Wir alle sind aufgerufen uns mit Klima- und Umweltschutz zu beschäftigen. Wo passen die Schmierstoffe ins Bild?
Aschenbrenner: Schmierstoffe gelten nicht unbedingt als nachhaltig. Ihnen haftet der Ruf an, klimaschädlich zu sein. Das liegt besonders am Verfahren zur Rohölgewinnung. Das muss aber gar nicht so sein.
Wie lässt sich die Nachhaltigkeit von Schmierstoffen verbessern?
Aschenbrenner: Wir können auch das bereits raffinierte Öl wiederverwenden. Dafür gibt es Aufbereitungsverfahren der Re-Raffination, die zum Beispiel das genutzte und aufgefangene Öl aus dem Motor wiederverwendbar machen. Wir sprechen dann von einem zweitraffinierten Öl. Im Gegensatz dazu steht das erstraffinierte Öl, dass aus Rohöl gewonnen wird.
Und durch die Re-Raffination sparen wir dann CO₂ ein?
Aschenbrenner: Ja, direkt auf mehreren Wegen. Zum einen müssen wir kein Rohöl fördern. Dieser Prozess ist sehr CO₂ intensiv, hier können wir schon ordentlich einsparen. Auch den Aufbereitungsprozess vom Rohöl zum Grundöl können wir einsparen. Hinzu kommt, dass auch die Transportwege kürzer sind. Das Rohöl wird aus verschiedenen Ländern exportiert. Bei wiederverwendeten Schmierstoffen wird das Grundöl nicht aus dem importierten Rohöl gewonnen, sondern zum Beispiel überwiegend aus dem heimischen Markt.