Bei den derzeitigen Temperaturen denkt wahrscheinlich niemand an Weihnachten und Weihnachtsbäume – außer die Betriebe, die die Bäume anbauen. Wie die aktuelle Lage ein halbes Jahr vor Weihnachten aussieht und welche Trends sich bei Verbraucherinnen und Verbrauchern abzeichnen, verrät unser Experte für SonderkulturenSonderkulturen sind in der Landwirtschaft bestimmte Bereiche der Pflanzenproduktion. Frank Uwihs. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Die Triebregulierung der Bäume zählt im Sommer zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen.
  • Der Trend bei Verbraucherinnen und Verbrauchern zum Naturweihnachtsbaum bleibt stabil.
  • Die Betriebe waren mit der letzten Weihnachtsbaumsaison zufrieden.

Weihnachtsbäume: Interview mit Frank Uwihs

In welchem Zustand befinden sich die Kulturen derzeit bei den sehr sommerlichen Temperaturen?

Frank Uwihs: Den

Weihnachtsbäumen

Das Auszeichnen der Bäume startet meist im Juli/August, wenn das Triebwachstum abgeschlossen ist und die ersten Großkunden sich ihre Bäume ansehen wollen.

Welche Pflegemaßnahmen sind über den Sommer in der Kultur wichtig?

Uwihs: Hier spielt das Stichwort Triebregulierung auch eine wichtige Rolle. Bis ein Baum im Wohnzimmer steht, ist er etwa elf bis zwölf Jahre alt. In den letzten drei bis fünf Standjahren steht diese Regulierung im Fokus. Hier gibt es verschiedene Wege, um die Triebe zu kürzen: mechanische Verfahren und der Einsatz von Pflanzenhormonen.

Auch die Breite des Baums sollte beachtet werden. Hier kommt das sogenannte Snippen zum Einsatz: Die Langtriebe aus dem aktuellen Jahr werden abgekniffen, wenn sie noch weich sind. Ansonsten würde zwar der Terminaltrieb nicht weiter in die Höhe, die übrigen Triebe aber dennoch in die Breite wachsen.

Welche Trends nehmen Sie bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu den vergangenen Weihnachtsfesten wahr?

Uwihs: Gab es zuvor einen leichten Trend weg vom Naturbaum im Wohnzimmer, schwächt sich dieser Trend derzeit wieder ab. Gesamtgesehen nehmen immer weniger Menschen den Weihnachtsbaum als wichtige Tradition wahr. Gründe für Menschen, die keinen Baum aufstellen, sind beispielsweise ökologischer Natur oder es herrscht generell geringes Interesse an Weihnachtstraditionen. In den Haushalten mit Naturbaum bleibt die Nordmanntanne mit großem Abstand die beliebteste Baumart – gefolgt von Blaufichten und -tannen. Der beliebteste Kaufort bleibt der Händlerstand. Im letzten Jahr gaben neun von zehn Käufern an, auch in diesem Jahr wieder einen natürlichen Weihnachtsbaum anschaffen zu wollen. Für uns geht der Trend also in die richtige Richtung.

Wie ist die Stimmung bei den Landwirtinnen und Landwirten, die <a href="de/glossar#glossar_Weihnachtsbäume" class="glossaryTooltip">Weihnachtsbäume<span class="tooltiptext">Ein Weihnachtsbaum, (Tannenbaum, Christbaum) ist ein geschmückter Nadelbaum.</span></a> anbauen?

Uwihs: Befragungen zeigen, dass die Betriebe zum letzten Jahr mit der Situation zufrieden waren. Die Nachfrage potenzieller Neukunden stieg beispielsweise im Vergleich zu 2024. Auch blieben 2025 weniger Bäume nach der Saison übrig als im Jahr zuvor. Fast 70 Prozent der Betriebe wollen ihre Betriebsgröße in den nächsten Jahren beibehalten. 20 Prozent denken sogar über eine Vergrößerung nach. Das zeigt, dass der Weihnachtsbaumanbau eine interessante Kultur für den einen oder anderen Betrieb ist. Wie die Entwicklung weitergeht, werden die nächsten Jahre zeigen, aber ein schön geschmückter Baum gehört immer noch zu Weihnachten. Die Grundlagen dafür werden mitten im Sommer in den Plantagen gelegt.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

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Frank Uwihs

Ansprechpartner Sonderkulturen

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