Zwischenfrüchte helfen im Freilandgemüsebau, Stickstoffverluste zu reduzieren, den Humusaufbau zu fördern und Unkraut zu unterdrücken. Sie nehmen nach der Gemüseernte überschüssigen Stickstoff auf, schützen den Boden vor Erosion und verbessern die Bodenstruktur. Entscheidend für den Erfolg sind eine standortgerechte Artenwahl, die Anpassung an die Fruchtfolge sowie der richtige Aussaatzeitpunkt.

Kurz und knapp



Warum sind Zwischenfrüchte im Gemüseanbau besonders wichtig?

Gemüsekulturen hinterlassen häufig hohe Mengen an pflanzenverfügbarem Stickstoff sowie stickstoffreiche Erntereste im Boden. Ohne Pflanzenbewuchs kann dieser Stickstoff im Herbst und Winter ausgewaschen werden.

Zwischenfrüchte

Welche Vorteile bieten Zwischenfrüchte?

Stickstoff konservieren

  • Aufnahme von Reststickstoff nach der Gemüseernte
  • Verringerung der Nitratauswaschung
  • Nährstoffbereitstellung für die Folgekultur

Humus aufbauen und Boden schützen


  • Förderung des Bodenlebens
  • Erhöhung der organischen Substanz
  • Schutz vor Wasser- und Winderosion
  • Verbesserung der Bodenstruktur

Unkraut unterdrücken


  • Schnelle Bodenbedeckung
  • Beschattung der Bodenoberfläche
  • Verringerung des Unkrautaufkommens

Worauf sollten Sie bei der Auswahl der Zwischenfrüchte achten?

Im Gemüsebau muss die Zwischenfrucht exakt auf die Fruchtfolge abgestimmt sein, um die Übertragung von Krankheiten und Schädlingen zu verhindern.

ZwischenfruchtGeeignet fürZu beachtenRauhafer (Sandhafer) Universell einsetzbar, trockenheitsverträglich Kaum Einschränkungen Phacelia Gesundungskultur, fruchtfolgeneutral Kann Wirtspflanze für Sclerotinia sein Gräser und Grünroggen Geeignet für späte Aussaaten Bei spätem Umbruch mögliche Stickstofffestlegung Ölrettich und Senf (Kreuzblütler) Nematodenresistente Sorten verfügbar Nicht in kohllastigen Fruchtfolgen verwenden (Gefahr von Kohlhernie) Leguminosen
Klee und Wicken
Stickstofffixierung für Starkzehrer Nicht einsetzen, wenn Erbsen oder Bohnen die Hauptkultur sind

Artenreiche Zwischenfruchtmischungen reagieren häufig stabiler auf wechselnde Witterungs- und Bodenbedingungen als Einzelarten. Gleichzeitig fördern sie die biologische Vielfalt im Boden.

Welche Faktoren spielen bei der Aussaat von Zwischenfrüchten im Gemüseanbau eine Rolle?

Aussaatstärke

Im Gemüsebau werden Zwischenfrüchte häufig mit einer um etwa 10 bis 15 Prozent höheren Saatmenge ausgesät als im klassischen Ackerbau.

Vorteile


  • schneller Bestandesschluss
  • bessere Unterdrückung von Unkräutern
  • gleichmäßigere Bodenbedeckung

Aussaatzeit

AussaatzeitGeeignete ArtenBis Anfang OktoberPhacelia, Rauhafer, KleeartenSpäte HerbstsaatenGrünroggen und Gräser

CIRCONIUM Zwischenfruchtmischungen

CIRCONIUM bietet verschiedene Mischungen für unterschiedliche Ansprüche. Im Sonderkulturanbau eignen sich:


  • Circonium Kruziferenfrei
  • Circonium N+Multi Kartoffel
  • Circonium Solapro + N
  • Circonium Multicrop
  • Circonium Extra Klee


Zu den CIRCONIUM Mischungen

Checkliste für die Auswahl der passenden Zwischenfrüchte


  • Hauptkultur und Fruchtfolge prüfen
  • Zeitpunkt der Flächenfreigabe festlegen
  • Frosthärte der Arten berücksichtigen
  • Boden-pH beachten
  • Saatmenge an den Aussaattermin anpassen
  • Mischung statt Reinsaat prüfen
  • Risiko für Krankheiten und Schädlinge bewerten
  • Einarbeitungsstrategie bereits bei der Aussaat planen

Zwischenfrüchte auf dem Branchentreff Sonderkulturen


FAQ

Sie konservieren Stickstoff, schützen den Boden und unterdrücken Unkraut zwischen zwei Hauptkulturen.

Für späte Aussaattermine werden häufig Grünroggen oder andere Gräser eingesetzt.

Nein. In Fruchtfolgen mit Kohlarten sollten Kreuzblütler aufgrund des Risikos von Kohlhernie vermieden werden.

Dichte Bestände schließen die Reihen schneller und reduzieren den Unkrautdruck.

Phacelia, Rauhafer, Perserklee, Alexandrinerklee und Buchweizen zählen zu den häufig genutzten abfrierenden Arten.

Kontakt

Frank Uwihs

Ansprechpartner Sonderkulturen

Kontakt

Felix Böddeling

Ansprechpartner Zwischenfrüchte

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