Aktuell herrschen in vielen Regionen äußerst trockene Bedingungen. Lokal weisen einzelne Standorte noch eine höhere Bodenfeuchte auf. Die Wetterprognosen deuten auf eine anhaltend stabile Witterung hin. Die Aussaat von Zwischenfrüchten ist unter den aktuell vorherrschenden sehr trockenen Bedingungen nicht immer einfach. Die Austrocknung der Böden ist aufgrund der ausbleibenden Niederschläge insbesondere in den oberen Schichten immer weiter vorangeschritten. Die Aussaatstrategie sollten Sie daher konsequent an die vorhandene Bodenfeuchte und die jeweiligen Standortbedingungen anpassen. Ziel ist es, die vorhandene Feuchtigkeit bestmöglich zu nutzen und unnötige Verdunstungsverluste zu vermeiden. Erfahren Sie hier, wie die Zwischenfruchtaussaat bei diesen Bedingungen am besten gelingt. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Aussaatstrategien sollten an die Bedingungen angepasst sein.
  • Auf Standorten mit ausreichend Feuchtigkeit kann eine zeitnahe Aussaat erfolgen.
  • Eine schnelle, wasserschonende Aussaat ist bei den trockenen Bedingungen von Vorteil.

Wie sieht die Aussaat von Zwischenfrüchte an feuchteren Standorten aus?

Dort, wo noch ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, kann eine zeitnahe Aussaat erfolgen. Wichtig ist, das SaatgutSaatgut umfasst trockene, ruhende, generative Fortpflanzungsorgane. sicher in einen ausreichend feuchten Bodenhorizont abzulegen und für einen guten Bodenschluss zu sorgen. Eine gleichmäßige Rückverfestigung nach der SaatDie AGRAVIS-Expert:innen aus dem Pflanzenbau beschäftigen sich mit allen Fragen rund um die Saat. unterstützt die Keimung und verbessert die Wasseraufnahme.

Was ist bei der Saat von Zwischenfrüchten in trockenen Regionen zu beachten?



Auf trockeneren Standorten sollte die Bodenbearbeitung möglichst wasserschonend erfolgen. Intensive, flächige Bearbeitung kann zusätzliche Feuchtigkeit durch Verdunstung verlieren lassen. Reduzierte Verfahren wie Mulchsaat oder Direktsaat in vorhandene Ernterückstände können helfen, die Restfeuchte im Boden zu erhalten.

Entscheidend bleibt in allen Verfahren eine sichere Saatgutablage im feuchten Bereich, auch wenn dafür eine etwas tiefere Ablage erforderlich ist. Verfahren, bei denen das Saatgut gestreut oder ungenau abgelegt wird, eignen sich bei trockener Witterung weniger gut. Für eine direkte Saat eignet sich auch eine Kreiseleggensämaschinen-Kombination. Dabei ist es wichtig, den Standort zu berücksichtigen: Auf Böden, bei denen im Frühjahr eine tiefere Bodenbearbeitung problemlos möglich ist (z. B. leichte bis mittlere Standorte), kann eine reduzierte Bearbeitung im Herbst sinnvoll sein. Auf schweren oder staunassen Böden, die im Frühjahr nur eingeschränkt bearbeitet werden können, muss dagegen eine sorgfältigere Herbstbearbeitung erwogen werden, um spätere Nachteile zu vermeiden. Entscheidend ist in jedem Fall, das Saatgut möglichst im feuchten Bereich abzulegen, selbst wenn dies eine etwas tiefere Ablage erfordert.

Zwischenfruchtaussaat unter trockenen Bedingungen: Fazit

Unter den gegebenen Bedingungen ist eine schnelle, wasserschonende Aussaat mit guter Rückverfestigung von Vorteil. Wo die Bodenfeuchte nicht mehr ausreicht, muss zwischen einer sofortigen Aussaat – mit dem Risiko verzögerter oder ungleichmäßiger Keimung – und einer späteren, niederschlagsabhängigen Saat sorgfältig abgewogen werden.

Der Einsatz von Zwischenfruchtmischungen kann das Risiko schlechter Feldaufgänge zusätzlich mindern, da unterschiedliche Arten variabel auf die vorhandenen Keim- und Wachstumsbedingungen reagieren. Besonders geeignet sind Mischungen mit trockenheitstoleranten Komponenten und einem geringen Keimwasserbedarf (z. B.

CIRCONIUM Extra-Klee, Kruziferenfrei und Multicrop

Zu allen CIRCONIUM-Mischungen
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kontakt

Felix Böddeling

Ansprechpartner Zwischenfrüchte

Diese Seite teilen: