Maßnahmen zur Prävention
Welche vorbeugenden Maßnahmen können Pferdehalter treffen?
Präventiv ist eine Impfung gegen die Herpesviren Typ 1 (EHV-1) und Typ 4 (EHV-4) möglich. Durch regelmäßig aufgefrischte Impfungen und ein verbessertes Herdenmanagement hat die Zahl der Aborte in den letzten Jahren abgenommen. Jedoch kommt es auch heute noch, vorrangig im Winter, zu Ausbrüchen. Daher ist es umso wichtiger, eine Herdenimmunität herzustellen. Eine sogenannte „Notimpfung“ unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Fälle in der näheren Umgebung ist wenig vorteilhaft, da eine Impfung das Pferd zunächst etwas schwächt. Außerdem bietet die Impfung selbst keinen hundertprozentigen Schutz gegen einen Ausbruch der Krankheit. Sie lindert lediglich die Symptome und den Krankheitsverlauf, da die Vermehrung der Viren durch den Impfstoff gehemmt ist. Somit scheidet das Pferd auch nicht so viele infektiöse Viren aus wie ein ungeimpftes Tier. Eine Impfpflicht für pferdehaltende Betriebe besteht nicht.
Expertentipp: Gezielte Unterstützung durch <a href="de/glossar#glossar_Fütterung" class="glossaryTooltip">Fütterung<span class="tooltiptext">Die AGRAVIS bietet für alle Nutztierarten ein vielfältiges Fütterungs-Programm an.</span></a>
Da das Virus durch Tröpfcheninfektion übertragen wird und vor allem Pferde mit einem geschwächten Immunsystem betrifft, sollten Pferdehalter auf die Gesundheitsprophylaxe ihrer TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. achten. Hierbei stellt die Fütterung eine unserer Stellschrauben dar. Etwa 80 Prozent des Immunsystems liegen im Darm, weshalb ein gesunder Darm für ein starkes Immunsystem von hoher Relevanz ist. Um den Darm zu unterstützen, ist eine ausreichende Versorgung mit Raufutter wichtig. So sollte die tägliche Fütterungsmenge mindestens 1,5 bis 2 kg pro 100 kg Lebendgewicht betragen, was für ein 600 kg schweres Pferd 10 bis 12 kg HeuHeu ist die getrocknete Biomasse von Grünlandpflanzen wie Gräsern, Kräutern und Hülsenfrüchten. bedeuten. Doch nicht nur auf eine ausreichende Menge, sondern auch eine ausreichende Qualität sollte geachtet werden, um ein intaktes Darmmilieu aufrecht zu erhalten. Um den Körper vor dem Eindringen von Krankheitserregern zu schützen, verfügt er über verschiedene Barrieren. Hierzu zählen die Haut und Schleimhäute, welche von einer ausreichenden Versorgung mit Spurenelementen profitieren. Dabei sticht insbesondere Zink heraus, welches sowohl für eine gesunde widerstandsfähige Hautbarriere als auch für eine ausreichende Bildung von Zellen des Immunsystems relevant ist. In Zusammenarbeit mit Mangan spielt es außerdem eine wichtige Rolle für gesunde Schleimhäute. Doch nicht nur Mineralstoffe, sondern auch Vitamine sind wichtig für die Immunabwehr des Körpers. Dabei können vitaminreiche Futterkomponenten, wie zum Beispiel Hagebutten als Vitaminbooster, eine Ration optimieren. Aber auch weitere Kräuter wie Echinacea, Süßholzwurzel, Goldrute und die Taigawurzel stellen sinnvolle Rationsergänzungen für die Pferde dar.
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar