Verschleiß: Wenn lockere oder abgenutzte Teile zum Unfallrisiko werden
Ein zentrales Thema bei der Grünlandernte ist der Verschleiß an der Maschine. Die hohe Belastung führt zu Schäden und die Technik wird zur Gefahrenquelle. Mähwerke, Wender, Schwader und Erntefahrzeuge laufen oft stundenlang unter Volllast. Die dauerhafte mechanische Belastung führt unter anderem zu:
- abgenutzten Lagern
- beschädigten Zinken und Klingen
- erhöhter Vibration
- lockeren Schraubverbindungen
Der AGRAVIS-Experte Kloppert warnt: „Verschleißspuren können Maschinenausfälle, Teileverluste oder Unfälle durch wegfliegende Komponenten verursachen. Verschleiß finden wir an den Mähkufen, Mähtellern, Messerhaltern und Klingen. Messerhalter werden durch Klingen dünn geschliffen, dann fliegen die Messer irgendwann weg und werden zu Geschossen. Das kann sehr gefährlich sein.“
Verschleiß wirkt sich zudem direkt auf Wirtschaftlichkeit und Erntequalität aus. Hauke Kloppert erläutert: „Wenn Mähklingen stumpf sind, dann ist das Schnittbild schlecht. Das GrasGräser sind Pflanzen mit unscheinbaren Blüten und langen, schmalen Blättern. wird abgerupft und nicht glatt geschnitten. Darunter leidet die Qualität. Weil der Schnitt schwerer geht als mit einem guten Messer, steigt auch der Spritverbrauch der Maschine.“
Der Zustand der Maschinen ist daher in der Grünlandernte von größter Bedeutung.
- Entscheidend für eine sichere Grünlandernte sind ein optimaler Zustand der einzelnen Teile und gute Schutzsysteme. Offene Zapfwellen oder ungeschützte Kardanwellen sind ein hohes Risiko. Schutzhauben und Schutzketten müssen intakt sein.
- Alle beweglichen Teile an Schwader, Wender und Mähwerken benötigen vollständige Schutzvorrichtungen.
Damit rückt der Wartungszustand der Maschinen in den Mittelpunkt. Eine regelmäßige, professionelle Wartung garantiert Einsatzfähigkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit der Maschine.
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar