Vollmilch zu vertränken birgt Herausforderungen. Wir beantworten Ihnen hier die wichtigsten Fragen rund um das Tränkeverfahren.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Häufig bekommen Kälber nicht vermarktungsfähige Milch. Dazu zählt zum Beispiel

Kolostrum


Bei der rationierten Tränke die passende Tränketemperatur einzuhalten, ist herausfordernd. Optimal wäre eine Temperatur von circa 39 Grad. Pasteurisieren Sie die Milch, um den Keimdruck gering zu halten, ist sie je nach Verfahren kurzzeitig 62 bis 65 Grad heiß. Weil Sie Ihren Kälbern so heiße Vollmilch nicht geben können, muss sie zunächst abkühlen. Das Pasteurisieren reduziert zwar den Keimgehalt, je nach Verfahren verbleibt aber ein geringer Anteil an Keimen in der Milch. In der Zeit, in der sie abkühlt, können sich die Keime wieder vermehren. Pasteurisieren Sie die Milch nicht, wenn sie qualitativ hochwertig ist. Erwärmen Sie diese direkt nach dem MelkenBeim Melken wird aus einem Euter Milch gewonnen. und vertränken Sie sie sofort. So bleibt den Keimen kaum Zeit, sich zu vermehren.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Stellen Sie Ihren Kälbern Vollmilch ad libitum parat, müssen Sie diese nicht warm halten. Die Kälber wissen, dass ständig Milch zur Verfügung steht und trinken kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Säuern Sie die Milch an, um das Keimwachstum in der Milch gering zu halten und die Verdauung Ihrer Kälber zu unterstützen. Hierfür eignet sich der Einsatz pulverförmiger Säuren wie

Miravit MilchStabil

Bei der Vollmilchtränke werden die Kälber zu 100 Prozent mit Milchproteinen versorgt. Das Enzymsystem der TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. ist auf diese Art von Eiweiß ausgelegt. Die Enzyme zum Verwerten pflanzlicher Proteine bilden sich dagegen erst nach und nach aus. Deshalb kann der Einsatz eines Milchaustauschers mit pflanzlichen Proteinen in der Anfangszeit zu Verdauungsproblemen führen.

Anders sieht es mit dem Spurenelement Eisen aus. Während in durchschnittlichen Milchaustauschern 15 Milligramm Eisen pro Liter enthalten sind, beinhaltet Vollmilch nur circa 0,55 Milligramm Eisen pro Liter. Der Bedarf eines Kalbes liegt bei 100 Milligramm Eisen pro Tier und Tag. Ein KalbEin Kalb ist das Jungtier von Herdentieren wie z. B. Rindern, aber auch vielen anderen Tieren. müsste also täglich 200 Liter Vollmilch aufnehmen, um ausreichend mit Eisen versorgt zu werden. Werten Sie daher Vollmilch immer mit einem passenden Ergänzungsfuttermittel auf. Nur so können Sie den Bedarf an Eisen, anderen Spurenelementen und Vitaminen Ihrer Tiere ausreichend decken. Wir empfehlen dafür das Produkt Miravit

MilkIdeal
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Bei vergleichbarer Energieversorgung müssten Sie entweder 6,5 Liter Vollmilch oder ein Kilogramm eines gleichwertigen Milchaustauschers pro Kalb und Tag einsetzen. Verwenden Sie verkehrsfähige Milch, sind die Kosten von Vollmilch, inklusive Miravit MilkIdeal, in etwa genauso hoch wie die entsprechende Menge Milchaustauscher. Nutzen Sie nicht vermarktungsfähige Milch wie Kolostrum sind die Kosten geringer. Unser Rat: Entscheiden Sie sich nicht allein aufgrund der Kosten für oder gegen ein System. Sowohl die Vollmilch- als auch die Milchaustauschertränke kann zu einer erfolgreichen Aufzucht beitragen. Voraussetzung dafür: Sie wird richtig genutzt und passt zum Betriebsmanagement.

Kälbermanagement gemeinsam mit der AGRAVIS

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Sabrina Hodi

Produktmanagement Rind