Der kaum sichtbare Keimling, nur wenige Millimeter groß, hat auf dem
WesthofGemeinsam mit dem Entwickler
Naiture GmbHSmart Farming Team der AGRAVIS TechnikVon Schleswig-Holstein auf die Felder Deutschlands
„Das Interesse unserer Kundschaft an Lasertechnologie wird immer größer. Mit dem Laser Beam wollen wir in dieses Segment hineinkommen“, sagt Sebastian Henrichmann von der AGRAVIS Technik Center GmbH.
Die Zusammenarbeit verbindet die Innovationskraft eines jungen Technologie-Start-ups mit einem leistungsstarken Vertriebs- und Servicenetz der AGRAVIS. So können landwirtschaftliche Betriebe die Technik nicht nur kennenlernen, sondern auch direkt im Praxiseinsatz erleben.
So funktioniert der Laser Beam
Das Prinzip des Laser Beam ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Kameras erfassen die Pflanzen im Bestand, eine lernfähige KI unterscheidet Kulturpflanzen von Unkräutern und -gräsern und der Laserstrahl beseitigt anschließend gezielt und millimetergenau die unerwünschten Pflanzen. Anders als mechanische Verfahren arbeitet das System punktgenau und berührungslos.
Das macht die Technologie nicht nur für ökologisch wirtschaftende Betriebe interessant. „Immer weniger Wirkstoffe sind im PflanzenschutzDie AGRAVIS-Fachleute beraten Landwirt:innen zum Thema Pflanzenschutz. zugelassen. Oft sind Kulturpflanzen so dicht gesät, dass selbst ein 6x6-Zentimeter-Spot noch die Kultur trifft. Das ist beim Laser anders“, erläutert Henrichmann.
Entwickelt mit den Praktikern auf dem Feld
Seinen Ursprung hat der Laser Beam in einem Förderprojekt des Landes Schleswig-Holstein zur pestizidfreien Unkrautbekämpfung. Gemeinsam mit dem Biohof Westhof und der Fachhochschule Westküste entstand daraus eine Lösung, die von Anfang an eng an den Anforderungen der Praxis ausgerichtet war.
„Wir haben den Laser Beam mit der LandwirtschaftLandwirtschaft (oder Agrarwirtschaft) ist ein Wirtschaftsbereich der sogenannten Urproduktion. zusammen entwickelt und nicht im wissenschaftlichen Elfenbeinturm“, betont Vitali Czymmek, Forschungs- und Entwicklungsleiter von Naiture.
Diese enge Zusammenarbeit mit der landwirtschaftlichen Praxis zahlt sich bis heute aus. Die KI wird kontinuierlich mit neuen Daten trainiert, denn Unkräuter, Bodenverhältnisse und Anbausysteme unterscheiden sich von Region zu Region. Hier profitieren die Entwickler von den Demonstrationen gemeinsam mit der AGRAVIS in verschiedenen Regionen Deutschlands. „Aufgrund unserer Erkenntnisse und der Rückmeldungen trainieren wir die KI nach“, erklärt Czymmek.
Das spricht für den Laser Beam
Für die Fachleute der AGRAVIS sprechen mehrere Argumente für die Technologie von Naiture.
- Der Laser Beam stammt von einem deutschen Hersteller, wodurch Entwicklungs- und Servicewege kurz bleiben.
- Das System ist modular aufgebaut, vergleichsweise leicht und derzeit als bis zu sechs Meter breite Klappvariante verfügbar. Dadurch lässt es sich deutlich einfacher transportieren als starre Systeme.
- Neue Erkenntnisse aus dem Praxiseinsatz fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung ein. Hersteller, Vertriebspartner und Anwender stehen in engem Austausch.
Autonom unterwegs für mehr Flächenleistung
Die aktuelle Herausforderung liegt noch in der Flächenleistung. Weil die Arbeitsgeschwindigkeit vergleichsweise gering ist, soll der Laser Beam möglichst viele Stunden pro Tag im Einsatz sein, um die höchstmögliche Effizienz zu erreichen.
„Deswegen macht ein vollautonomes System Sinn, wie wir es auch bei unserer Kundschaft vorführen: Wir hängen den Laser Beam an den
vollautonomen Traktor Agbot von Agxeed“Parallel arbeitet die Naiture GmbH an weiteren Leistungssteigerungen. Unter anderem werden leistungsstärkere Laser getestet. Die Hardware der aktuellen Version ist serienreif und in Arbeitsbreiten von zwei bis sechs Metern mit unterschiedlichen Ausstattungsvarianten erhältlich. Von der Dammbearbeitung bis zum vollflächigen Einsatz ist alles möglich.
Der Nutzen ist messbar
Wie groß das Potenzial der Technologie ist, zeigt der Einsatz auf dem Westhof. Allein im Jahr 2026 konnte ein Gerät rund 20 Arbeitskräfte beim aufwendigen Jäten ersetzen. Die Mitarbeitenden standen dadurch für andere Aufgaben zur Verfügung.
Gerade in einer Branche, in der Fachkräfte knapp sind und Handarbeit nach wie vor eine große Rolle spielt, kann das ein entscheidender Vorteil sein.
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