Profi-Springreiter testet Einstreualternativen
Klassisch werden Pferdeboxen mit Stroh eingestreut. Doch das hat einige Nachteile. Stroh ist weniger saugstark als andere Alternativen, vor allem wenn es sich nicht um Matratzeneinstreu handelt. Wird die Einstreu zu nass, steigt Ammoniak auf, was auf Dauer den Atemwegen des Pferdes und auch den Hufen schadet. Hinzu kommt, dass Stroh – je nach Qualität und Lagerung – mit Schimmelsporen belastet sein kann. Ebenfalls eine Belastung für die Atemwege. Ein Pluspunkt von Stroh: Es dient Pferden als Raufutter. Das kann praktisch sein, um bei übergewichteigen Pferden die Fressdauer zu verlängern. Allerdings mit Vorsicht: Frisst ein Pferd zu viel Stroh, trinkt dabei zu wenig und bewegt sich nicht ausreichend, kann es eine lebensgefährliche Verstopfungskolik bekommen.
Viele Alternativen im AGRAVIS-Sortiment
Deshalb gibt es im AGRAVIS-Sortiment mittlerweile viele Alternativen, mit denen Pferdeboxen eingestreut werden können – je nach Bedürfnis des Pferdes: aus Hanf, Miscanthus, Dinkel und Stroh und sogar mit Eukalyptus für Pferde mit Atemwegsproblemen. Wie gut die Alternativen in der Praxis abschneiden, hat Profi-Springreiter Philipp Schulze Topphoff auf seinem Betrieb in Havixbeck getestet. Von Dezember 2025 bis ins Frühjahr 2026 hat er sieben Boxen auf unterschiedliche Produkte umgestellt. Ziel der Kooperation: Unterschiede im Alltag erkennen – bei Handhabung, HygieneHygienemanagement dient der Tiergesundheit und Qualitätssicherungssystemen in der Tierproduktion., Komfort und Wirtschaftlichkeit.
2024 gewann Philipp Schulze Topphoff mit Vivantas beim AGRAVIS-Cup den Großen Preis von Münster.
So schneiden die Alternativen im Praxistest ab
Vier verschiedene Produkte kamen zum Einsatz: Aubiose Hanfeinstreu mit Eukalyptus, Miscanthus-PelletsHolzpellets sind stäbchenförmige Pellets mit einem Durchmesser von weniger als 25 Millimetern., Dinkel-Streu sowie Sckölets Strohpellets XL. Die Erfahrungen waren vielfältig, doch eines fiel sofort auf:
„Wir hatten deutlich weniger Mist zu bewegen und zu entsorgen“, berichtet Schulze Topphoff. „Das spart Zeit, Kraft und Lagerfläche. Und die Sackware ist einfacher zu lagern als Stroh. Sie ist sauberer, platzsparender, unkomplizierter.“
Auch im täglichen Handling zeigte sich ein Plus: klar erkennbare Feuchtestellen, stabilere Mattenbildung und schnelleres Misten.
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar