Für das Arbeitsgebiet der
AGRAVIS Niedersachsen-Süd GmbHGroße Wettereinflüsse in Niedersachsen
Die große Hitze Ende Juni hat nach Einschätzung von Friedrich Niemeyer die Abreife der Kulturen so sehr beschleunigt, dass schon um den 12./13. Juli bei allen Früchten einzelne Partien geerntet wurden. Von da an gab es immer wieder regionale Regenereignisse, teils auch heftiger Art, so dass sich die Ernte bis zum 10. August hingezogen hat, wobei die Haupt-Erntephase vom 19. Juli bis zum 6. August lief, da immer wieder leichter Regen den Drusch unterbrochen hat.
Mutterkorn in <a href="de/glossar#glossar_Roggen" class="glossaryTooltip">Roggen<span class="tooltiptext">Roggen ist eine Getreideart aus der Familie der Süßgräser.</span></a> und Weizen
Auffallend ist in diesem Jahr laut des ANS-Experten Niemeyer der häufige Anteil an Mutterkorn in Roggen und Weizen, der bei diesen Partien dann zumindest so hoch ist, dass die Ware so nicht zu den Mühlen geliefert werden kann. Allerdings ist der Anteil in den meisten Fällen unterhalb der Grenzwerte für FuttermittelFür den Erfolg in der Tierhaltung sind Qualität und Zusammensetzung der Futtermittel sehr wichtig.. Die Hektolitergewichte bei Roggen und TriticaleTriticale ist ein Getreide. Es ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen. sind weitestgehend in Ordnung, hier war zu Beginn der Hitze die Abreife schon recht weit vorangeschritten.
Beim Weizen hat sich ein wesentlich heterogenes Bild ergeben, hier hat die Hitze doch deutliche Spuren hinterlassen. Die Hektolitergewichte liegen meist bei den für jede Qualität geforderten Werten, aber auch nicht weit darüber , wie im Vorjahr. Ähnlich stellt es sich mit den Proteinwerten dar. Sie sind gut, liegen aber nicht weit über dem geforderten Maß . Beim Ertrag hat das Wetter Ende Juni voll zugeschlagen, es fehlen ca. zehn bis zwölf Prozent.
Die Sortierung nach „mit und ohne Mutterkorn“ war in diesem Jahr für die Erfassung laut Friedrich Niemeyer besonders herausfordernd, da die anderen Parameter ansonsten im Rahmen lagen.
Noch heterogenes Mais-Bild
Der Mais wird sich in diesem Jahr noch beweisen müssen. Friedrich Niemeyer dazu: „Im gesamten Arbeitsgebiet sieht man ein sehr heterogenes Bild von sehr gut entwickelten Beständen mit einer beachtlichen Pflanzengröße und gut ausgebildeten Kolben, bis hin zu unter der Trockenheit leidenden Beständen mit sehr geringer Pflanzengröße und kleinen bzw. fehlenden Kolbenansätzen.“
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar