Mit den Biomethanstandorten in Velen und Dorsten stärkt AGRAVIS regionale Energie- und Stoffkreisläufe. Die Anlagen verarbeiten vor allem Gülle und Mist zu Rohbiogas, bereiten dieses zu Biomethan auf und speisen es in das öffentliche Erdgasnetz ein. Gemeinsam können beide Standorte künftig bis zu 200 Gigawattstunden Biomethan pro Jahr bereitstellen. Davon profitieren Landwirtschaft, Verkehr, Industrie und die regionale Wertschöpfung. Doch wie funktioniert das?

Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft

Aus Gülle und Mist entsteht zunächst Rohbiogas in den Fermentern einer Biogasanlage. Dieses wird zu Biomethan aufbereitet und anschließend in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist. Das Molekül unterschiedet sich nicht mehr von dem des fossilen Erdgases und kann daher die bereits vorhandene Infrastruktur nutzen. Das Biomethan kann unter anderem im

Schwerlastverkehrkommunalen Fuhrparksindustriellen Anwendungen

Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der

Bioenergie Velen GmbHTerraSol Wirtschaftsdünger GmbH in Dorsten

Kurz und knapp


  • Biomethan kann in den Sektoren Wärme, Strom und Verkehr als Ersatz für fossiles Erdgas eingesetzt werden.
  • AGRAVIS bereibt mit Partnern die beiden Biomethanstandorte in Dorsten und Velen.
  • Dort wird vor allem regionaler Wirtschaftsdünger in den Anlagen eingesetzt, um Biomethan zu produzieren.

Mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung mit Biomethan



Die Anlage wird kontinuierlich weiterentwickelt. Im Jahr 2024 kamen zwei Hochfermenter und eine moderne Eintragstechnik hinzu. Dadurch kann TerraSol zusätzliche Mengen strukturreicher Wirtschaftsdünger verarbeiten und vorhandene Biomassepotenziale besser nutzen.

Heute produziert der Standort Dorsten rund 100 Gigawattstunden Biomethan pro Jahr. Nach der Einspeisung in das Gasnetz wird ein großer Teil davon als Bio-CNG oder Bio-LNG im Verkehrssektor eingesetzt.
Die gesammelten Erfahrungen helfen jetzt, die Biomethananlage in Velen zukunftssicher aufzubaen. Die Anlage ist auf eine effiziente Nutzung von Wirtschaftsdüngern ausgelegt. Ihre Hochbehälter benötigen vergleichsweise wenig Wärme. Eine Photovoltaikanlage auf dem Gelände liefert außerdem Energie für den Eigenverbrauch des Standorts.
Damit verbindet Velen die Nutzung regionaler Rohstoffe mit moderner Anlagentechnik. Aus vorhandenen Stoffströmen entsteht ein vielseitig nutzbarer Energieträger.

Welche Rolle kann Biomethan für die Region spielen?

Gemeinsam können die Beteiligungen in Velen und Dorsten künftig bis zu 200 Gigawattstunden Biomethan pro Jahr bereitstellen. Damit entstehen regionale Wertschöpfungsketten:

  • Landwirtschaftliche Betriebe stellen Wirtschaftsdünger bereit.
  • Die Rohstoffe werden in der Region verarbeitet.
  • Das erzeugte Biomethan steht Wirtschaft und Gesellschaft als vielseitiger Energieträger zur Verfügung.
  • Für landwirtschaftliche Betriebe können zusätzliche Erlösmöglichkeiten entstehen.
  • Das aufbereitete Biomethan kann zum Beispiel als Bio-CNG auch in entsprechenden Landmaschinen vertankt werden.

Investitionen und Arbeitsplätze stärken den ländlichen Raum. Gerade im Münsterland und in den angrenzenden Regionen sind Biogas- und Biomethananlagen daher mehr als reine Energieerzeuger. Sie verbinden Landwirtschaft, Energieversorgung und regionale Wertschöpfung.

Ihr Ansprechpartner

Kontakt

Andreas Hothan

Teamleiter Biomethan

Diese Seite teilen: