Eine Erfolgsgeschichte der westfälischen Familie Rohlmann
Familie Rohlmann betreibt seit vielen Jahren Hähnchenmast auf ihrem Hof im westfälischen Hörstel. Wie sie mit der Rasse Cobb erfolgreich ist und warum die Fütterung so wichtig ist, das erfahren Sie hier. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar
Den ersten Hähnchenstall nahm die Familie 2010 ohne Probleme in Betrieb. „Wir holten uns Unterstützung, weil ich vorher keine Erfahrung mit
GeflügelEine erfolgreiche Hähnchenmast läuft aber nicht von allein.Insgesamt kommt der Betrieb auf 7,2 Durchgänge und produziert rund 545.000 Masthähnchen im Jahr. „Als wir mit der Hähnchenmast anfingen, dachten wir nicht, dass es so gut läuft und wir unsere Mastplätze sogar verdoppeln würden“, blickt Markus Rohlmann zurück. „Wir standen vor der Entscheidung,
die Schweinemast auszuweitenDer Betrieb von Familie Rohlmann im westfälischen Hörstel umfasst 75.000 Küken in zwei Hähnchenmastställen. Ein Tier fällt in der Gruppe besonders auf: Es ist fast ganz schwarz. „Das kommt bei der Rasse Cobb vereinzelt vor – mal ist es nur eins, manchmal sind es auch fünf oder sechs schwarze TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. pro Durchgang“, erklärt AGRAVIS-Produktionsberater Hans-Jürgen Twehues, der den Betrieb zum Thema Hähnchenmast seit mehr als zehn Jahren begleitet. „Die meisten sind aber ganz gelb oder haben schwarze Flecken.“
Die Rasse wird viel im Ausland unter schwierigen Produktionsbedingungen gehalten, etwa in Asien, Afrika oder Südamerika. In Deutschland war Cobb bislang nicht so sehr gefragt. Denn die Tiere legen bei gutem Betriebsmanagement und hochwertiger Futterversorgung ein ordentliches Wachstum hin, und das führte immer wieder zu Problemen in den Ständen. „Seit einigen Jahren ist die Rasse hierzulande wieder auf dem Markt – und seitdem auf dem Vormarsch. „Die Schlachterei wollte eine weitere Rasse ins Programm nehmen und sprach uns darauf an. Und wir können sagen: Die Umstellung hat sich gelohnt. Die Tiere sind robust, wir erzielen mit dem AGRAVIS-Broilerfutter eine Futterverwertung von durchschnittlich 1,58 Kilogramm Futter je Kilogramm Zuwachs und erreichen nach 40 Tagen im Durchschnitt über 2.800 Gramm Körpergewicht.“ Die Küken kommen von der Brüterei Probroed & Sloot in Vreden. Das zugehörige Zuchtunternehmen, die Cobb Germany, zeichnete die Rohlmanns wegen der guten Ergebnisse bei Futterverwertung und Tageszunahmen als besten Cobb-Mäster Deutschlands aus.
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem GlossarBei der Cobb-FütterungDie AGRAVIS bietet für alle Nutztierarten ein vielfältiges Fütterungs-Programm an. ist mehr Fingerspitzengefühl gefragt, darin unterstützt unser Berater Hans-Jürgen Twehues regelmäßig die Familie. „Die Tiere neigen dazu, Fett einzulagern“, erklärt Twehues. „Darum entschieden wir, das Futterprogramm zu ändern und nach dem Starterfutter länger Aufzuchtfutter einzusetzen. Das funktioniert sehr gut, um Fleisch mit einem hohen Filetanteil und möglichst geringem Fettanteil zu gewinnen.“
Die Fütterung erfolgt in vier Phasen:
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar| Lebenstag | Futter | < 8 | Broiler XL Starter (insgesamt 200 g/Tier) | 8–17 | Broiler XL Aufzucht (800 g/Tier) | 18–27 | Broiler XL Grower | > 28 | Broiler XL Finisher |
Zudem ergänzen die Rohlmanns die Ration ab dem fünften Tag mit einem Prozent Weizen – und steigern den Anteil bis zum Ende der Mast auf zehn Prozent. „Die Cobb-Rasse kommt sehr gut mit Weizen klar. Sie fressen das Getreide gern und verwerten es gut, so dass sich die zusätzliche Fütterung positiv auf Tiergesundheit und Leistungsniveau auswirkt", erklärt Hans-Jürgen Twehues.
Die Schlachtung beginnt am 31. Lebenstag mit der Vorausstallung von etwa 20 Prozent der Tiere. Am 40. Masttag stallt Familie Rohlmann beide Ställe komplett aus. Danach werden die Stallungen zehn Tage lang intensiv gereinigt und desinfiziert, bevor die nächste Runde Küken einzieht.