Unsere Erntebilanz aus den AGRAVIS-Arbeitsregionen

Die Ergebnisse aus unseren Regionen sind insgesamt schlechter als 2025. Dabei fallen die Erntebilanzen gewohnt heterogen aus.
Die AGRAVIS-Fachleute geben einen Überblick über die aktuelle Situation und bilanzieren die Ernte in ihren Arbeitsgebieten in Niedersachen, Ostfriesland, Westfalen und Hessen (Stand 11. August 2026).
Hinweis:
Am 12./13. August ergänzen wir an dieser Stelle Auszüge der Erntebilanz 2026 des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) und am 13./14. August folgt die Einschätzung und Analyse unseres Experten Bernhard Chilla zur Ernte 2026 in Deutschland und der EU.

Für das Arbeitsgebiet der

AGRAVIS Niedersachsen-Süd GmbH



Große Wettereinflüsse in Niedersachsen

Die große Hitze Ende Juni hat nach Einschätzung von Friedrich Niemeyer die Abreife der Kulturen so sehr beschleunigt, dass schon um den 12./13. Juli bei allen Früchten einzelne Partien geerntet wurden. Von da an gab es immer wieder regionale Regenereignisse, teils auch heftiger Art, so dass sich die Ernte bis zum 10. August hingezogen hat, wobei die Haupt-Erntephase vom 19. Juli bis zum 6. August lief, da immer wieder leichter Regen den Drusch unterbrochen hat.

Mutterkorn in <a href="de/glossar#glossar_Roggen" class="glossaryTooltip">Roggen<span class="tooltiptext">Roggen ist eine Getreideart aus der Familie der Süßgräser.</span></a> und Weizen

Auffallend ist in diesem Jahr laut des ANS-Experten Niemeyer der häufige Anteil an Mutterkorn in Roggen und Weizen, der bei diesen Partien dann zumindest so hoch ist, dass die Ware so nicht zu den Mühlen geliefert werden kann. Allerdings ist der Anteil in den meisten Fällen unterhalb der Grenzwerte für FuttermittelFür den Erfolg in der Tierhaltung sind Qualität und Zusammensetzung der Futtermittel sehr wichtig.. Die Hektolitergewichte bei Roggen und TriticaleTriticale ist ein Getreide. Es ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen. sind weitestgehend in Ordnung, hier war zu Beginn der Hitze die Abreife schon recht weit vorangeschritten.
Beim Weizen hat sich ein wesentlich heterogenes Bild ergeben, hier hat die Hitze doch deutliche Spuren hinterlassen. Die Hektolitergewichte liegen meist bei den für jede Qualität geforderten Werten, aber auch nicht weit darüber , wie im Vorjahr. Ähnlich stellt es sich mit den Proteinwerten dar. Sie sind gut, liegen aber nicht weit über dem geforderten Maß . Beim Ertrag hat das Wetter Ende Juni voll zugeschlagen, es fehlen ca. zehn bis zwölf Prozent.
Die Sortierung nach „mit und ohne Mutterkorn“ war in diesem Jahr für die Erfassung laut Friedrich Niemeyer besonders herausfordernd, da die anderen Parameter ansonsten im Rahmen lagen.

Noch heterogenes Mais-Bild

Der Mais wird sich in diesem Jahr noch beweisen müssen. Friedrich Niemeyer dazu: „Im gesamten Arbeitsgebiet sieht man ein sehr heterogenes Bild von sehr gut entwickelten Beständen mit einer beachtlichen Pflanzengröße und gut ausgebildeten Kolben, bis hin zu unter der Trockenheit leidenden Beständen mit sehr geringer Pflanzengröße und kleinen bzw. fehlenden Kolbenansätzen.“

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Daniel Dreker, Leiter AgrarhandelDer Agrarhandel ist ein wesentlicher Bestandteil des Agribusiness. bei der

AGRAVIS Westfalen-Hessen GmbH


Ordentliche bis sehr stark schwankende Qualitäten

Die Qualitäten pendelten sich bislang mehr oder weniger zufriedenstellend ein. Hektolitergewichte und Fallzahlen bewegen sich vielfach auf einem guten Niveau. Bei den Proteinwerten sieht Daniel Dreker je nach Region und Wasserversorgung insbesondere beim WeizenWeizen sind verschiedene Pflanzenarten der Süßgräser. teilweise Unterschiede.
GersteDie Gerste ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Süßgräser zählt. ist in der Qualität ähnlich anzusiedeln wie vergangenes Jahr. Beim Weizen hat die Hitze in der Kornfüllungsphase jedoch ihre Spuren hinterlassen: „Die Qualitäten gehen weit auseinander, wobei ich schon guter Dinge bin, da bei uns in den Erfassungslägern auch noch ein Großteil als Brotweizen angeliefert wurde“, beurteilt Daniel Dreker.
Die ersten Analysen beim RapsRaps ist eine Pflanzenart und eine wirtschaftlich bedeutende Nutzpflanze. hätten auch recht ordentliche Ölgehalte ergeben.
Die größte Herausforderung war laut des AWH-Experten die Kombination aus einer sehr frühen Weizenernte, stark schwankenden Qualitäten und den enormen Erntemengen, die durch die hohe Schlagkraft moderner Erntetechnik in kurzer Zeit an den AWH-Standorten angeliefert wurden. Dadurch waren Lagerung, Qualitätsmanagement und Logistik besonders gefordert.

Einfluss des Wetters

Wiederkehrende Trockenphasen begrenzten das Wachstum insbesondere auf leichteren Standorten. Gleichzeitig sorgten regionale Niederschläge dafür, dass sich die Bestände vielerorts stabilisieren konnten. Die Hitzeperiode Ende Juni hat jedoch zumindest beim Weizen, Ertrag und auch Qualität gekostet, stellenweise ist der Weizen in der Kornfüllungsphase durch diese mehr oder weniger notreif geworden. Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen konnten überwiegend planmäßig durchgeführt werden. Aufgrund der Witterungsverhältnisse waren die Zeitfenster teilweise eng, insgesamt wurden die Maßnahmen aber weitgehend termingerecht umgesetzt.

Hitze setzt dem <a href="de/glossar#glossar_Mais" class="glossaryTooltip">Mais<span class="tooltiptext">Mais ist eine Pflanzenart und gehört zur Familie der Süßgräser. </span></a> zu

Für die Maisernte ist eine abschließende Bewertung derzeit noch verfrüht. Die Bestände zeigen sich insgesamt noch recht ordentlich, aber auch hier haben die stellenweise 35 Grad Celsius und mehr Spuren hinterlassen.

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Für die

AGRAVIS Ems-Jade GmbH

Qualitativ verschlechtert gegenüber 2025

Die Hektolitergewichte liegen laut Wilhelm Funke knapp über den jeweiligen Anforderungen. Beim Roggen gab es teilweise Mutterkorn. Insgesamt beurteilt der Experte die Qualitäten der Ernte 2026 schlechter als im Vorjahr.

Hitze kostet Erträge

„Die Hitzeperiode Ende Juni mit annährend 40 Grad Celsius hat beim Raps und beim Schwergetreide deutlich Erträge gekostet“, schätzt Wilhelm Funke ein.

Und der Mais?

In Ostfriesland wird lediglich Silomais produziert. Die Bestände sehen laut Funke aktuell (10. August) sehr gut aus.

Agrarmarktexperte Bernhard Chilla zur Getreideernte 2026




Hier folgt am 13./14. August die Einschätzung unseres Experten zur Ernte 2026 in Deutschland und der EU.

AGRAVIS-Podcast blickt auf Getreideernte

In dieser Folge von Ende Juli 2026 sprechen wir mit unseren Getreideexperten Bernhard Chilla, Christoph Fricke und Frank Deckert über die aktuelle Lage auf den nationalen und internationalen Getreidemärkten. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf Erträge und Qualitäten, analysieren die Auswirkungen von HitzeDie Themen Hitze und Trockenheit werden im Rahmen des Klimawandels immer wichtiger. und TrockenheitDie Themen Hitze und Trockenheit werden im Rahmen des Klimawandels immer bedeutender. und diskutieren die aktuellen Signale der Börsen und MärkteDie AGRAVIS ist im Bereich Märkte als Einzelhändler und als Großhändler und Konzeptanbieter aktiv.. Außerdem geht es um die entscheidende Frage für viele Betriebe: Jetzt verkaufen oder einlagern? Unsere Experten geben dir eine Einschätzung zu Vermarktungsstrategien und wagen einen Ausblick auf die weitere Marktentwicklung.

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