtige Umwelt
Die Umwelt der Tiere ist entscheidend für gesunde Klauen. Vermeiden Sie überbelegte Flächen, enge verwinkelte Treibwege mit unebenen Bodenbelägen und enge Liegeboxen mit harter Unterlage. Unruhe in der Herde sorgt ebenso für erhöhten Stress an der Klaue. Dadurch kommt es häufig zu minderwertigem Klauenhorn, direkten Klauenschäden oder Veränderungen an den Klauen.
Ausgewogene Futterversorgung
Wenn Sie Ihre Tiere angemessen füttern, sorgen Sie nebenbei für gesunde Klauen. Unausgewogene Rationen und Fütterungsfehler können zum Beispiel zu einer subakuten Pansenübersäuerung führen. Daraus resultiert oft eine sogenannte Reheklaue.
Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen. In einigen Fällen ist spezielles Mineralfutter sinnvoll (zum Beispiel Vitamiral Klauenfest). Hier ist der Effekt jedoch erst langfristig sichtbar, da die Klauen nur sehr langsam wachsen (circa sieben Millimeter pro Monat). Auch die Silagequalität (oder allgemein die
Hygiene des Grundfutters