Zwischen globalen Krisen, Angebotswende und neuen Marktchancen: Die diesjährige globale Getreideversorgungslage 2026/27 definiert sich offenbar stärker über das Angebot als über die Nachfrage. In diesem Bericht wirft Bernhard Chilla, Marktanalyst der AGRAVIS, einen Blick auf den deutschen und internationalen Getreidemarkt im Wirtschaftsjahr 2026/27. Diese Analyse erscheint auch in der Fachzeitschrift "Land & Forst" im April 2026.
Die 2020er Jahre zeigen bislang ihre dunkle Seite. Im Vergleich zu den beiden Jahrzehnten davor ist die weltwirtschaftliche Entwicklung von einer außergewöhnlichen Häufung globaler Krisen geprägt. Kaum ist eine Krise bewältigt, folgt die nächste. Auf die Corona-Pandemie mit ihren massiven Unsicherheiten für die globale Nachfrage folgte eine Angebotskrise durch den Krieg in der Ukraine. Mit dem Krieg im Nahen Osten ist zuletzt ein weiterer geopolitischer Konflikt hinzugekommen, der erneut das Potenzial für eine längerfristige EnergieMobilität, Wärme und Strom sind ein bedeutendes Element für ein modernes Leben.- und Düngemittelkrise birgt. Die Vielzahl globaler Krisenherde sorgt für anhaltende Unsicherheit – nicht nur in der Industrie, sondern auch auf den internationalen Agrarmärkten.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar