Durchsichtig und unscheinbar – und doch so wichtig: Wasser ist das wichtigste Grundnahrungsmittel für nahezu jedes Lebewesen. Auch für Ihre Tiere ist Wasser das wichtigste und günstigste FuttermittelFür den Erfolg in der Tierhaltung sind Qualität und Zusammensetzung der Futtermittel sehr wichtig.. Daher sollten Sie Ihr Tränkwasser stets untersuchen und auf Keimbelastung testen lassen. Anzeichen für Probleme mit Tränkwasser können beispielsweise verschlechterte Werte in der Leistung oder Anzeichen von Krankheiten sein. Im Sommer steigt das Risiko für Wasserverunreinigungen – und gerade im Sommer ist die ausreichende Tränkwasserversorgung für Ihre Tiere besonders wichtig. Informieren Sie sich hier, was Sie dafür tun können.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Führen Sie regelmäßig Tränkwasseruntersuchungen durch. Nur so können Sie einer möglichen Verunreinigung zuverlässig auf die Spur kommen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. besonders an heißen Tagen Zugang zu genügend keimfreiem Tränkwasser haben.
  • Kombinieren Sie verschiedene Arten von Tränken (bei Rindern beispielsweise Schalen- und Nippeltränken), da sie teilweise schneller verunreinigt werden können und das Wasserangebot dadurch eingeschränkt ist.
  • Gerade im Sommer, wenn die Temperaturen steigen, können lange Standzeiten des Wassers in den Leitungen die Wasserqualität negativ beeinflussen. Achten Sie auf eine sinnvolle Führung der Wasserleitungen.

Untersuchen Sie regelmäßig das Tränkwasser



Tipp: Solch eine Verunreinigung ist nicht immer sichtbar – visuell klares und partikelfreies Wasser kann dennoch keimbelastet sein. Schwebstoffe, die Sie im Wasser ausmachen, sind hingegen nicht unbedingt ein Indikator für eine Belastung im Wasser. Daher sind regelmäßige Wasseranalysen ratsam.

Was ist ein Biofilm? 

Bei dem sogenannten Biofilm, der sich in den Leitungen ablagert, handelt es sich um eine Schleimschicht, in die sich unter anderem auch pathogene Mikroorganismen einbetten, die dort gut haften bleiben.

Wie entsteht ein Biofilm?

Ein Biofilm in den Leitungen ist nicht per se problematisch – er wird es dann, wenn sich regelmäßig kleinste Partikel mit hoher Keimdichte ablösen und so ins Tränkwasser gelangen. Schätzungen zufolge befinden sich 95 Prozent der mikrobiellen Biomasse in diesem Film. Nur fünf Prozent schweben frei im Wasser.

Der Eintrag der Bakterien in die Leitungen ist fast unvermeidlich. Grundsätzlich gibt es drei Wege:


  1. Die Bakterien befinden sich schon im Wasser und gelangen darüber in die Leitungen.
  2. Die Wasserquelle ist keimbelastet.
  3. Die Tränken sind verunreinigt.

Welche Faktoren beeinflussen den Biofilm?


  • Der Gehalt an bestimmten Mineralstoffen, beispielsweise Eisen und Mangan kann die Bildung des Biofilms beeinflussen. Die Ablagerung der Stoffe begünstigt das Anheften von Bakterien.
  • Umgebungstemperatur: Hohe Temperaturen begünstigen das Keimwachstum in den Leitungen. Gerade an wärmeren Tagen sollten Sie auf das kontinuierliche Reinigen und Desinfizieren der Leitungen achten.
  • Wasseraustausch: Bei Wasserleitungen mit blinden Enden ist erhöhte Vorsicht geboten. Eine Wasserzirkulation ist nur in Ringleitungssystemen gegeben.
  • Wasserzusätze: Bei Trinkwasserzusätzen bedarf es einer ausreichenden Wasserhygiene, da Zusätze Rückstände und Ablagerungen bilden und dadurch Nährboden für Keime werden.
  • Materialbeschaffenheit: Gutes Material bietet weniger Anheftungsmöglichkeit für den Biofilm.

Oft sind in Betrieben zu lange Wasserleitungen verbaut. Dadurch bewegt sich das Wasser mit einer geringeren Geschwindigkeit und wird deshalb mehr erwärmt. Durch die Erwärmung des Wassers verschlechtert sich die mikrobiologische Tränkwasserqualität und damit die biologische Leistung der Tiere. Planen Sie einen Umbau oder Neubau, können Sie in diesem Zuge Ihr Tränkleitsystem optimieren, um diesen Problemen vorzubeugen.

Welche Auswirkungen bringt der Biofilm mit sich?


  • Vermehrung pathogener Keime mit negativen Folgen für die Tiergesundheit und -leistung
  • Wirkstoffreste können im Biofilm eingelagert werden
  • Gefahr der Resistenzbildung möglich
  • Wechselwirkung mit Rückständen

Was ist bei der Reinigung von Leitungen zu beachten?



Weitere Tipps für qualitatives Tränkwasser


  • Anmischbehälter und Wasserschläuche kontrollieren
  • Wassermembranen und Ventile kontrollieren und ggf. austauschen
  • Blinde Enden kontrollieren und ggf. beseitigen
  • Filter kontrollieren und austauschen

Ihre Ansprechperson

Kontakt

Christian Twehues

Produktmanagement Desintec

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