Zwiebeln gehören in Deutschland zu den beliebtesten Gemüsearten – pro Kopf werden jährlich durchschnittlich knapp zehn Kilogramm Zwiebeln konsumiert. Der Bedarf an Zwiebeln ist also groß. Sie hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit, kann regional angebaut werden und ist gut lagerfähig. Am häufigsten sind gelbschalige Sorten zu finden, seltener jene mit roter oder weißer Schale. Der Einstieg in den Zwiebelanbau kann eine Bereicherung für Ihre bisher angebauten Fruchtfolgen sein. Erfahren Sie alles rund um diese Sonderkultur und die passende Pflege.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Was ist bei der Aussaat von Zwiebeln zu beachten?

Sommerzwiebeln säen Sie im Frühjahr aus. Der genaue Zeitpunkt hängt vor allem von der Beschaffenheit des Bodens ab. Trocknen die Böden früh ab und gibt es keinen Frost mehr, können die Zwiebeln mit der Saatmaschine bereits ab Februar ausgesät werden. Winterzwiebeln werden vor allem in Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg angebaut. Diese säen Sie ab Ende August bis Anfang September, lassen sie auf dem Feld überwintern und ernten sie ab Juni.

Welcher Standort eignet sich für Zwiebeln?

Der richtige Standort für Zwiebeln ist warm und sonnig. Windoffene Lagen sind hier von Vorteil, da die Feuchtigkeit aus dem Boden schneller wegtrocknen kann – so können sich Bakterien und Pilze schlechter ausbreiten. Der Boden sollte mittelschwer, humus- und nährstoffreich sein und das Wasser gut speichern können, ohne, dass jedoch Staunässe entsteht.

Wann ist die passende Erntezeit für Zwiebeln?

Über den Sommer knickt das Zwiebellaub um und trocknet ein. Der passende Zeitpunkt für die ErnteDie Ernte beschreibt alle Arbeiten zum Einbringen landwirtschaftlicher Gewächse und Früchte. ist dann, wenn etwa die Hälfte des Zwiebellaubs eingeknickt ist. Zur Ernte sollten Sie auf eine warme und trockene Wetterlage warten. Geerntet werden die Zwiebeln je nach Anbauart von Juli bis September.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Zwiebelanbau: die richtige Pflege für guten Ertrag

Im Frühjahr und Frühsommer ist es besonders wichtig, dass Sie unerwünschte Unkräuter behandeln. Sonst überwachsen diese die noch kleinen Zwiebelpflanzen schnell. Auch verschiedene Krankheits- und Fäulniserreger sowie tierische Schädlinge können den PflanzenDie AGRAVIS ist Expertin in ihrem Geschäftsbereich Pflanzen. zu schaffen machen.

Herbizide in Speisezwiebeln

Die Zwiebelpflanzen sind im Jugendstadium sehr empfindlich und der Boden liegt lange offen. So können sich schnell verschiedenste Unkräuter ausbreiten. Für einen erfolgreichen Einsatz müssen die Herbizide verschiedene Anforderungen erfüllen:

  • Dauerwirkung
  • Breitenwirkung
  • Verträglichkeit

Ein wichtiger Baustein in der Bekämpfung von Unkräutern und vielseitig einsetzbar ist das Produkt Stomp Aqua. Es lässt sich vom Zeitpunkt des Vorauflaufs bis hin zum 3-Blattstadium der Kultur einsetzen. Nach der Saat und vor dem Auflaufe der Zwiebeln lassen sich noch vorhandene Unkräuter mit dem Produkt Beloukha behandeln.

Fungizideinsatz in Speisezwiebeln

Krankheiten im Zwiebelanbau lassen sich in zwei Komplexe unterteilen:

  • Falscher Mehltau
  • Alternaria, Botrytis, Stemphylium u. a.

Beim Falschen Mehltau handelt es sich um einen Pilz mit einer Inkubationszeit von etwa 8 bis 14 Tagen. Zeigen sich die sichtbaren Symptome, kann der Falsche Mehltau bereits starke Schäden an den Zwiebelpflanzen verursacht haben und lässt sich nur noch schwer und mit hohem Aufwand bekämpfen. Es empfiehlt sich deshalb, früh zu handeln. Mithilfe des Prognosemodels “Zwipero” lassen sich anhand der Wetterdaten mögliche Infektionstermine vorhersagen. So können Sie frühzeitig gegen den Pilz vorgehen. Als Produkte helfen hier beispielsweise Zorvec Endavia / Orondis Plus und Orvego. Bei der Bekämpfung von Botrytis, Alternaria, Stemphylium und weiteren Krankheiten empfiehlt sich der Einsatz der Spezialprodukte Signum, Switch oder Luna experience.

Düngung von Speisezwiebeln

Beim Einsatz mineralischer DüngerDünger oder Düngemittel beschreibt Stoffe, die u. a. in der Landwirtschaft eingesetzt werden. in Speisezwiebeln sollten Sie die Chloridempfindlichkeit der Kultur bedenken. Insbesondere wenn Sie spät in der Saison düngen und das Chlorid nur ungenügend ausgewaschen wird, sollten Sie nur sulfathaltige Kalidünger verwenden. Eine organische Düngung ist beim Anbau von Zwiebeln aufgrund der unerwünschten Bodenlockerung nur zur Vorfrucht zu empfehlen. Zudem besteht bei der Gabe zur Kultur aufgrund der freigesetzten Duftlockstoffe die Gefahr eines starken Zwiebelfliegenbefalls.

Detailliertere Informationen zum Herbizid- und Fungizideinsatz sowie zur Düngung der Zwiebel finden Sie in unserer

Sonderkulturen-Broschüre
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Kontakt

Frank Uwihs

Ansprechpartner Sonderkulturen