Welche Vorteile bieten die teilflächenspezifischen Lösungen?
Die teilflächenspezifischen Lösungen von NetFarmingDie AGRAVIS ist mit NetFarming der Spezialist für Konzepte zum Precision Farming geben Aufschluss darüber, welche Strategie den größten Erfolg verspricht. Wie das möglich ist und was Managementzonenkarten von Biomassekarten unterscheidet, verrät Franz Schulze Eilfing, Experte der
AGRAVIS Pflanzenbau-VertriebsberatungHerr Schulze Eilfing, wenn es um teilflächenspezifische Bewirtschaftung geht, ist auch meist von Managementzonenkarten und Biomassekarten die Rede. Was unterscheidet die beiden Karten voneinander und wann sollte welche genutzt werden?
Schulze Eilfing: Die Managementzonenkarte stellt das Ertragspotenzial der Fläche dar. Die Daten, anhand derer die Karte erstellt wird, basieren auf langjährigen Satellitenbildern von der Biomasse auf der jeweiligen Fläche. Mittlerweile haben wir die Möglichkeit, bis zu 15 Jahre zurückzuschauen. Die Biomassekarte spiegelt hingegen den aktuellen Stand der Fläche wider. Landwirt:innen können anhand eines aktuellen Satellitenbildes über die Biomasse, das nicht älter als 14 Tage sein sollte, aufbauend düngen.
Aus pflanzenbaulicher Sicht macht es Sinn, den Bestand auf der Fläche zunächst anhand der Biomassekarte anzugleichen. Also den Stickstoff bei der Düngung dorthin zu verteilen, wo die Biomasse der Kultur noch verbesserungswürdig ist. Üblicherweise findet das im Entwicklungsstadium 30 bis 31 statt, wenn die Schossphase beginnt. Denn Ziel sollte es sein, zu diesem Zeitpunkt den Bestand dabei zu unterstützen, sich möglichst gleichmäßig zu entwickeln. Nur so kann das Ertragspotenzial der Fläche bestmöglich ausgeschöpft werden. Zur Spätgabe sollte dann dort, wo der höchste Ertrag zu erwarten ist, mehr Dünger ausgefahren werden. Wo das ist, zeigt die Managementzonenkarte.
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar