Kalken können Sie auf zwei unterschiedliche Arten: Die gängige Praxis ist die Kalkung im Sommer auf die Stoppeln oder parallel zur Bodenbearbeitung. Dabei wird üblicherweise für einen Zeitraum von zwei bis vier Jahren auf Vorrat gekalkt. Bei leichteren Böden besteht jedoch ein höheres Risiko, das Puffervermögen des Ackers zu überstrapazieren, wenn hohe Mengen ausgebracht werden. Dies kann zu zu hohen pH-Werten auf Teilflächen und festgelegten Nährstoffen führen.
Relativ präzise düngen Sie mit einer jährlichen Kopfkalkung in die Bestände. Diese Methode bietet viele Vorteile. Dazu gehören ein geringeres Risiko der Überkalkung durch geringere Aufwandmengen, eine hohe Effizienz durch große Arbeitsbreiten mit granulierten Kalken und die Verteilung der Arbeitsspitzen über die Sommermonate. Weil Sie die oberen zehn Zentimeter des Bodens zuverlässig versorgen, schaffen Sie dadurch optimale Bedingungen für die Bodenphysik und -biologie im durchwurzelten Bereich.