- Die globale Wachstumsrate der Milchprodukion sinkt
Die globale Milchproduktion sollte von Januar bis Ende August 2026 weiter höher liegen als im Vorjahr, doch die Wachstumsrate sinkt derzeit im Vergleich zu den Vormonaten. Höchste Wachstumsraten sind in Brasilien, Argentinien und Neuseeland zu beobachten. Die US-Produktion bleibt ebenfalls höher als im Vorjahr, die Milcherzeugung in Russland sinkt derzeit überraschend stark. In der EU bleibt die Milcherzeugung höher als 2025, allen voran in Deutschland (+6,5 %), in Tschechien und den Niederlanden (jeweils 5 %), in Italien, Polen und Frankreich (jeweils 3 %). Die Milcherzeugung sinkt im Jahresvergleich in Irland, ein stärkerer Rückgang ist nun auch in England zu beobachten. Leicht weniger Milch als im Vorjahr wird auch in den baltischen Staaten erzeugt, in Spanien und Dänemark/Skandinavien steigt die Milchproduktion nur leicht.
- Die Ethanolerzeugung in Argentinien
Die Ethanolerzeugung in Argentinien soll nach Schätzungen des USDA-Attachés im Kalenderjahr 2026 weiter wachsen aufgrund höherer Beimischungen in das konventionelle Benzin. Die Produktion sollte 2026 1,4 Mio. m³ erreichen nach 1,3 Mio. m³ im Vorjahr. 2020 lag die Produktion noch bei 0,8 Mio. m³. Wichtigste Rohstoffe sind dabei MaisMais ist eine Pflanzenart und gehört zur Familie der Süßgräser. mit 1,9 (Vorjahr: 1,8; 2020: 1,0) Mio. t und Melasse mit 2,2 (2,1; 1,6) Mio. t. Dagegen soll die Biodieselproduktion in Argentinien nicht stark wachsen, sie verharrt bei rund 1,05 Mio. t im Jahr. Die inländische Produktion wird aber immer stärker im Binnenmarkt verwendet, der Exportüberschuss sinkt. Die Beimischungsrate liegt derzeit bei rund 7 % nach 6 % im Vorjahr und gegenüber 5 % im Jahr 2020.
- Weizenqualität Frankreich <a href="de/glossar#glossar_Ernte" class="glossaryTooltip">Ernte<span class="tooltiptext">Die Ernte beschreibt alle Arbeiten zum Einbringen landwirtschaftlicher Gewächse und Früchte.</span></a> 2026
Die Qualität der französischen Weizenernte 2026 fällt trotz der <a href="de/glossar#glossar_Hitze" class="glossaryTooltip">Hitze<span class="tooltiptext">Die Themen Hitze und Trockenheit werden im Rahmen des Klimawandels immer wichtiger.</span></a>- und trockenheitsbedingt kleineren Ernte überdurchschnittlich gut aus. Nach vorläufigen Ergebnissen von FranceAgriMer und Arvalis erreichen 90 % der Proben einen Proteingehalt von mindestens 11 % und damit deutlich mehr als im Fünfjahresmittel (80 %). Auch das Hektolitergewicht überzeugt: 96 % der Proben liegen 76 kg/hl, verglichen mit nur 61 % im Fünfjahresdurchschnitt. Zudem erfüllen alle bislang untersuchten Proben die Anforderungen an die Fallzahl (mindestens 250 Sekunden). Die diesjährige Ernte dürfte damit eine überdurchschnittliche Mahl- und Backqualität aufweisen.
- Globale Weizenexporte 2026/27
Globale Weizenexporte 2026/27 starten so schwach wie zuletzt im Wirtschaftsjahr 2016/17. Die Folgen der Angriffe Russlands und der Ukraine auf die Exportinfrastruktur beider Länder haben im August zu einem kräftigen Rückgang der Exportmengen geführt. So sollten in den ersten beiden Monaten des Wirtschaftsjahres 2026/27 rund 25 Mio. t Weizen bewegt werden, nach knapp 30 Mio. t in der Vorjahresperiode. Die Ausfuhren Russlands sollten auf 4 bis 4,5 Mio. t (Vorjahresperiode: 6,2 Mio. t) fallen, aus der Ukraine auf rund 2 Mio. t (2,6 Mio. t). Auch die Ausfuhren der USA sinken deutlich auf 3,8 Mio. t (5,0 Mio. t), während die Exporte Kanadas gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert sind. Die EU-Exporte dürften ebenfalls nahezu unverändert zum Vorjahr bei 4,5 bis 5 Mio. t liegen.
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar