Weideaustrieb – Fokus auf Spurenelemente
Die Weide stellt eine der günstigsten Fütterungsmethoden dar. Dafür muss jedoch das Weidemanagement stimmen. Zu den größten Herausforderungen gehören sicherlich, einen kontinuierlichen Aufwuchs mit hohen Verdaulichkeiten zu gewährleisten und täglich die TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. mit bedarfsdeckenden Mengenelementen, Spurenelementen und Vitaminen zu versorgen.
Während Mengenelemente (Calcium (Ca), Phosphor (P), Magnesium (Mg), Natrium (Na)) auf der Weide mit entsprechender Ergänzung im Regelfall kein Problem darstellen, treten bei Spurenelementen immer wieder Unterversorgungen auf, vor allem bei Kupfer und Selen. In einem Versuch der Hochschule Anhalt wurde trotz Mineralstoffergänzung (Mineral-Leckschalen) bei sehr vielen Betrieben eine Kupfer- und Selenunterversorgung sowohl im Blut als auch in der Leber festgestellt (siehe Abbildung 1).
Die Versorgung mit Spurenelementen lässt sich häufig mit Hilfe von Blutanalysen beurteilen. Allerdings kann nur bei Selen eine gute Aussage über die tatsächliche Versorgung getroffen werden. Bei den anderen Spurenelementen werden meist nur extreme Mangelsituationen angezeigt. Hinzu kommen Wechselwirkungen der Antagonisten, beispielsweise ein sekundärer Kupfermangel ausgelöst durch hohe Eisen- oder Schwefelgehalte. Die größte Aussagekraft haben Leberwerte, da mit diesem Verfahren die metabolische Stoffwechsellage beurteilt werden kann. Leberbiopsien sind allerdings aufwendig und spielen daher in der Praxis kaum eine Rolle.
Da während der Weideperiode eine aussagekräftige Beprobung des Futters schwierig ist, bieten sich alternativ Analysen des frisch abgesetzten Kots an. Diese werden als Sammelproben mehrerer Tiere der Herde oder einer Gruppe entnommen. Mit Hilfe von Umrechnungsfaktoren kann anschließend eine Aussage über die nutritive Versorgung getroffen werden. Kürzlich durchgeführte Untersuchungen innerhalb eines Projektes der Hochschule Anhalt und der Freien Universität Berlin bestätigen eine hohe Korrelation beider Verfahren.
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar